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Vodafone-Service vor dem Aus: Kunden können auf zwei Anbieter ausweichen

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Von: Karolin Stevelmans

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Das Mobilfunkunternehmen Vodafone stellt einen Dienst für das Handy nun ein für allemal ein. Zwei Anbieter bleiben zunächst erhalten.

Will man heutzutage ein Foto oder Video versenden, können Apps wie Whatsapp, Telegram, Snapchat oder Facebook Messenger genutzt werden. Noch vor ein 20 Jahren war das allerdings noch nicht möglich. Zu dieser Zeit mussten Handy-Besitzer auf den sogenannten Multimedia Messaging Service (MMS) zurückgreifen.

Vodafone stellt langjährigen Service ein: Am 17. Januar zieht Mobilfunkanbieter den Schlussstrich

Als Weiterentwicklung des Kurznachrichtendienstes SMS bot die MMS die Möglichkeit, mit einem Handy Fotos und Bilder an andere mobile Endgeräte oder an normale E-Mail-Adressen zu senden.

Doch wie der Mobilfunkanbieter bereits im vergangenen Jahr mitteilte, wird dieser Dienst am 17. Januar 2023 offiziell abgeschaltet. Grund dafür ist die veraltete Technik sowie die geringe Nutzung der Kunden. Für die SMS ist dagegen noch nicht Schluss. Der Dienst soll auch weiterhin funktionieren.

Vodafone beendet Versand von MMS: Nur noch zwei Anbieter stellen Dienst noch bereit

Vodafone-Kunden müssen im Januar Abschied von der MMS nehmen. Allerdings bleibt der Dienst bei zwei Mobilfunkanbietern weiterhin bestehen. O2 und die Telekom halten zumindest für eine gewisse Zeit noch an der MMS fest, weiß das Technikfach-Magazin inside digital.

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Vodafone bietet künftig einen langjährigen Service nicht mehr an. © AntonioGuillem/Panthermedia/C. Hardt/Future Image/Imago; Collage: RUHR24

Telekom wollte den Service ursprünglich ebenfalls im Januar einstellen, verlängerte ihn jedoch bis zum Jahresende. Der Anbieter O2 hat bislang noch keine Ablaufdaten bekannt gegeben.

Vodafone verabschiedet sich von MMS: Entwicklung von Multimedia-Nachrichten seit 2002

Für Menschen, die 2002 bereits ein Handy besaßen, war die MMS wohl eine regelrechte Innovation. Endlich konnten im Vodafone-Netz neben kurzen Textnachrichten auch multimediale Inhalte wie Bilder versendet werden. Mit der Premiere des neues Dienstes kamen zudem gleich mehrere Erneuerungen hinzu.

Die Beschränkung von 160 Zeichen in einer SMS wurde aufgehoben und später konnten auch Töne, Musik und Videoclips versendet werden. Einen Haken gab es jedoch: Die Maximalgröße der Anhänge durfte nicht größer als 300 Kilobyte, also 0,3 Megabyte sein. Für viele kaum vorstellbar, denn heutige Smartphones können weitaus größere Fotos versenden.

Im Jahr Dezember 2012 erreichte die multimediale Nachricht ihren Höhepunkt mit etwa 13 Millionen versendeten MMS. Danach haben sich die gängigen Alternativen wie „iMessage“ auf iPhones oder die Kommunikationsservices auf Android-Handys durchgesetzt.

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