1. echo24
  2. Leben
  3. Verbraucher

Gas- und Stromverträge: Für Verbraucher kann es doppelt teuer werden

Erstellt:

Von: Michaela Ebert

Kommentare

Eine Gasrechnung und eine Stromrechnung liegen in einem privaten Haushalt auf einem Tisch.
Was tun, wenn die Gasrechnung steigt? Ruhig bleiben, aber trotzdem schnell handeln, heißt die Devise. © picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod

Verbraucher sollten ihre Strom- und Gasverträge rechtzeitig kündigen – sonst kann es angesichts der stetig steigenden Preise schnell teuer werden.

Jeder Deutsche zieht laut FOCUS im Schnitt 4,5 Mal im Leben um. Das macht durchschnittlich etwa neun Millionen Umzüge jährlich – und über 25.000 am Tag. Dabei muss an vieles gedacht werden – auch an die rechtzeitige Kündigung von Strom- und Gasverträgen. Im Zweifelsfall könnte es sonst, nicht nur wegen der aktuell schwierigen Situation, sehr teuer werden.

Wenn es also dann so weit ist, heißt es vor allem eins: Kisten packen, Möbel schleppen und an vieles denken. Auch um die Verträge bei den Energieanbietern sollte sich dann gekümmert werden. Wer nicht aufpasst, zahlt im schlimmsten Fall doppelt für Strom und Gas. echo24.de erklärt, wie das vermieden werden kann. Auch bei zu hohen Abschlagszahlungen kann mit rechtzeitigem Handeln noch einiges gerettet werden.

Doppelter Energievertrag: Rechtzeitig Kündigen ist das A und O

Wer sein Gas oder Strom vom Grundversorger bezieht, hat in diesem Fall das leichteste Spiel: Hierbei ist es möglich, seinen Tarif innerhalb von zwei Wochen vor Ende des Mietvertrages ganz einfach aufzulösen. Ein Anruf beim Anbieter genügt.

Doch das betrifft natürlich nicht jeden. Immerhin haben sich einige bereits in ihrer Vergangenheit um preiswertere oder einfach passendere Tarife gekümmert. Wenn dies zutrifft, könnte es ein wenig komplizierter werden. Den Rückerstattungsanspruch auf die Nachmieter geltend zu machen, könnte wirklich mühsam werden.

Aber auch hier gibt es hin und wieder spezielle Regelungen, die es einem den ganzen Planungs- und Organisationsmarathon ein wenig erleichtern: Seit einiger Zeit ist beispielsweise explizit gesetzlich geregelt, dass Umziehende von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen können.

Sonderkündigungsrecht bei Gas- und Stromverträgen: Darauf sollten Verbraucher achten

Es sollte vor allem vorausschauende gehandelt werden: Meist beschränkt sich dieses Sonderkündigungsrecht nämlich auf eine Frist von sechs Wochen, diese kann jedoch auch deutlich länger ausfallen. Zudem gibt es auch hier ein Schlupfloch. Die Kündigung wird nämlich erst wirksam, wenn der Energieversorger nicht innerhalb von 14 Tagen einen neuen Vertrag am neuen Wohnort anbieten kann.

Wenn dies der Fall ist und der ehemalige Gas- oder Stromanbieter am neuen Wohnort eine Energieversorgung sicherstellen kann, dann muss der Energievertrag am neuen Wohnort fortgesetzt werden. In diesem Fall sollte also dringend davon abgeraten werden, dass sich Verbraucher bereits einen neuen Energieanbieter suchen und sich somit in doppelte Kosten stürzen.

Vorsicht bei der Zählernummer: Wer nicht aufpasst, zahlt doppelt

Bei der Vertragsmit- oder -übernahme sollte zudem darauf geachtet werden, dass die Konditionen des Tarifs für die Restlaufzeit gleich bleiben. Sollte sich etwas geändert haben, müssen die Verbraucher dem dann nicht zustimmen und können eine Kündigung durchsetzen.

Auch die Zählernummer ist ein wichtiger Punkt, um sich beim neuen Vertrag nicht in eine Kostenfalle zu stürzen. Hier sollte immer darauf geachtet werden, dass auch der richtige Zähler erwischt wird. Am besten wird der genaue Zählerstand niemals ungeprüft vom Vormieter übernommen. Sollte es nämlich passieren, dass dem Anbieter der falsche Stand, wie etwa der vom Nachbarn, gemeldet wird, rutscht man hier automatisch in den Vertrag des Grundversorgers und muss auch hier im Zweifelsfall doppelt zahlen.

Nach dem Umzug gilt es einiges zu beachten, wenn man Kosten und Energie sparen möchte. echo24.de gibt Tipps, wie Gas trotz Warmwasser gespart werden kann.

Auch interessant

Kommentare