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Sprit sparen für Autofahrer: Häufige Fehler vermeiden – sie werden teuer

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Von: Christina Eppel

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Wer beim Autofahren darauf achtet, Sprit zu sparen, kann gleichzeitig Geldbeutel und Umwelt schonen.

Die Spritpreise in Deutschland sind seit Monaten extrem hoch. Doch für viele ist es unmöglich, im Alltag auf das Auto zu verzichten: Lange Wege zur Arbeit oder eine schlechte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sind dabei nur zwei Gründe. Es gibt jedoch einige Tipps und Tricks, mit denen Sprit gespart werden kann.

Das Sparen beginnt schon beim Starten des Motors. Denn was auf den ersten Blick simpel aussieht, machen doch einige Autofahrer ganz automatisch falsch. Der Motor sollte, um möglichst sparsam zu sein, erst eingeschaltet werden, wenn die Sitze und Spiegel richtig eingestellt sind und alle Insassen sich angeschnallt haben. So kann immerhin eine minimale Menge an Sprit eingespart werden, die sich doch irgendwann summieren kann.

Sprit sparen für Autofahrer: Tipps und Tricks – Uhrzeiten beachten

Dann geht es direkt weiter: Sobald der Motor läuft, sollte auch losgefahren werden. Es ist nicht nötig, das Auto zuerst „warmlaufen“ zu lassen. Wie der ADAC in einem Test feststellte, hat das „Warmlaufenlassen“ tatsächlich bei Automodellen, die nach den 80er Jahren gebaut wurden, nur den Effekt, den Spritverbrauch unnötig steigen zu lassen und die Umwelt zu belasten. Außerdem kann so auch ein Motorschaden entstehen.

Und es ist übrigens nicht egal, zu welcher Tageszeit getankt wird, auch wenn der Spritpreis sich mehrmals am Tag verändert. Der ADAC hat Daten analysiert und erkennt eine deutliche „Bestzeit“ zum Tanken.

Ein weiterer Tipp, den noch zu viele Autofahrer nicht befolgen, ist das Abschalten des Motors im Leerlauf. Ein teurer Fehler! Hier sind Fahrzeuge mit Start-Stopp-Automatik eine Hilfe, weil sie manuelles Eingreifen überflüssig machen. Doch wer ein Auto hat, das sich an der Ampel oder am Bahnübergang im Leerlauf nicht selbst abschaltet, sollte das dringend tun. Ab einem Leerlauf von 20 Sekunden ist es laut Allianz Direct sinnvoll, den Zündschlüssel zu drehen. Denn auch wenn das Fahrzeug nicht fährt, verbraucht es etwa 0,5 bis 1 Liter Kraftstoff pro Stunde.

So sparen Autofahrer Sprit: richtiges Schalten und stille Spritfresser

Der nächste Tipp betrifft alle Autofahrer, die keinen Wagen mit Automatikgetriebe fahren. Denn auch das Verhalten beim Schalten wirkt sich auf den Spritverbrauch aus. Die Crux ist hier: Schnell die Gänge hochschalten, kann Sprit sparen. Bei geringerer Drehzahl verbraucht ein Fahrzeug weniger Kraftstoff. Aber ist es nicht schädlich für den Motor, zu schnell hochzuschalten?

Die Antwort darauf ist laut ADAC: Nein. Moderne Diesel- und Benzinfahrzeuge verrußen beim niedertourigen Fahren heutzutage nicht mehr, da der Kraftstoff mittlerweile viel feiner zerstäubt wird, als das noch bei älteren Autos der Fall war. Empfohlen wird normalerweise eine maximale Drehzahl von 2.000 Umdrehungen pro Minute.

