Tipps vom ADAC

Sturm und Starkregen: Darauf müssen Autofahrer beim Fahren achten

  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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Wenn schlechtes Wetter angesagt ist, oder es bereits stürmt, ist beim Autofahren Vorsicht geboten. Mit ein paar einfachen Tipps kommen Autofahrer sicher trotz Sturm und Starkregen an.

Momentan lässt das Wetter in Deutschland und vor allem in Baden-Württemberg zu wünschen übrig, wie echo24.de im aktuellen Wetter-Ticker für den Südwesten berichtet. Denn: Nachdem es zum Monatswechsel einen Temperatursturz gegeben hat, fegt nun ein Sturmtief namens „Nasim“ über Deutschland. Dazu kommt auch noch Dauerregen und Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h.

Bei so einem Wetter würde man am liebsten in einer Decke eingekuschelt zu Hause bleiben. Was ist aber, wenn es gerade stürmt und eine Autoreise bevor steht? Laut ADAC sollten Autofahrer einige Sicherheitstipps beachten, damit sie sicher durch den Sturm kommen.

Sturm und Starkregen: Mit diesen Sicherheitstipps kommen Autofahrer durchs Unwetter

Sturm, Starkregen und heftige Böen machen das Autofahren gefährlich. Unwetter können sogar ganze Straßen überfluten. Ist ein Sturm angekündigt, sollten Autofahrer sich vor Fahrtantritt darauf einstellen und zum Beispiel bei der Routenwahl baumreiche Strecken meiden. Denn bereits ab Windstärke 5 (29 bis 38 km/h Windgeschwindigkeit) ist Vorsicht angesagt. Bei schwerem Sturm (ab Windstärke 10) oder gar Orkanwarnung sollten man überhaupt nicht mehr Auto fahren.

Werden Autofahrer während der Fahrt von einem Sturm und Starkregen überrascht, dann gilt eine wichtige Regel: Geschwindigkeit senken! Erfasst eine Böe das Auto, kann man bei niedrigem Tempo erheblich einfacher reagieren und gegenlenken.

Autofahren bei Sturm und Starkregen: Besondere Vorsicht auf Brücken und beim Überholen

Auf Brücken, in Waldschneisen oder an Tunnelausfahrten ist das Risiko besonders groß, seitlich von starken Böen erfasst zu werden. Oftmals weisen Windsäcke oder Verkehrsschilder auf die Gefahr hin. Das Gleiche gilt auch beim Überholen von Lkws, Wohnmobilen, Wohnwagen-Gespann und Bussen. Außerdem sind diese Fahrzeuge besonders für Seitenwind anfällig und können im schlimmsten Fall sogar umkippen, wie ADAC weiter berichtet.

Übrigens: Sind ihnen alle Verkehrsschilder im Straßenverkehr bekannt? Ein schwarz-weißes Verkehrsschild auf der Autobahn sticht aus dem Schilderwald auf unseren Straßen heraus – aber nur die allerwenigsten kennen seine Bedeutung.

Autofahren bei Sturm und Starkregen: Überflutete Straßen und Unterführungen sollten Autofahrer meiden

Bei einem heftigen Unwetter können ganze Straßen und Unterführungen überflutet werden. Autofahrer sollten deshalb auf keinen Fall mit Schwung durchs tiefe Wasser fahren. Dann könnte nämlich Spritzwasser in den Ansaugbereich des Motors gelangen, was fast immer zu schweren Motorschäden führt.

Stark- und Dauerregen sorgen vielerorts für hohe Pegelstände und kleinere Überflutungen. (Symbolbild)

Besser wäre es: Vor überfluteten Unterführungen oder Straßen, bei denen sich die Wassertiefe nicht abschätzen lässt, unbedingt anhalten, wenden und nach einem Umweg suchen. Besonders kritisch sind Straßenabschnitte, an denen auch Schlamm und Geröll über die Fahrbahn fließen. Hier kann der Untergrund so glatt sein, dass schon eine leichte Strömung ausreicht, das Fahrzeug von der Straße zu spülen. Ist man doch in einen überfluteten Straßenabschnitt eingefahren, sollten Autofahrer versuchen, im Rückwärtsgang den Bereich zu verlassen.

Rubriklistenbild: © Angelika Warmuth/dpa