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Strom sparen trotz Weihnachtsbeleuchtung: TÜV rät zu diesen Tricks

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Von: Lisa Klein

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Weihnachtsbeleuchtung trotz Energiekrise? Laut Florian Hockel vom TÜV SÜD kein Problem, allerdings sollten Verbraucher bei der Beleuchtung auf einiges achten.

Am Wochenende ist bereits der erste Advent – höchste Zeit für die Weihnachtsbeleuchtung! Oder besser doch darauf verzichten, angesichts der Energiekrise? Florian Hockel vom TÜV SÜD gibt Tipps, wie in der Adventszeit möglichst stromsparend dekoriert werden kann.

Auch auf den Weihnachtsmärkten in Deutschland wird nicht auf Beleuchtung verzichtet, dafür allerdings auf Energiesparmaßnahmen gesetzt. Stuttgart spart bei den Lämpchen am Weihnachtsbaum, auch auf dem Heilbronner Weihnachtsmarkt gibt es eine reduzierte Beleuchtung in diesem Jahr.

Strom sparen bei der Weihnachtsbeleuchtung mit LEDs – Lichterglanz trotz Energiekrise

Wer Strom und Kosten sparen will, muss laut dem TÜV SÜD keinesfalls auf die Weihnachtsdekoration verzichten. „Der Energieverbrauch einer Lichterkette hängt stark vom Modell ab. LED-Lichterketten sind wesentlich nachhaltiger als die älteren Modelle mit Glühlämpchen. Die Leuchtdioden halten nicht nur um ein Vielfaches länger, sie verbrauchen auch 80 bis 90 Prozent weniger Strom“, erklärt Florian Hockel.

Zudem haben LEDs noch einen weiteren positiven Effekt: Die LED-Lämpchen werden auch bei langer Laufzeit nicht so heiß wie herkömmliche Glühlämpchen und haben eine wesentlich geringere Überhitzungs- und Brandgefahr. Außerdem wird das Risiko eines elektrischen Schlags minimiert. Die Stadt Neckarsulm scheint alles richtigzumachen und setzt bei der Weihnachtsbeleuchtung auf LEDs.

Strom sparen in der Weihnachtszeit: Darauf müssen Verbraucher bei der Beleuchtung achten

„Verbraucher sollten lediglich darauf achten, keine batteriebetriebene LED-Beleuchtung zu kaufen, sondern nach Möglichkeit ein Modell mit Anschluss für das Stromnetz, denn Batteriestrom ist in Summe deutlich teurer als Strom aus der Steckdose. Eine batteriebetriebene LED-Lichterkette kann unter bestimmten Voraussetzungen sogar auf höhere Betriebskosten als eine Beleuchtung mit Glüh- oder Halogenlämpchen kommen“, erklärt der LED-Experte.

Neben dem finanziellen Aufwand bergen Batterien und Akkus zusätzliche Gefahren für Umwelt und Gesundheit. In puncto Nachhaltigkeit sind wiederaufladbare Batterien immer besser als Einwegbatterien. Sie können 500 bis 1.000 Mal wieder aufgeladen werden und ersetzen so eine große Menge der Einwegmodelle. Wiederaufladbare Batterien sind zwar anfangs in der Anschaffung etwas teurer, auf Dauer lässt sich damit allerdings ordentlich Geld sparen.

Was außerdem wichtig ist: Bei der Dekoration sollte vorab darauf geachtet werden, ob die Lichterketten für drinnen oder draußen geeignet sind. Lichterketten für draußen sind extra wasserfest. Wer Lämpchen, die nur für drinnen gedacht sind, draußen aufhängt, hat möglicherweise beim ersten Schnee ein kaputtes Produkt und riskiert einen Kurzschluss. Nur Lichterketten, die Schutzart IP 44 oder höher aufweisen, dürfen draußen verwendet werden, erklärt der TÜV. Das entsprechende Symbol auf der Verpackung ist beispielsweise ein Dreieck mit Tropfen.

Zu diesen Uhrzeiten sollte die Weihnachtsbeleuchtung ausgeschaltet werden

Ein weiterer Tipp, um Energie und Kosten zu sparen: Die Beleuchtungsdauer mit einer Zeitschaltuhr regeln. Das spart nicht nur Energie, sondern auch Ärger: Bei der weihnachtlichen Beleuchtung der Fassade oder des Gartens gelten laut TÜV die gesetzlichen Ruhezeiten von 22 bis 6 Uhr. Eine Zeitschaltuhr sorgt dafür, dass diese Ruhezeiten zuverlässig eingehalten werden.

Neben stromsparenden LEDs kann es sich natürlich auch mit Kerzen gemütlich gemacht werden. Kerzen sollten allerdings nur unter Aufsicht brennen. Die Feuerwehr Heilbronn gibt Tipps zum richtigen Umgang mit Kerzen in der Weihnachtszeit. Ein Teelichtofen sieht nicht nur nett aus, sondern taugt auch als alternative Wärmequelle.

Laut Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer ist die Diskussion rund um das Thema Weihnachtsbeleuchtung trotz Energiekrise übrigens nur „reine Symbolik“ und verdeckte die „Tatenlosigkeit bei den großen Verbrauchern“.

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