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Hohe Waldbrandgefahr in Heilbronn wegen Dürre – was jetzt wichtig ist

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Von: Mia Köhler

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Feuerwehr
Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr fährt zu einem Einsatz. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Natur leidet unter dem Klimawandel. Dürreschäden zeigen sich nun auch in den Wäldern – in Heilbronn ist die Waldbrandgefahr aktuell hoch.

Der Stadtwald Brackenheim im Landkreis Heilbronn ist gezeichnet von abgestorbenen Bäumen, Baumkronen, denen jegliche Blätter fehlen und – fast schon herbstlich – liegt überall Laub auf dem Boden. All das lässt sich anstatt auf die Jahreszeiten auf die in diesem Sommer extreme Dürre zurückführen, die der Natur alle Kraft raubt. Besonders die Buche leidet unter der Hitze und dem fehlenden Niederschlag. Doch wie werden sich die Wälder in Zukunft verändern und was kann überhaupt noch gegen die schlimmen Folgen unternommen werden? Ist es vielleicht sogar schon zu spät?

Bereits im Jahr 2018 hat der Sommer mit langanhaltender Hitze und extrem wenig Niederschlag viele Schäden in den deutschen Wäldern hinterlassen.. Bis heute haben sich die Bestände nicht erholt und jetzt muss wieder eine solche Hitze gestemmt werden. Um die Wasserspeicher wieder zu füllen, müsste es für mehrere Jahre weitaus mehr regnen. Die Kronen der Buchen sind bereits im August braun und grünes Laub liegt auf dem Boden, ein klares Zeichen dafür, dass Wasser im Boden fehlt.

Laubwälder in Heilbronn brennen weniger schnell – Waldbrandgefahr trotzdem hoch

Zum Glück für die Wälder im Landkreis Heilbronn brennen Laubmischwälder schlechter. Eher große Kiefer- und Fichtenforste sind anfällig für Waldbrände, wie der SWR berichtet. Zu unterschätzen ist die Waldbrandgefahr jedoch trotzdem nicht, denn sollte die Hitze noch länger anhalten, wird die Gefahr in allen Wäldern größer. Daher sollte das Grillverbot in Heilbronn unbedingt beachtet werden. Prognosen besagen, dass in den nächsten Tagen in ganz Deutschland eine gesteigerte Waldbrandgefahr bestehen wird.

Um eine Zukunftsperspektive für Waldbestände zu schaffen, sollten klimastabile Baumarten wie der Spitzahorn oder die Waldkirsche gepflanzt werden. Ebenso ist Baumartenvielfalt gefragt, die stabilen und bereits wachsenden Arten müssen gepflegt werden, denn Bäume neu zu pflanzen ist teuer und aufwendig.

Auch in Baden-Württemberg sind die Folgen des Klimawandels zu spüren

Sollte es letztendlich doch zu einem Brand kommen, sollten gewisse Schritte beachtet werden. Dazu gehört: Wer ein Feuer entdeckt, sollte umgehen die Feuerwehr rufen – auch, wenn das Feuer bereits gelöscht ist. Denn Unterholzfeuer können nur Fachleute identifizieren.

Der Wald wird nicht verschwinden. Da das Klima in der nächsten Zeit aber nicht kühler oder konstant werden wird, muss damit gerechnet werden, dass der Wald sich verändert. Er wird lichter und die Bäume werden voraussichtlich weniger hoch wachsen. 

Der Klimawandel kann nur bedingt aufgehalten werden, aber jeder kann durch kleine Veränderungen im Alltag zum Erhalt der Natur beitragen. Wie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) empfiehlt, hilft es beispielsweise schon, Mehrwegprodukte zu verwenden, um Plastik zu vermeiden oder Strecken mit dem Fahrrad zu fahren, etwas kälter Wäsche zu waschen oder den Kühlschrank nicht lange offen stehenzulassen. echo24.de gibt Tipps, wie Verbraucher Strom und Gas sparen können und auch den Wasserverbrauch senken.

 

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