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Auto bleibt mit leerem Tank liegen: Teure Konsequenzen drohen für Autofahrer

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Von: Christina Eppel

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Tanken
Ein Reservekanister sollte lediglich die Weiterfahrt bis zur nächsten Tankstelle sicherstellen. Lieber oft genug tanken. © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Um in Deutschland sicher durch den Straßenverkehr zu kommen, reicht der bloße Führerschein oft nicht aus - etliche Regeln müssen beachtet werden. Nicht alle sind auch allgemein bekannt.

Wie stelle ich eine Parkscheibe richtig? Wie muss eine TÜV-Plakette gelesen werden? Welche neuen Verkehrsschilder gibt es? All diese Fragen und viele mehr sollten Autofahrer in Deutschland souverän beantworten können. Eigentlich - denn nicht alle Verkehrsregeln sind auch in den Köpfen der Autofahrer präsent. Oft wird beispielsweise der Grünpfeil an Ampeln falsch gedeutet.

Ebenso ist vielen deutschen Verkehrsteilnehmern nicht klar, ob Ampeln bei „Gelb“ tatsächlich noch überfahren werden dürfen. Ein fataler Fehler, denn all diese Regeln der Straßenverkehrsordnung können im Zweifelsfall hohe Bußgelder nach sich ziehen. So auch in einem weiteren Fall.

Autofahrer aufgepasst: Tank leer - wie teuer wird es, wenn das Auto liegen bleibt?

Die Rede ist vom Fahren mit leerem Tank. Immer wieder reizen Autofahrer ihre Tank-Anzeige bis ans Limit aus. Ein fataler Fehler beim Tanken kann bereits teure Folgen nach sich ziehen. Doch wenn tatsächlich überhaupt keine Reserve mehr im Tank ist, bleiben Fahrzeuge immer wieder am Fahrbahnrand von Autobahnen oder Bundesstraßen liegen. Was passiert in so einem Fall?

Wer es mit seiner Tankfüllung in Deutschland nicht mehr bis zur nächsten Tankstelle schafft - aus welchen Gründen auch immer - muss tatsächlich Einiges beachten. Denn nach § 23 der Straßenverkehrsordnung (StVO) sollte ein Autofahrer immer vor Fahrtantritt dafür sorgen, dass sich der Wagen „in einem verkehrstüchtigen Zustand befindet“. Dazu gehört es nun mal auch, den Tankinhalt zu überprüfen.

Tank des Autos leer: Wann wird das Liegenbleiben auf der Strecke teuer?

Denn die Nadel an der Tankanzeige ist eigentlich selten zu 100 Prozent genau. Das heißt, sobald sie in den Reservebereich rutscht, sollte definitiv die nächste Tankstelle angesteuert werden. Habe ich als Fahrer jedoch trotzdem nicht mitbekommen, dass die Tanknadel schon beinahe am Anschlag ist, sollte ich spätestens dann auf den Seitenstreifen steuern, wenn das Fahrzeug zu ruckeln anfängt. Dann könnte der Motor jederzeit seinen Dienst einstellen.

Ist es tatsächlich so weit gekommen, dann gilt es, genauso vorzugehen, wie bei einem Unfall: Fahrzeug abstellen, Warnblinkanlage einschalten und Warndreieck im korrekten Abstand zu der Stelle abstellen, an der das Auto liegengeblieben ist. Im nächsten Schritt wäre im Idealfall ein Automobilclub wie beispielsweise der ADAC anzurufen. Die Experten können den Wagen dann abschleppen oder gar einen Reservekanister bringen, um das Fahrzeug wieder auf die Straße zu bekommen.

Wann wird es nun aber teuer? Das geschieht generell nur dann, wenn ich es mit meinem Auto nicht mehr auf einen regulären Parkplatz schaffe, bevor mir der Sprit ausgeht. Wer es schafft, mit seinem liegengebliebenen Fahrzeug keine Gefährdung für den Straßenverkehr darzustellen, muss nicht mit einem Bußgeld rechnen. Gibt das Auto dann doch direkt auf der Straße den Geist auf, kommt es weiterhin darauf an, um welche Art von Straße es sich befindet - und wie lange der Stopp dauert.

Auto bleibt auf der Strecke liegen - wie hoch kann das Bußgeld ausfallen?

Wer beispielsweise auf einer Autobahn oder einer Kraftfahrstraße stehen bleibt, kann mit einem Bußgeld von 35 Euro abgestraft werden. Steht das Auto länger als drei Minuten, wird sogar ein Bußgeld von bis zu 70 Euro fällig - ab einem Zeitraum von besagten drei Minuten gilt das Auto nämlich als geparkt, was teurer ist, als nur zu „halten“.

Denn Benzinmangel gilt nicht als Panne, sondern wird als „vermeidbar“ gewertet. Deshalb zieht das Liegenbleiben in dem Fall auch eine Strafe nach sich. Noch heikler wird es natürlich dann, wenn durch den leeren Tank ein Unfall passiert. Dann kann der Fahrer des betroffenen Autos wegen grober Fahrlässigkeit belangt werden.

Auto liegengeblieben: So kann der unangenehmen Situation vorgebeugt werden

Deshalb ist es umso wichtiger, solche Situationen generell zu vermeiden und den Tank nie ganz leer zu fahren. Für den Notfall lohnt es sich allerdings allemal, einen Reservekanister dabei zu haben. So bin ich als Autofahrer immerhin nicht ganz so abhängig davon, die nächste Tankstelle vor dem vollständigen Stillstand zu erreichen. Außerdem ist es bei längeren Fahrten immer sinnvoll, bereits beim Berechnen der Route nach Tankstellen entlang der Strecke zu suchen.

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