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Jetzt besser keine Winterreifen kaufen? Wichtige Tipps für Autofahrer

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Von: Juliane Reyle

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So gelingt der Reifenwechsel
Darauf sollten Verbraucher beim Kauf von Winterreifen achten - Tipps für den Reifenkauf vom ADAC. © dpa/AdobeStock

Für viele Autofahrer steht er jetzt an: der Reifenwechsel. Doch ist der Einkauf überhaupt notwendig? Wann und wo kauft es sich die Räder am besten ein?

Der Temperatursturz in Baden-Württemberg lässt erahnen, dass bald der Winter vor der Türe steht: Es kann also wieder glatt auf den Straßen werden. Autofahrer müssen nun auf den rechtzeitigen Reifenwechsel achten, denn sonst kann es sowohl teuer als auch gefährlich werden. Winterreifen schützen vor Unfällen bei Glatteis auf den Straßen. Haben Autofahrer im Falle eines Unfalls im Winter auf ihren Pkws keine Winterreifen, übernehmen die Versicherungen womöglich keine Kosten. Für die Wahl und den Einkauf von Winterreifen gibt der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) einige Tipps.

Wann sollten Autofahrer am besten Winterreifen kaufen? Es gibt saisonale Unterschiede

Bei Winterreifen kann es tatsächlich günstig sein, sie bereits vor Notwendigkeit einzukaufen. Der ADAC spricht von einem antizyklischen Einkaufsverhalten, das sich lohnen kann, weil Winterreifen meist im Frühjahr und Sommer günstiger gehandelt werden. Die Reifenhändler benötigen dann den Platz für die Sommerware und geben die Reifen lieber günstiger an Kunden ab, als sie selbst im Lager zu halten.

Doch die Reifenhändler versuchen das vergünstigte Abgeben zu verhindern und haben aus den vergangenen Jahren dazu gelernt. Sie ordern weniger Winterreifen, um diese nicht reduziert abgeben zu müssen. Außerdem ist die Menge an übrig gebliebenen Winterreifen im Frühjahr auch von der Wetterlage abhängig – ist der Winter von langer Dauer, so werden mehr Winterreifen benötigt und es bleiben im Frühling weniger zum Verkauf übrig.

Vorsicht vor Online-Käufen: Vermeidliche Reifen-Schnäppchen sind häufig alte Ware

Vorsicht gilt es besonders beim Online-Einkauf. Im Web gekaufte Reifen sind häufig nicht fabrikneu, sondern bereits alte Ware. Da es eine große Vielzahl an Reifen auf dem Markt gibt, kann es schnell passieren, dass der gekaufte Reifen nur selten geordert und für den Versand aus den hinteren Ecken eines Lagers geholt wurde. Ist der Reifen erst einmal da, lässt er sich nur schwierig reklamieren.

Das Alter eines Reifens spielt eine wichtige Rolle bei der Qualität. Produktalterung wirkt sich negativ auf die Funktionalität und Sicherheit eines Reifens aus. Tests des ADAC haben gezeigt, dass frischer Gummi am besten greift. Beim Einkauf sollte ein Reifen möglichst nicht älter als drei Jahre alt sein. Die Produktionswoche lässt sich an den ersten beiden Ziffern der vierstelligen Nummer im Oval erkennen und das Produktionsjahr an den letzten beiden Ziffern.

Mindestprofiltiefe nicht sicher genug –Reifenwechsel ist nicht immer notwendig

Hat ein Autoreifen weniger als 1,6 Millimeter Restprofil, so darf er nicht mehr Straßenverkehr verwendet werden, weil er nicht mehr verkehrssicher ist. Wird ein Fahrer mit abgefahrenen Reifen erwischt, so drohen ihm laut ADAC ein Bußgeld von 60 Euro und ein Punkt in Flensburg. Werden andere Verkehrsteilnehmer durch die Reifen gefährdet oder geschieht mit oder gar wegen der Reifen ein Unfall, so steigt das Bußgeld auf 75 oder 90 Euro.

Selbst die Profiltiefe von 1,6 Millimeter bietet kaum mehr Sicherheit. Der ADAC gibt an, bei Tests mit unterschiedlichen Profiltiefen herausgefunden zu haben, dass Sommerreifen mindestens drei Millimeter Profiltiefe haben sollten und Winter- oder Ganzjahresreifen mindestens vier Millimeter. Bei Nässe, Schnee oder Schneematsch soll es sonst für Fahrer und Umgebung gefährlich werden.

Werden die Autoreifen selbst gewechselt, gilt es einige Dinge zu beachten. Manche Fehler passieren häufig – ein Fehler beim Reifenwechsel kann sogar tödlich enden.

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