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Streusalz nicht knapp, aber teuer: Blick auf die Auswirkungen der Inflation

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Von: Juliane Reyle

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Die Energiekrise macht sich auch in der Salzproduktion bemerkbar: Die Preise für den Abbau von Salz und die Produktion von Streusalz steigen in die Höhe.

Anders als es in vielen anderen Brachen aktuell üblich ist, rechnet die Südwestdeutsche Salzwerke AG mit Sitz in Heilbronn diesen Winter nicht mit Engpässen bei der Streusalzproduktion. Doch ganz von der Energiekrise verschont, bleibt auch diese Branche nicht: Die Salzwerke rechnen nun mit höheren Produktionskosten.

Auftausalz

Auftausalz wird umgangssprachlich auch Streusalz oder Tausalz genannt, besteht mindestens zu 94 % aus herkömmlichem Kochsalz und wird im Winter gerne zum Schmelzen von Schnee und Eis auf Verkehrswegen verwendet. Dabei handelt es sich um eine Maßnahme des Winterdienstes, um Schnee- und Eisglätte entgegenzuwirken und somit Unfälle zu verhindern.

Gegenüber dem „SWR“ erklärte der Vorstandssprecher Ulrich Fluck, dass Energie bei der Produktion von Streusalz einen großen Kostenfaktor ausmache, und diese Kosten würden sich schließlich auch im Endprodukt bemerkbar machen. Fluck rechnet sogar damit, dass die Probleme in puncto Kosten auch im kommenden Jahr noch andauern werden.

In manchen Bereichen über 30 Prozent Kostensteigerung – auch bei Produktion von Streusalz spürbar

Doch nicht nur die Energiepreise, auch die Inflation mache sich bemerkbar, so Fluck. Vorprodukte, Material und Transport sind in ihren Preisen gestiegen. Teilweise liegen die Kostensteigerungen bei über 30 Prozent.

Dass durch die Preissteigerung diesen Winter ein Mangel an Streusalz entstehen könnte, befürchtet Fluck bisher jedoch nicht. Mit Blick auf das Wetter, ist Streusalz derzeit selten nötig, denn an Silvester könnte es sogar mehrere Temperaturrekorde geben, obwohl vor kurzem noch eine Polarkälte nach Weihnachten mit bis zu 40 Zentimetern Schnee in Deutschland angekündigt wurde.

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