Kraftstoffpreise
Autofahren wird immer teurer - besonders deshalb, weil der Sprit immer teurer wird. Doch was kann man tun, um zu sparen? (Symbolbild) © Daniel Bockwoldt/dpa

Was allerdings ebenfalls ein großer Spritfresser sein kann, ist die Elektronik im Wagen. Deshalb sollte sich jeder Autofahrer immer fragen: Benötige ich Klimaanlage, Lüfter oder Navigationssystem gerade? Denn die elektrischen Geräte im Fahrzeug ziehen selbstverständlich alle ihre Energie aus dem Bordnetz, das vom Verbrennungsmotor gespeist wird.

So sparen Autofahrer Sprit: Klimaanlage aus, Fenster auf?

Wer nun aber denkt, es wäre cleverer, die Klimaanlage auszuschalten und dafür während der Fahrt die Fenster zu öffnen, liegt auch nicht ganz richtig. Denn wie der ADAC berichtet, können auch offene Seitenfenster oder Schiebedächer Kraftstoff kosten. Sie beeinträchtigen die Luftströmung, die das Fahrzeug umgibt und bremsen das Auto somit aus. Nur bei niedrigen Geschwindigkeiten im Stadtverkehr können geöffnete Fenster demnach tatsächlich einen Verbrauchsvorteil gegenüber der Klimaanlage bringen.

Auch die Reifen spielen eine Rolle beim Spritverbrauch. Hier macht es um einen Sinn, Energiesparreifen auf das Fahrzeug aufzuziehen, deren Rollwiderstand optimiert ist – so können im Zweifel 0,5 Liter Sprit je 100 Kilometer gespart werden. Zusätzlich ist es wichtig, den Reifendruck regelmäßig zu kontrollieren. Schon eine minimale Abweichung kann dazu führen, dass das Fahrzeug unnötigerweise mehr Kraftstoff verbraucht, als nötig.

Generell lässt sich abschließend sagen, dass gerade die Fahrweise ebenfalls einen signifikanten Unterschied im Spritverbrauch machen kann. Vorausschauendes Fahren und das Nutzen der Motorbremse können hier zu einer Ersparnis von Kraftstoff führen. Beispielsweise kann hier eine Situation an der Ampel angeführt werden.

Sprit sparen für Autofahrer: Klassischer Tipp – vorausschauend und gemäßigt fahren

Wer nicht abrupt abbremst, sondern mithilfe des Motors langsam bremst und das Auto gemütlich ausrollen lässt, verringert nicht nur die Unfallgefahr, sondern verbraucht während des Bremsvorgangs auch überhaupt keinen Sprit. Ebenso ist es gleichermaßen für Umwelt, Unfallgefahr und Spritverbrauch sinnvoll, Höchstgeschwindigkeiten nicht auszureizen. F

Denn: Je niedriger die Drehzahl eines Autos ist, desto niedriger ist auch der Verbrauch. Bedeutet: Vor allem bei Geschwindigkeiten von über 100 Kilometern pro Stunde steigt der Spritverbrauch mit steigendem Tempo immer weiter an. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass konstantes Fahren auf einer Geschwindigkeit zwischen 100 und 130 Kilometern pro Stunde auf der Autobahn nicht nur weniger Sprit verbraucht, als das ständige Hochbeschleunigen auf höhere Geschwindigkeiten – es ist auch sicherer und meist nicht viel langsamer. Mit diesen Spar-Tipps bleibt die Tankrechnung hoffentlich einigermaßen bezahlbar, wie auch RUHR24.de* berichtet.

Doch zur Sicherheit des Fahrzeugs gibt es noch weitere Dinge, die Autofahrer dringend beachten sollten. Zum einen haben sich zum Jahreswechsel 2022 einige Regeln geändert – beispielsweise muss der Verbandskasten um zwei Materialien erweitert werden. Zum anderen müssen Autofahrer auch immer auf dem Laufenden sein, was Verkehrszeichen angeht. In Stuttgart verwirrt aktuell ein neues Schild die Verkehrsteilnehmer und viele Autofahrer machen auch an Ampeln mit Grünpfeil einen großen Fehler. *echo24.de und RUHR24 sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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