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Das ändert sich bei der Steuer 2023: Arbeitnehmer behalten mehr vom Gehalt

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Von: Lisa Klein

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Im Jahr 2023 gibt es einige Steuerentlastungen für Arbeitnehmer. Einkommensgrenzen wurden angepasst sowie der Ausbildungsfreibetrag, die Werbungskosten- und Homeoffice-Pauschale erhöht.

Das Jahr 2023 bringt eine Menge Neuerungen und Veränderungen für Verbraucher mit sich. Vor allem wird in erster Linie mal wieder einiges teurer – von Coca-Cola über Netflix bis hin zu Flugpreisen. Die Inflation macht auch vor dem neuen Jahr nicht halt. Beim Einkaufen gibt es ebenfalls einige Veränderungen, wie etwa das EC-Karten-Aus. echo24.de berichtet, welche Folgen das für Kunden bei Kaufland und Co. hat. Ab 2023 gelten zudem neue Regeln für Autofahrer. Doch es gibt auch positive Veränderungen für deutsche Bürger, wie Änderungen bei der Steuer.

Die Grenze für das steuerfreie Jahreseinkommen wurde zum 1. Januar 2023 angepasst, der Spitzensteuersatz wird erst ab einer höheren Einkommensgrenze fällig. Ebenfalls steigt die Werbungskostenpauschale und Arbeitnehmer im Homeoffice erhalten nicht nur mehr Geld pro Homeoffice-Tag, sondern können zudem mehr Tage im Jahr geltend machen. Für Eltern erhöht sich zudem der Ausbildungsfreibetrag für Kinder.

Steuerentlastungen 2023 für Arbeitnehmer: Grenzen für das steuerfreie Jahreseinkommen angepasst

Der Bund beschloss bereits Ende 2022 aufgrund der hohen Inflation eine Steuerentlastung für Bürger. Die negativen Auswirkungen der hohen Inflation auf die Einkommensteuer sollen dadurch ausgeglichen werden. Der Grundfreibetrag, also das Einkommen, bis zu dem keine Steuer gezahlt werden muss, steigt ab 1. Januar 2023 um 561 Euro auf 10.908 Euro pro Jahr. Bedeutet: Wer bis zu 10.908 Euro pro Jahr oder 909 Euro pro Monat verdient, muss keinerlei Einkommensteuer zahlen. 

Dazu kommt: Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent wird ab 2023 erst bei einem Jahreseinkaufen ab 62.827 Euro fällig. Bislang lag die Grenze bei 58.597 Euro. Die Grenze wurde somit um 4.230 Euro angehoben. Die Grenze für den Reichensteuersatz von 45 Prozent bleibt unverändert bei einem Jahreseinkommen von 277.826 Euro, da in dieser Einkommensklasse laut Bund keine zusätzliche Entlastung nötig ist.

Werbungskostenpauschale steigt – deutlich höhere Homeoffice-Pauschale für Arbeitnehmer

Wer Steuern zahlt, kann zudem von weiteren Neuerungen im Jahr 2023 profitieren. Die Werbungskostenpauschale wurde zum 1. Januar 2023 erneut angepasst, auf 1.230. Rückwirkend zum 1. Januar 2022 wurde die Pauschale zudem von 1.000 auf 1.200 Euro erhöht. Die Werbekosten wirken sich ohne Nachweis steuermindernd aus. Wer höhere berufsbedingte Ausgaben hat – etwa durch einen langen Arbeitsweg oder selbst gekaufte notwendige Arbeitsmittel – kann diese zusätzlich in der Steuererklärung geltend machen, erklärt „finanztip.de“.

Zudem erhöht sich die Homeoffice-Pauschale: Ab 2023 können, für das gesamte Jahr insgesamt sechs Euro pro Homeoffice-Tag abgesetzt werden, maximal für 210 Tage – also insgesamt 1.260 Euro. Ein großer Sprung, denn bislang konnten nur 5 Euro pro Tag im Homeoffice abgesetzt werden, und zwar für maximal 120 Tage – also 600 Euro pro Jahr.

Ausbildungsfreibetrag für Eltern erhöht – mehr Kosten für das Kind in Ausbildung absetzen

Für Eltern ändert sich 2023 auch etwas bei der Steuer. Denn nicht nur das Kindergeld steigt im Jahr 2023, sondern auch der Ausbildungsfreibetrag: von 924 auf 1.200 Euro jährlich. Diesen Betrag können Eltern in der Steuererklärung als Kosten für die Unterstützung ihres Kindes in der Ausbildung absetzen.

Der Ausbildungsfreibetrag kann für ein volljähriges Kind geltend gemacht werden, das sich in der Berufsausbildung befindet und nicht mehr zu Hause wohnt. Übrigens entfällt ab 2023 die Einkommenssteuer auf Fotovoltaikanlagen bis 30 kWp Leistung.

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