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Anhaltende Kälte sorgt für weiter sinkende Gasspeicher-Füllstände

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Von: Julia Cuprakowa

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Die Kälte der letzten Tage sorgte dafür, dass viele Menschen ihre Heizung voll aufdrehten. Die Folge: Es kam zu einem hohen Gasverbrauch, was die Füllstände weiter sinken ließ.

In den deutschen Gasspeichern sorgt das Winterwetter weiter für sinkende Füllstände. Droht Deutschland jetzt Gasknappheit? echo24.de hat bei einem Energieversorgen nachgefragt und eine besorgniserregende Antwort erhalten. Doch wie gravierend ist der Füllstand wirklich?

Am Donnerstagmorgen (15. Dezember) waren die Gasspeicher laut europäischem Gasspeicherverband GIE zu 90,2 Prozent gefüllt. Das war ein Prozentpunkt weniger als am Vortag. Zuletzt war am 27. November in Deutschland unterm Strich Gas eingespeichert worden. Seitdem geht die Füllmenge zurück – wie im Winter üblich.

Deutsche Gasspeicher verzeichnen einen Füllstand von knapp 91,2 Prozent

Der größte deutsche Speicher im niedersächsischen Rehden verzeichnete einen Füllstand von knapp 91,2 Prozent, wie am Freitag (16. Dezember) aus im Internet veröffentlichten Daten hervorging.

Die Speicher gleichen Schwankungen beim Gasverbrauch aus und bilden damit ein Puffersystem für den Markt. Die Füllstände nehmen nach Beginn der Heizperiode im Herbst üblicherweise ab. Am Morgen des 14. November war ein Füllstand von 100 Prozent verzeichnet worden. Am 1. Februar sollen die Speicher laut Energiewirtschaftsgesetz noch zu 40 Prozent gefüllt sein, wie die „Deutsche Presse-Agentur“ (dpa) berichtet.

Wegen Frost-Temperaturen konnte das Einsparziel nicht erreicht werden

Zu beachten wäre außerdem, dass weiter dauerhaft Gas durch Pipeline-Importe nach Deutschland fließt, zuletzt ausschließlich aus Norwegen, den Niederlanden und Belgien. Ab dem 22. Dezember soll zudem erstmals direkt in Deutschland angelandetes Flüssigerdgas (LNG) in den Markt kommen.

Die Kälte hatte zuletzt für steigende Gasverbrauch und eine ganze Serie von Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg gesorgt. Das von der Bundesnetzagentur geforderte Einsparziel von 20 Prozent gegenüber dem Durchschnittsverbrauch der vergangenen vier Jahre wurde nicht erreicht. So lag der Verbrauch von Haushalten und Industrie in der vergangenen Woche (KW 49) nur noch 5,2 Prozent unter dem Wochenmittel der vier Jahre zuvor. Allerdings geben die Meteorologen Entwarnung. Wie echo24.de bereits berichtet, sollen die Temperaturen wieder milder werden. Somit werden aber auch weiße Weihnachten, was sich viele Menschen in Deutschland wünschen, eher unwahrscheinlich.

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