1. echo24
  2. Leben
  3. Verbraucher

Heißer Tipp gegen das Frieren: So lässt sich das Kälteempfinden trainieren

Erstellt:

Von: Kathrin Kuna

Kommentare

Angesichts der Gaskrise und den steigenden Heizkosten graust es vielen Menschen davor, in diesem Winter frieren zu müssen. Doch das Kälteempfinden lässt sich trainieren.

Der russische Angriffskrieg hat in Deutschland eine tiefe Energiekrise ausgelöst. Um einen Gasmangel zu vermeiden, gilt es, Energie zu sparen und den Verbrauch möglichst zu reduzieren. Das richtige Heizen hilft zudem, Kosten zu sparen, was angesichts der hohen Energiepreise für viele Verbraucher bitter notwendig ist.

Um den niedrigen Temperaturen den Kampf anzusagen und weniger zu frieren, hilft aber auch ein kurioser Tipp: Mehr frieren. Denn wer möglichst wenig heizen möchte, der kann sein Kälteempfinden trainieren. Dabei gilt grundsätzlich, dass Frieren individuell ist. Eine genaue Temperatur, ab wann es zu kalt ist, lässt sich also nicht festlegen. Da Frauen eine geringere Muskelmasse haben, frieren sie generell häufiger als Männer. Weitere Faktoren sind außerdem das Alter, die Statur oder der Stoffwechsel.

Weniger frieren: Mehr Bewegung im Alltag kurbelt den Kreislauf an

Wenn die kalte Jahreszeit beginnt, die Tage dunkler werden und es draußen langsam frostiger wird, macht man es sich gerne mit einer Tasse Tee unter der dicken Decke gemütlich. Statt spazieren zu gehen, heißt es dann: Netflix und Couch. Doch genau das Gegenteil sollte man tun, wenn man sein Kälteempfinden trainieren will. Denn mehr Bewegung bedeutet auch weniger zu frieren.

Auch bei niedrigen Temperaturen hilft es also, regelmäßig an die frische Luft zu gehen, spazieren zu gehen, zu wandern oder zu joggen. Aber auch kleine Umstellungen, wie lieber einmal die Treppen zu steigen, statt den Aufzug zu nehmen, können helfen. Das erklärte auch Thomas Knorff, Professor am Institut für Physiologie und Pathophysiologie an der Universität Heidelberg, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). So meinte er: „Es kann schon helfen, mit dem Auto nicht ganz zum Büro zu fahren, sondern den letzten Kilometer zu laufen oder gleich das Fahrrad zu nehmen.“

Knorff sagte zur dpa weiterhin, dass die regelmäßige und idealerweise tägliche Exposition dabei helfe, die Kältetoleranz zu trainieren. „Das sehen wir beispielsweise bei Menschen, die im Freien arbeiten. Sie bewegen sich in der Regel mehr, haben deswegen vermutlich auch mehr Muskeln und einen höheren Grundumsatz.“

Tipps gegen das Frieren: Häufiger mal kalt duschen

Um den Körper an die Kälte zu gewöhnen und weniger zu frieren, hilft es auch, häufiger kälter zu duschen. Das härtet ab und kurbelt den Kreislauf an. Wechselduschen können auch bei Wetterfühligkeit helfen, ein häufiges Symptom bei Wetterumschwüngen. Das abwechselnde Weiten und Verengen der Blutgefäße hat einen positiven Effekt auf den Stoffwechsel und das Immunsystem. So kann die Kältetoleranz trainiert werden.

Weniger frieren durch den Gang in die Sauna

Besonders verlockend bei niedrigen Temperaturen ist es natürlich, es sich so warm wie möglich zu machen. Beispielsweise mit einem Gang in die Sauna. Auch das kann gegen das Frieren helfen, vor allem, wenn man Saunagänge wählt, bei denen man immer wieder auch mal nach draußen geht. Angesichtsder Energiekrise könnte es aber zunehmend schwieriger werden, eine geöffnete Sauna zu finden.

Auch interessant

Kommentare