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Stiftung Warentest prüft Paketdienste – das ist das überraschende Ergebnis

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Von: Marten Kopf

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Die Deutschen bestellen so viel im Internet wie nie zuvor. Stiftung Warentest nahm jetzt die fünf wichtigsten Paketdienste genauer unter die Lupe:

Es gab ja so ein paar Branchen, die vor allem in Corona-Zeiten zu ungeahnter Blüte kamen. Der Einzelhandel jedenfalls gehörte nicht dazu. Geschlossene Geschäfte, leere Einkaufsstraßen – der Lockdown führte dazu, dass die Deutschen fleißig übers Internet shoppten. Mehr noch, als sie das zuvor schon taten. 4,51 Milliarden Sendungen transportierten Liefer-, Kurier- und Expressdienste im Jahr 2021 in Deutschland – nicht immer zur Zufriedenheit der Kunden. Im aktuellen Heft (Ausgabe 11/2022) nimmt Stiftung Warentest die fünf wichtigsten Dienste deshalb genauer unter Lupe.

Paketdienste bei Stiftung Warentest: 10 Testpakete pro Dienst

Das Verbrauchermagazin testet oft, wenn natürlich auch nicht ausschließlich, saisonabhängig. Zum Herbstbeginn im vergangenen Monat waren es beispielsweise Wanderschuhe, die von Stiftung Warentest auf Herz und Nieren geprüft wurden. Gerade in der kälteren Jahres- und vielleicht auch schon mit Blick auf die gar nicht mehr allzu ferne Weihnachtzeit passen da natürlich auch Paketzusteller gut ins Bild. Im Falle der Paketdienste musste Stiftung Warentest nun besondere Maßstäbe anlegen.

Im Test standen mit DHL, DPD, Hermes, GLS und UPS die fünf wichtigsten Anbieter. Außerdem zusätzlich der Zustelldienst Amazon Logistics, der allerdings von Kunden nicht direkt beauftragt werden kann. Zwischen Mai und September schickten die Tester pro Dienst 10 Pakete, die sich in Größe, Gewicht und Inhalt unterschieden – unter anderem auch mit zerbrechlichem Inhalt. Fünf regional verteilte Haushalte schickten und empfingen die Sendungen. Gewählt wurden unterschiedliche Annahmestellen, Abgabezeiten, Versandoptionen und Zustellanweisungen.

NameStiftung Warentest
ArtVerbrauchermagazin
SitzBerlin
Gründung04. Dezember 1964

Stiftung Warentest bewertet Paketzusteller: Nur ein Dienst mit Note „gut“

Das Ergebnis fiel weniger drastisch aus als erwartet, so schreiben es die Tester. Die meisten Pakete seien trotz fragilen Inhalts pünktlich und unversehrt abgekommen. Marktführer DHL gewinnt mit gutem Gesamtergebnis, DPD und Hermes liegen im Mittelfeld, Schlusslichter sind GLS und UPS.

Das Gesamtergebnis des Paketdienst-Tests gibt es direkt bei Stiftung Warentest. In der aktuellen Ausgabe des „test“-Magazins hat Stiftung Warentest unter anderem auch Chips verglichen – beliebte Marken fielen gnadenlos durch.

Bewertungskriterien für Paketdienste: Empfang, Reklamationen, Datenschutz

70 Prozent der Gesamtnote machten im Test das Senden und Empfangen der Pakete aus. Wie konnte frankiert und bezahlt werden? Gab es einen Zustellbeleg? Für Zustellinfos, das Einhalten von Zustellzeiten und den Empfang dokumentierten die Testpersonen unter anderem, welche Informationen der Empfängerhaushalt über den Versand und den Sendungsverlauf der Pakete erhielt. Außerdem sollten Zustellort und -datum stimmen.

Mit 20 Prozent wurden allgemeine Informationen etwa zu Kosten, Reklamationen und Sendungsverlauf gewichtet. Mit 10 Prozent floss der Schutz persönlicher Daten ins Testurteil ein. Ebenfalls geprüft wurde, ob die Datenschutzerklärungen den gesetzlichen Anforderungen entsprachen. (mko)

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