Öfter mal was Neues

Das Badezimmer soll wandelbarer sein

Auch knallige Farben kommen ins Spiel, wie zum Beispiel diese rote Badewanne von Villeroy & Boch. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
1 von 11
Auch knallige Farben kommen ins Spiel, wie zum Beispiel diese rote Badewanne von Villeroy & Boch. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Villeroy & Boch hat eine grüne Toilette im Sortiment. Das Design stammt von Gesa Hansen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
2 von 11
Villeroy & Boch hat eine grüne Toilette im Sortiment. Das Design stammt von Gesa Hansen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Strahlende Farben als Akzent zu Schwarz: Gelbe Schränke schmücken das Badezimmer Coloured in der Ausstellung Pop up my Bathroom auf der ISH in Frankfurt/Main. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
3 von 11
Strahlende Farben als Akzent zu Schwarz: Gelbe Schränke schmücken das Badezimmer Coloured in der Ausstellung Pop up my Bathroom auf der ISH in Frankfurt/Main. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Die schwarze Toilette und das gleichfarbige Bidet von Villeroy & Boch sollen laut Trendexperten in den nächsten Jahren immer beliebter werden. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
4 von 11
Die schwarze Toilette und das gleichfarbige Bidet von Villeroy & Boch sollen laut Trendexperten in den nächsten Jahren immer beliebter werden. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Außen Schwarz, innen weiß: Die Badewanne Oberon 2.0 von Villeroy & Boch. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
5 von 11
Außen Schwarz, innen weiß: Die Badewanne Oberon 2.0 von Villeroy & Boch. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Statt dem üblichen Chrom sind auf der Messe ISH in Frankfurt/Main häufig auch goldene Wasserhähne zu sehen, hier ein Beispiel in Rotgold von Grohe. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
6 von 11
Statt dem üblichen Chrom sind auf der Messe ISH in Frankfurt/Main häufig auch goldene Wasserhähne zu sehen, hier ein Beispiel in Rotgold von Grohe. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Der Wasserhahn Kludi SL in Rot leuchtet um die Wette mit anderen Accessoires der Ausstellung Pop up my Bathroom auf der ISH in Frankfurt. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
7 von 11
Der Wasserhahn Kludi SL in Rot leuchtet um die Wette mit anderen Accessoires der Ausstellung Pop up my Bathroom auf der ISH in Frankfurt. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Die Firma Bette zeigt in der Trendausstellung der Messe die Badewanne BetteLux Oval Silhouette in Pastellblau. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
8 von 11
Die Firma Bette zeigt in der Trendausstellung der Messe die Badewanne BetteLux Oval Silhouette in Pastellblau. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Der Ribbon Handtuchwärmer von Zehnder ist Pastellrosa, hier zu sehen auf der ISH-Messe in Frankfurt. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
9 von 11
Der Ribbon Handtuchwärmer von Zehnder ist Pastellrosa, hier zu sehen auf der ISH-Messe in Frankfurt. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Die Wanne ist rot, das Waschbecken blau - die Badezimmer werden farblich vielfältiger. Weiß soll verschwinden, der Raum sich zudem häufiger verändern lassen. Auf der Messe ISH zeigt sich: Die Bad-Branche hat ihr Angebot ausgebaut.

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Pastellfarbene Waschbecken, schwarze Badewannen, variable Wandplatten: Das moderne Badezimmer soll bunter und flexibler werden. Das jedenfalls versprechen die Neuheiten der Messe ISH in Frankfurt am Main.

Auf dieser Weltleitschau für Badezimmer-Trends (11. bis 15. März) zeigt die Sanitärbranche aktuell ihre Innovationen. Wichtigster Punkt für Jens J. Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft: "Das Bad wird individueller und modischer, es wird häufiger etwas verändert."

