Stau wegen Feiertagen?

Wird Corona-Effekt oder Weihnachts-Verkehrschaos erwartet? ADAC mit Antwort

  • Julia Cuprakowa
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Rund um Weihnachten rechnet der ADAC mit mehr Verkehr als 2020 auf deutschen Autobahnen, aber keiner Staugarantie wie in den Zeiten vor Corona. Einige Ausnahmen wird es aber geben.

Weihnachten steht unmittelbar vor der Tür. Das heißt, volle Autobahnen und Stau, denn bei vielen Menschen stehen Familien- und Verwandtenbesuche, oder auch Ausflüge in die Naherholungsgebiete an. Müssen Autofahrer also mit stundenlangen Staus auf deutschen Autobahnen rechnen, oder gibt es auch dieses Jahr den sogenannten „Corona-Effekt“?

Der große Weihnachtsverkehr mit vollen Straßen allerorten wird nach Einschätzung von Automobilclubs wegen der Corona-Pandemie auch 2021 ausbleiben. Appelle der Bundesregierung während des Corona-Gipfels zum Daheimbleiben und die verschärften Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg und ganz Deutschland dürften am Wochenende vom 24. bis 26. Dezember viele Menschen vom Verreisen abhalten. Der ADAC rechnet dennoch mit einem höheren Verkehrsaufkommen als 2020, als ein deutschlandweiter Teil-Lockdown private Reisen stark eingeschränkt hat.

Stau an Weihnachten auf Autobahnen: Das erwartet der ADAC

Mit dem meisten Verkehr rechnen der ADAC sowie der Autoclub Europa (ACE) am Donnerstag, 23. Dezember, wenn in fast allen Bundesländern die Schulferien beginnen. Wo werden aber die meisten Staus wegen hohem Verkehrsaufkommen erwartet?

Laut ADAC und ACE werden unter anderem in den Großräumen Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt/Main und München ein hohes Verkehrsaufkommen erwartet. An Heiligabend (24. Dezember), könnte es in den Innenstädten noch einmal voll werden. Die Lage soll sich aber ab Mittag merklich beruhigen. Auch am 25. Dezember werde auf den Fernstraßen wenig los sein, erwartet der ADAC.

Stau und viel Verkehr an Feiertagen: Diese Autobahnen sind besonders betroffen

Dennoch ist es nicht auszuschließen, dass es zu Staus und stockendem Verkehr kommt. Vor allem auf der A6 in Baden-Württemberg kommt es immer wieder zu heftigen Verkehrsunfällen und langen Staus, wie echo24.de in mehreren separaten Artikeln berichtet. Besonders auf der Stecke zwischen Heilbronn und Mannheim ist Vorsicht geboten, denn dort enden Unfälle nicht selten tödlich.

Neben der A6 in Baden-Württemberg nennt der ADAC auch andere Strecken mit dem höchsten Stau-Risiko:

A1: Köln – Dortmund – Bremen – Hamburg

A2: Dortmund – Hannover – Braunschweig – Berlin

A3: Köln – Frankfurt – Nürnberg – Passau

A4: Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden

A5: Hattenbacher Dreieck – Karlsruhe

A6: Heilbronn - Nürnberg

A7: Hamburg – Hannover und Würzburg – Füssen/Reutte

A8: Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg

A9: München – Nürnberg

A24: Hamburg – Berlin

A81: Stuttgart – Singen

ADAC empfiehlt: Autofahrer sollen sich über Corona-Maßnahmen informieren

Außerdem empfiehlt ADAC für Fahren während der Weihnachtstage innerhalb Deutschlands, sich über die unterschiedlichen Corona-Bestimmungen der jeweiligen Bundesländer vor der Abfahrt zu informieren.

Auch interessant: Weihnachten trotz Corona in BW: So viele Menschen dürfen zusammen feiern

Bei Auslandsfahrten sei unbedingt auf die bestehenden Reisebeschränkungen und Quarantäneregeln zu achten. Infos zu den aktuellen Auflagen innerhalb und außerhalb Deutschlands gibt es sowohl bei ACE und ADAC als auch beim Auswärtigen Amt

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

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