Zwei Maßnahmen sind wichtig

Weihnachtsbaum-Transport: Darauf müssen Autofahrer laut Experte achten

  • Jason Blaschke
    VonJason Blaschke
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Der Weihnachtsbaum muss sicher transportiert werden. Ein Experte des ADAC Württemberg enthüllt, auf welche Regeln Autofahrer unbedingt achten sollten.

Ob es 2021 weiße Weihnachten in Deutschland geben wird, ist ungewiss. Zwar deuten erste Winter-Wetter-Prognosen auf Schnee und Eis ab Ende Dezember hin, unfehlbar sind solche Vorhersagen aber nicht. Sicher ist allerdings, dass sehr viele Familien wieder einen Weihnachtsbaum schmücken werden und sich so unabhängig vom Wetter etwas Weihnachtszauber in die Wohnung holen. Ab Mitte Dezember steht deshalb in vielen Haushalten der alljährliche Weihnachtsbaum-Transport an.

Besonders wichtig ist dabei die „korrekte Befestigung mit Spanngurten – einfache Expander reichen hier nicht aus“, sagt Christian Schäfer, Abteilungsleiter Mobilität und Technik vom ADAC Württemberg. Der Grund: Schon ein kleiner Weihnachtsbaum könne laut Schäfer zur großen Gefahr werden kann, wenn er nicht ausreichend gesichert ist. Wie riskant ein falscher Weihnachtsbaum-Transport ist, führen die ADAC Crashversuche nur allzu deutlich vor Augen.

Weihnachtsbaum-Transport im Auto: Experte vom ADAC mit wichtigen Tipps

Bei einem Unfall mit 50 Kilometer pro Stunde kann sich ein 30 Kilogramm schwerer Weihnachtsbaum in ein 750-Kilo-Geschoss verwandeln, wenn er nicht richtig befestigt wird. Im Interesse aller Verkehrsteilnehmer sollte man deshalb keine Kompromisse eingehen, was den richtigen Transport eines Weihnachtsbaums angeht. Der ADAC Württemberg empfiehlt den Autofahrern, die ihren Baum im Innenraum ihres Fahrzeugs transportieren, die hintere Sitzbank umzuklappen.

Der Weihnachtsbaum-Transport auf dem Dachgepäckträger ist kein Problem – drei wichtige Regeln sollte man aber beachten.

Der Weihnachtsbaum sollte laut Schäfer mit dem Stamm voraus gegen die Rückenlehne des Beifahrersitzes geschoben werden. „Damit auch beim Bremsen nichts verrutscht, muss der Baum mit Spanngurten fixiert sein“, sagt Schäfer und ergänzt: „Dazu den Gurt einmal um den Stamm und einmal um die Spitze schlingen.“ Für die Befestigung seien die Ösen im Laderaum ideal geeignet. Zudem ist es ratsam, den Innenraum mit einer Decke oder einer Plane vor Tannennadeln und Baumharz zu schützen.

Weihnachtsbaum-Transport im Auto: Diese zwei Dinge sollte man beachten

Doch was, wenn der Weihnachtsbaum doch etwas größer ausfällt und nicht mehr in den Kofferraum passt? Kein Problem, auch der Transport auf dem Dachgepäckträger ist laut ADAC Württemberg rechtlich zulässig. Autofahrer sollten allerdings zwei Dinge dabei beachten. Zum einen muss der Weihnachtsbaum – wie im Innenraum auch – korrekt mit Spanngurten fixiert werden. Auch die Ausrichtung ist wichtig: „Der Stamm muss nach vorne, die Baumspitze nach hinten zeigen“, erklärt Schäfer weiter.

Auf diese Weise bleibt der Weihnachtsbaum geschützt, da der Fahrtwind die Äste nicht beschädigen kann. Der Wind verfängt sich nicht in den Ästen, sondern zieht außen am Baum vorbei. ADAC-Experte Schäfer rät zudem, unter den Baum eine Decke zu legen. „Sonst besteht die Gefahr, dass beim Befestigen des Weihnachtsbaums der Lack zerkratzt wird.“ Zum anderen ist es wichtig, den Baum mit einer roten Fahne zu kennzeichnen, wenn dieser mehr als einen Meter über das Heck des Autos hinausragt.

Weihnachtsbaum-Transport im Auto: Saftige Geldstrafen bei Regel-Missachtung

Bei Dunkelheit ist statt der Fahne eine rote Lampe vorgeschrieben. Wird weder Fähnchen noch Lampe am Auto angebracht, wird ein Verwarngeld in Höhe von 25 Euro fällig. Noch teurer wird es, wenn der Weihnachtsbaum nicht richtig befestigt ist. Laut ADAC droht im Falle eines inkorrekten Weihnachtsbaum-Transports ein Bußgeld von bis zu 35 Euro – werden andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, können sogar 60 Euro sowie ein Punkt in Flensburg fällig werden.

Auch ganz wichtig: Das Kennzeichen und die Rückleuchten dürfen vom Baum nicht verdeckt werden. Beherzigen Autofahrer diese Hinweise, steht dem Weihnachtsbaum-Transport nichts mehr im Weg. Wer sich übrigens einen Weihnachtsbaum in sein Zuhause holt, sollte nach Weihnachten immer einen Blick in die Gemeinde- oder Stadtmitteilungen werfen. Denn oft bieten Vereine nach dem Weihnachtsfest Sammelaktionen an und der Baum muss nicht weggebracht werden.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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