Geldstrafen gehen bis zu 3.000 Euro

Vignette richtig anbringen: Autofahrer sollten diese teuren Fehler nicht machen

Autoreisen: Kurzzeit-Vignetten statt Jahresvignetten kaufen
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Autofahrer sollten diese teuren Fehler mit der Vignette nicht machen.
  • Dominik Jahn
    VonDominik Jahn
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Autofahrer können beim Anbringen der Vignette teure Fehler begehen. Experten erklären, warum eine Strafe unbedingt bezahlt werden sollte.

Ferien sind Reisezeit. Viele Menschen sind mit dem Auto auf den Weg in den Urlaub. Wer mit dem Pkw unterwegs ist, muss dann eben nicht nur die zahlreichen neuen Verkehrsregeln in Deutschland kennen - Regelungen im Ausland sollten auch bekannt sein. In vielen Länder braucht man eine Vignette für Autobahnen und Schnellstraßen. Und die sollten Autofahrer richtig anbringen - sonst drohen Geldstrafen.

Die Regelungen sind bei den Vignetten teilweise besonders streng. Österreich war hier lange Zeit extrem genau und ziemlich verständnislos bei Verstößen. Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) rät, sich „möglichst genau an die Empfehlungen auf der Trägerfolie“ der Aufkleber zu halten.

Vignette für Österreich: Kleine Erleichterung für Autofahrer

Gerade zahlreiche Top-Skigebiete in Österreich locken in den Oster- und Weihnachtsferien immer wieder zahlreiche Pisten-Fans über die Grenze - und die kommen eben mit dem Auto. Wie der ADAC meldet hat die Alpennation immerhin etwas reagiert und die strengen Auflagen in Teilen gelockert.

Autobahnvignette 

Laut Definition ist eine Vignette ein länderspezifischer Aufkleber zum Nachweis der Bezahlung einer fälligen Maut zur Benutzung des jeweiligen Autobahnnetzes. Diese Aufkleber sind für eine vorher festgelegte Zeitspanne gültig. Die Vignette muss an der von den Ländern vorgegebenen Stelle auf der der Windschutzscheibe sichtbar angebracht werden.

Laut der Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG), die als Betreiber fungiert, darf die Vignette inzwischen laut dem Bericht „ruhig oben, unten links, rechts oder mittig kleben“. Wichtige Einschränkungen gibt‘s für Autofahrer aber dennoch.

Vignetten-Fehler: So teuer wird‘s für Autofahrer

Grundsätzlich gehört die Vignette auf die Windschutzscheibe. Gerade für Österreich-Urlauber sei es wichtig, „dass das Pickerl unbeschädigt und gut sichtbar festgeklebt werde“. Entscheidend sei zudem darauf zu achten, dass die Vignette nicht hinter dem Tönungsstreifen auf der Windschutzscheibe geklebt wird.

Autofahrer, die gegen die Mautpflicht verstoßen, müssen mit hohen Geldstrafen rechnen. Der ADAC schreibt dazu: „Wer ohne gültige Vignette erwischt wird, muss eine sogenannte Ersatzmaut bezahlen. Diese beträgt bei Pkw bis 3,5 Tonnen 120 Euro. Wird dagegen eine bereits geklebte Vignette abgelöst und zum Beispiel an einem anderen Fahrzeug wieder verwendet, kann es noch teurer werden: Dann sind sogar 240 Euro Ersatzmaut fällig.“

Richtig teuer wird es, wenn Autofahrer die Ersatzmaut nicht zahlen wollen. Dann wird von der ASFINAG eine Anzeige erstattet und ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Die Strafen liegen dann zwischen 300 und satten 3.000 Euro. Der Bescheid geht dabei direkt an die Adresse des Betroffenen. Sie kann auch zwangsweise eingetrieben werden.

Vignette richtig anbringen: Hinweise

Beim Anbringen der Vignette ist es wichtig, dass die Innenseite der Windschutzscheibe sauber, trocken und die entsprechende Stelle fettfrei ist. Sonst löst sich der Aufkleber nach kurzem wieder ab.

Die beiden besten Positionen, die Autofahrer wählen sollten, sind links oben auf der Fahrerseite oder an der Scheibe hinter dem Rückspiegel. Ausnahmen gibt‘s aber auch hier. In Tschechien und Bulgarien muss die Vignette laut autofahrerseite.eu rechts unten auf der Beifahrerseite anbringen.

  • Die Vignette richtig kleben:
  • Windschutzscheibe auf der Innenseite sauber, trocken und fettfrei.  Empfohlen wird links oben (Fahrerseite) oder an der Scheibe hinter dem Rückspiegel. Ausnahmen sind Tschechien und Bulgarien (unten rechts, Beifahrerseite).
  • Die Scheibe bei Kälte und Frost zunächst durch die Autoheizung anwärmen.
  • Wichtig: Die Trägerfolie aufbewahren. Ein Teil gilt als Kaufbeleg. Sollte es zum Bruch der Scheibe kommen, bekommt man so in Österreich zum Beispiel eine kostenlose Ersatzvignette.
  • Beim Kauf auf die Lochung achten. Bei Fehlern haftet der Autofahrer und nicht der Verkäufer.

Auch Motorräder brauchen eine Vignette. Laut ADAC muss sie hier „gut sichtbar auf ein nicht oder nur schwer zu entfernendes Bestandteil des Motorrads, etwa den Tank oder den Gabelholm, geklebt werden“.

Die häufigsten Fehler der Autofahrer: Vignette einfach hinlegen wird teuer

Wer auf seiner Route keine Verkaufsstelle findet, der sollte auf diese Ausrede verzichten. Wie das Portal autofahrer.eu deutlich macht, gilt dieses Argument nicht. Wer sich ohne Vignette fortbewegt muss mit einer teuren Ersatzmaut rechnen. Daher sollten Reisende sich immer im Vorfeld erkundigen an welchen Stellen es die Aufkleber gibt.

  • Die häufigsten Fehler beim Aufkleben der Vignette:
  • Vignette gekauft, aber nicht festgeklebt. Wer sie einfach nur auf das Armaturenbrett legt muss mit einer Geldstrafe rechnen. Ein Einspruch ist definitiv zwecklos.
  • Ein weiterer großer Fehler: die Vignette wird nur halb oder falsch aufgeklebt. Wer sie anklebt und später die Position nochmal verändern will verhält sich total falsch. Das Portal schreibt dazu: „Durch das Abziehen wird diese beschädigt, was dazu führen kann, dass man einer Kontrolle des Missbrauchs beschuldigt wird.“
  • Den Stichtag versäumen: Wer mit einer ungültigen Vignette unterwegs ist, bekommt ebenfalls eine Geldstrafe.

Wer seine Vignette nach dem Urlaub und mit Ablaufen der Gültigkeit wieder loshaben möchte, der braucht Fingerspitzengefühl. Für Autofahrer gibt es eine Reihe von Tipps zum richtigen Entfernen der Vignette, wie echo24.de bereits berichtet hat. Dabei zeigt sich ein ganz spezielles Hilfsmittel besonders wirkungsvoll.

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