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Energiesparen zu Hause: Diese Dinge gehen auch mit kaltem Wasser

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Von: Michaela Ebert

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Wasserversorgung in Bayerns Kommunen
Spülen, Waschen oder Putzen - was geht mit kaltem Wasser und was sollten Verbraucher besser lassen? © Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Die Sorge um die gestiegenen Energiekosten nimmt weiterhin zu. Viele Verbraucher versuchen bereits im eigenen Haushalt durch kurzes Duschen und niedrige Raumtemperaturen Geld zu sparen. Doch wie sieht es eigentlich mit kaltem Wasser aus?

Bis zu 14 Prozent der Energie werden laut Oekotest.de dafür benötigt, um Warmwasser zum Duschen, Baden und Spülen bereitzustellen. In einigen Haushalten wird wegen der aktuellen Sorge um die gestiegenen Energiekosten daher bereits an vielen Ecken und Enden gespart – teilweise sogar bis zu 1.000 Euro pro Jahr.

Aktuell heißt es daher für viele: Die Heizung runterdrehen, sich beim Duschen etwas mehr beeilen und die Hände mit kalten Wasser waschen. Doch geht da noch mehr? Sicherlich kann beim Kochen schon eine Menge Energie gespart werden, doch wie sieht es zum Beispiel aus, wenn man beim Waschen, Spülen und Putzen auf kaltes, statt auf warmes Wasser setzt?

Geschirr spülen: Wird es mit kaltem Wasser überhaupt sauber?

Wird zum Beispiel das Geschirr mit kaltem Wasser überhaupt sauber? Schließlich steigt mit den Temperaturen auch die Fettlösekraft beim Abspülen. Dominik Bartoschek, Redakteur aus dem Ressort Umwelt gibt gegenüber dem SWR1 Entwarnung: „Normal verschmutzte Teller und Tassen, zum Beispiel vom Frühstück, werden auch mit kaltem Wasser sauber.“ Es kommen jedoch auf den Grad der Verschmutzung an.

Geschirr vom Frühstück beispielsweise könne man problemlos auch mit kaltem Wasser sauber bekommen. Einige Spülmittelhersteller würden es sogar ausdrücklich empfehlen, die Temperaturen beim Abspülen herunter zu regeln. Oekotest.de empfiehlt daher auch, den Einhebelmischer einfach auf „kalt“ zu stellen und diesen auch dort zu lassen. Etwas anders sieht es jedoch aus, wenn das Geschirr, wie etwa Pfannen und Töpfe, stärker verschmutzt sind – und dieser Schmutz besonders fettig ist.

Dann hilft schon etwas wärmeres Wasser besser. Außerdem sollte beachtet werden: bei Besteck, Tellern und Schneidebrettern, die mit rohen, tierischen Produkten, wie Fisch oder Fleisch in Berührung gekommen sind, sollte die Temperatur beim Abspülen – egal ob mit Hand oder Maschine – so hoch wie nur möglich gewählt werden. Immerhin könnten sich sonst besonders fiese Keime und Bakterien auf den Oberflächen vermehren.

Waschmaschine und Geschirrspülmaschine laufen auch mit kaltem Wasser

Und wie sieht es aus beim Wäschewaschen? Auch hier wird die meiste Energie dafür verbraucht, das Wasser in der Waschmaschine ordentlich aufzuheizen. Wer mit 30 anstelle von 60 Grad wäscht, kann dann schon mal bis zu 60 Prozent der Energie einsparen, so Bartoschek. Zudem könnten moderne Waschmittel bereits bei niedrigeren Temperaturen von 20 bis 30 Grad gut wirken.

Gleiches gilt übrigens auch für die Geschirrspülmaschine. Genau wie bei der Waschmaschine kann trotz Warmwasser Energie gespart werden, etwa wenn ein energiesparenderes Programm gewählt wird. Das verwendet dann zwar geringere Temperaturen, durch die längere Laufzeit und die damit verbundene, längere Einwirkungszeit wird das Geschirr jedoch genauso sauber.

Putzen auch mit kaltem Wasser? Auf Hygiene sollte geachtet werden

Doch auf eine Einschränkung sollte auch hier hingewiesen werden: Die niedrigen Temperaturen sollten nicht auf Kosten der Hygiene gehen. Um die eigene Waschmaschine nicht zur „Keimschleuder“ werden zu lassen, sollte sie mindestens einmal im Monat bei 60 Grad mit einem Vollwaschmittel laufen. Das könnte nicht nur unangenehmes Müffeln, sondern auch die Brutstätte der Keime beseitigen, so Bartoschek. Diese Regeln würden zudem auch nur dann gelten, wenn keine kranken oder geschwächten Personen im Haushalt leben.

Auch geputzt werden kann und sollte sogar mit kaltem Wasser. Bei den meisten Reinigern sei dies laut Bartoschek sogar empfehlenswert, da das Ergebnis mit kaltem Wasser oftmals besser ausfallen würde. Selbst beim Fensterputz könne kaltes Wasser helfen. Die Ausnahme sei lediglich, wenn auf dem Putzmittel ausdrücklich die Verwendung von warmen Wasser empfohlen wird.

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