Viel Gestaltungsspielraum

Die wichtigste Voraussetzung dafür: Neue Badezimmer werden nun so angelegt, dass Teile des Raumes sich künftig einfacher neugestalten lassen. Dafür wird zum Beispiel auf das komplette Fliesen der Wände verzichtet. Die notwendigen Stellen werden mit Spritzwasserschutz versehen. Der Rest kann nach Lust und Laune tapeziert oder überstrichen werden.

Auch bestehende Bäder können ohne größere Abrissarbeiten verändert werden. "Gerade bei Teilrenovierungen im Bad werden nun Wandverkleidungsplatten genutzt", erklärt Dennis Jäger, Chefredakteur der Fachzeitschrift "SBZ Sanitär.Heizung.Klima". Diese Platten lassen sich vor den bestehenden Fliesenspiegel setzen und beschleunigen die Renovierung enorm. Außerdem gibt es dafür vielfältigere Gestaltungsoptionen, etwa mit fotorealistischen Drucken.

Neue Farben fürs Bad

Für die Wände - und das ist besonders - auch für die Keramiken wie Waschbecken, Toilettenschüssel und Badewanne kommen neue Farben ins Spiel. Dies ist "das Trendthema der diesjährigen ISH" für den Branchensprecher Wischmann. Bei Villeroy & Boch ist die Toilette zum Beispiel türkis, und die Badewanne trägt ein kräftiges Rot.

Die Firma Bette zeigt in der Trendausstellung der Messe eine Wanne in Pastellblau. Ergänzend dazu setzt Zehnder auf einen Heizkörper in Rosa. Auch die Badmöbel sind bei vielen Herstellern deutlich farbiger geworden. Die meisten Firmen setzen grundsätzlich auf dezentes Grau, Schwarz sowie Pastell- und Brauntöne.

Sogar Toiletten werden komplett in dunkle Töne getaucht. Viele Badewannen und Waschbecken sind mindestens außen, teils aber auch durchgängig schwarz. "Sie wundern sich vielleicht darüber", sagte Frank A. Reinhardt in einem Vortrag zur Trendfarbe Schwarz fürs Bad. Der Trendforscher hat eine Sonderausstellung zu den Entwicklungen für die Messe kuratiert hat. Seine Erklärung: "Schwarz wirkt immer sehr hochwertig."

Gold statt Chrom bei Armaturen

Selbst bei den Armaturen ist Schwarz ein großes Thema der Messe ISH, kaum ein Hersteller kommt daran vorbei. Außerdem finden sich häufig goldene Wasserhähne statt dem üblichen Chrom. Zudem setzen rote, grüne und blaue Produkte Akzente hin zu einem bunteren Badezimmer. Sie lassen sich quasi wie ein Accessoire austauschen.

Schon vor zwei Jahren sprach die Branche auf der letzten ISH vom Farb-Wechsel im Bad - weg von reinem Weiß, hin zu Creme, Grau und Braun. In den Ausstellungsräumen vieler Badausstatter hat sich das bereits durchgesetzt. Nun werden die ersten strahlenden Farben für Toilette, Wanne und Waschbecken folgen. Branchenkenner und SZB-Chefredakteur Dennis Jäger erwartet, dass der langsame Farbwechsel in den nächsten drei bis fünf Jahren abgeschlossen sein wird. "Ich glaube, die Menschen haben sich ein Stück weit an Weiß sattgesehen."

Wird Grau das neue Weiß?

Dass sich Farbe im Badezimmer nur langsam durchsetzt, liegt in der Langlebigkeit der Einrichtung und der Renovierungskosten dieses Raumes - anders als etwa neue Kleider- und Sofatrends. Das Alter der nicht renovierten Badezimmer liegt laut Branchenangaben im Schnitt bei 20 Jahren.

Welche Farbe wird sich wohl am meisten durchsetzen - Rot, Grün, Rosa? Trendforscher Reinhardt hat einen klaren Favoriten: "Grau hat die Chance, das neue Weiß zu werden." Alle weiteren Farben werden die akzentuierenden Begleiter sein.

Messe ISH

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare