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Das macht guten Glühwein aus: Qualität auf dem Weihanchtsmarkt erkennen

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Von: Anna-Maureen Bremer

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Weihnachtsmarkt
Ein paar Details machen einen guten Glühwein aus. (Symbolbild) © Christoph Schmidt/dpa/Symbolbild

Glühwein gehört für viele auf dem Weihnachtsmarkt einfach dazu. Aber woran erkenne ich ein gutes Produkt – oder zumindest, ob es gut zubereitet wurde? Das sind die entscheidenden Merkmale. 

Alle Jahre wieder? Ja, von wegen, dieses Jahr ist die Freude besonders groß darüber, dass wir in Zeit um Weihnachten wieder über Weihnachtsmärkte in Heilbronn und der Region gehen können. In ganz Deutschland gibt es Budenzauber, Plätzchengeruch und Glühwein. Aber da sind wir für viele ja schon beim Knackpunkt: Für die Tasse bezahlen Weihnachtsmarkt-Besucher gut und gerne zwischen drei und fünf Euro. Auch das bezahlen manche gerne, wenn sie dafür einen guten Glühwein bekommen. Aber wie unterscheidet sich das hochwertige Produkt von der Karton-Plörre?

Guter Glühwein schmeckt auch kalt – und darf nicht zu heiß serviert werden

Laut Ökotest sollte das frische Getränk einen fruchtig-süßen und würzigen Geschmack haben. Wichtig: Ein guter Glühwein schmeckt auch kalt. Auch wichtig: Zu heiß darf er nicht sein, denn über 78 Grad, geht der Alkohol verloren und auch die Fruchtnote leidet unter zu großer Hitze. Der Alkoholgehalt ist gesetzlich geregelt: zwischen sieben und 14,5 Prozent müssen enthalten sein.

„Die Hersteller von Glühwein müssen erstaunlich wenig aufs Etikett schreiben – lediglich den Alkoholgehalt und einen Hinweis auf enthaltene Sulfite“, schreibt der ndr. „Das Lebensmittelrecht schreibt vor, dass Glühwein nur aus Rotwein oder Weißwein hergestellt werden, gesüßt und gewürzt werden darf. Die Hersteller dürfen weder Alkohol noch Wasser hinzufügen“, heißt es weiter. Okay, jetzt wissen wir schon, was die Hersteller nicht dürfen. Aber was macht denn nun den guten Glühwein aus?

Ein gutes Produkt braucht gute Zutaten – Glühwein mit gutem Wein zubereiten

Eines ist naheliegend: Um einen guten Glühwein zu bekommen oder das Weihnachtsgetränk selbst zuzubereiten, braucht es erstmal einen anständigen Rot- oder Weißwein. Neben Dornfelder eignet sich auch Portugieser, weil beide nicht zu sehr gerbstoffbetont sind. Sie verfügen über milde Tannine und sind außerdem ziemlich fruchtig.

Hersteller, die mit billigerem Wein arbeiten, wissen sich aber auch zu helfen, denn: Gewürze und Zucker können störende Gerüche und Geschmacksnoten überdecken. Ist auf dem Flaschenticket etwa ein Begriff wie Winzer-Glühwein oder der Name eines Weinguts zu lesen, darf der Wein nur aus eigenen Weinen im eigenen Betrieb hergestellt werden. “Deutscher Glühwein“ heißt, dass der Wein ausschließlich aus heimischen Grundweinen zubereitet wurde. Was tun, wenn wir auf dem Weihnachtsmarkt die Glühwein-Verpackung gar nicht zu sehen bekommen?

Genau hinsehen! Ein Detail verrät, ob der Glühwein richtig erhitzt wurde

Dann können wir nur hoffen, dass wenigstens das günstigere Produkt richtig erhitzt wurde. „Lässt der Glühwein einen braunen Rand erkennen, spricht das leider dafür, dass der Zucker karamellisiert ist und der Glühwein zu lange im Topf war“, schreibt die Frankfurter Neue Presse, die sich ausführlich mit einer Sommelière über das Weihnachtsgetränk unterhalten hat.

Wer nach dem Glühweingenuss über Kopfschmerzen klagt, hat womöglich zu viel genossen oder tatsächlich ein Indiz für minderwertigere Qualität – wenn auch leider erst im Nachgang.

Aufgepasst! Wenn das Getränk als „Punsch“ ausgeschrieben wird, dann sind die Vorgaben viel weniger streng, denn der Punsch muss nicht den Kriterien der Lebensmittelprüfer standhalten. Von Wein über Tee und Saft reicht hier die Bandbreite.

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