Von der Politik wird es keine Hilfen geben

Spritpreise auf Rekord-Hoch: Aussichten für Autofahrer düster – keine Hilfen

  • Dominik Jahn
    VonDominik Jahn
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Die Spritpreise sind extrem gestiegen: Darum macht ein Experte aber auch Hoffnung - in zwei Fällen könnte es an Tankstellen wieder billiger werden.

Mit Beginn des Ukraine-Krieges sind die Spritpreise weiter gestiegen. Wie echo24.de* berichtet hat, sind die Folgen für Autofahrer weitreichend*. An den Tankstellen folgt ein Höchststand auf den nächsten. Glaubt man den Experten und der Politik, ist noch kein Ende in Sicht. Auch eine Entlastung der Autofahrer könnte vorerst kein Thema sein.

Nicht nur in Baden-Württemberg nehmen Autofahrer auf der Suche nach günstigem Sprit extreme Wartezeiten an Tankstellen* in Kauf. Noch am vergangenen Montag (28. Februar) hatte der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) den teuersten Tank-Tag ausgerufen. Am Sonntag nun stiegen die Spritpreise weiter: der Liter Super E10 auf 1,965 Euro (1,816 Euro) und 1,984 Euro der Liter Diesel (1,737 Euro). Inzwischen ist sogar die zwei Euro-Marke gefallen.

Steigende Spritpreise: Düstere Aussichten für Autofahrer

Neben den steigenden Spritpreisen für Autofahrer, gehen auch alle anderen Rohstoffpreise in die Höhe – Erdgas, Aluminium und Kupfer machen extreme Kostensprünge. In einer Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus von Baden-Württemberg in der Landeshauptstadt Stuttgart, äußerte sich jetzt Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut zu den aktuellen Entwicklungen: „Klar ist, dass der Krieg und die Sanktionen gegen Russland teils gravierende Auswirkungen auf die Wirtschaft in Baden-Württemberg haben.“

Ihre Prognose fällt dabei eher düster aus. Und wohl nicht nur für Baden-Württemberg gilt in diesem Fall, dass man mit „weiter steigenden Energiepreisen rechnen“ müsse. Während man auf Seiten der Regierung derzeit offen über Hilfen für Unternehmen nachdenke, werden Autofahrer erstmal weiter alleine mit steigenden Spritpreisen an der Tankstelle stehen bleiben.

Unterstützung für Autofahrer: Politik schließt Hilfen bei steigende Spritpreise aus

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) schreibt, denkt die Bundesregierung trotz weiter steigender Spritpreise nicht über eine Entlastung der Bürger nach. Finanzminister Christian Lindner erklärte dazu: „Ich schließe für die weitere Entwicklung dieses Jahres nichts aus. Zum jetzigen Zeitpunkt steht aber keine neue Entscheidung an.“

Auch Rohstoff-Analyst Ulrich Leuchtmann glaubt, laut einer Aussage im Fachmagazin Handelsblatt, weiter an steigende Spritpreise für Autofahrer. Der Grund liege dabei in den zu erwartenden weiteren Sanktionen gegen Russland. Dem Artikel zur Folge glaubt der Experte, „dass ein Embargo auf russisches Öl mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit am Ölmarkt eingepreist wird“. Teilweise rechnen Analysten halten demnach auch einen „Preis von drei Euro je Liter für möglich“.

Steigende Spritpreise: Experte macht Autofahrern Hoffnung

Etwas Hoffnung macht Leuchtmann dann den Autofahrern trotz der aktuell steigenden Spritpreise an den Tankstellen. So erklärt er: „Auf lange Sicht glaube ich nicht, dass die Preise an der Zapfsäule auf diesem hohen Niveau bleiben werden.“ Grund für diese Sichtweise, ist die Annahme, dass es am Ende vielleicht doch kein „Embargo für russisches Öl geben“ wird.

Und auch durch ein Eingreifen Saudi-Arabiens könnten sich Ölpreise wieder auf ein Normalmaß einpendeln. Leuchtmann: „Die hätten genügend freie Kapazitäten, um den Ölpreis wieder zu drücken. Und ein derart hoher Ölpreis kann nicht in ihrem langfristigen Interesse sein.“ *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Tobias Hase/dpa