Tricks, die bei verschneiten Straßen helfen

Schnee-Chaos: Was tun, wenn Sie festgefahren sind? Wichtige Tipps

  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Wenn der Winter richtig losbricht und Schnee die deutschen Straßen bedeckt, dann kann es schnell passieren, dass das Auto stecken bleibt. Aber was dann?

Es passiert nicht oft, doch ab und zu versinkt auch Deutschland komplett im Schnee-Chaos. Dann wissen viele nicht, wie sie sich verhalten sollen. Denn während das Auto auf glatten Straßen schnell ins Schleudern gerät, kann es ebenso schnell passieren, dass - bevor der Räumdienst unterwegs war - das Fahrzeug einfach in den Schneemassen stecken bleibt. Doch was kann man dann tun?

Wichtig ist es, sich schon vor Wintereinbruch zu wappnen. Zunächst sind die richtigen Winterreifen wichtig, außerdem lohnt es sich unter Umständen, eine Klappschaufel, einen Beutel Sand und eine alte Fußmatte im Auto zu haben. Ebenso hilfreich kann ein Abschleppseil sein. Doch wozu all diese Hilfsmittel?

Schnee in Deutschland: Was tun, wenn Reifen durchdrehen? Tipps und Tricks

Zunächst kann mit einer Schaufel der Schnee rund um die Räder freigeräumt werden - hier ist natürlich auch jedes andere Hilfsmittel erlaubt - im Zweifel müssen Sie vielleicht sogar mit den bloßen Händen schaufeln. Danach sollten Sie feststellen, welches Rad beim Startversuch durchdreht - meistens ist es laut ndr.de tatsächlich nur ein einzelnes Rad, das den Grip verliert. Als kleiner Tipp: Nur die Räder, die auch angetrieben sind, (Vorder-, Hinter-, Allradantrieb?) können überhaupt durchdrehen.

Anschließend sollten Sie die Räder gerade stellen, da sie in dieser Position den meisten Gripp haben und dann Sand oder Schotter möglichst dicht vor das durchdrehende Rad streuen. Natürlich ist es hier nützlich, schon geeignetes Material dabei zu haben, doch im Zweifel müssen Sie vielleicht auch mit Ihrer Schaufel nach brauchbarem Bodenmaterial graben. Auch kurze Zweige, eine Fußmatte oder andere Utensilien, die dem Reifen Bodenhaftung verschaffen können, sind nützliche Starthilfen.

Auto steckt fest im Schnee: Wenig Gas zum Anfahren nehmen - welche Tipps noch helfen

Aber Vorsicht: Alles, was Sie vor den Reifen legen, kann hinter dem Auto wieder herausgeschleudert werden. Also möglichst aus dem Weg gehen, wenn Sie versuchen, anzufahren. Das sollten Sie übrigens sehr achtsam und gefühlvoll tun. Nehmen Sie wenig Gas zum Anfahren und versuchen Sie es auch im zweiten Gang. Wenn die Räder erneut durchdrehen sollten, sofort runter vom Gas. Denn mit viel Gas graben sich die Räder noch tiefer in den Schnee und zu allem Überfluss bildet sich auch noch Eis unter den Reifen. Das verschlimmert die Situation womöglich noch, anstatt sie zu verbessern.

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Wenn Sie nicht gleich beim ersten Anfahrversuch vorankommen, dann sollten Sie auch hinter den durchdrehenden Reifen Sand oder ähnliches Material schütten und auch im Rückwärtsgang versuchen, aus dem Loch herauszukommen. Kommt das Auto dann langsam wieder in Fahrt, sollten Sie außerdem möglichst erst auf festerem Grund wieder anhalten.

Festgefahren im Schnee: Auch der ADAC gibt Tipps beim Autofahren im Winter

Wer übrigens Helfer hat, um sein Auto aus der misslichen Lage zu befreien, der hat noch ein, zwei weitere Möglichkeiten. Denn auch Anschieben des Fahrzeugs kann das Auto dabei unterstützen, aus dem Schnee-Chaos zu entkommen. Außerdem können Helfer auch Sand direkt vor den Reifen werfen, während dieser Durchdreht. So wird der Sand unter den Reifen gezogen und kann wiederum für Grip sorgen.

Eine weniger aufwendige Option bietet sich natürlich noch, wenn andere Fahrzeuge in der Nähe sind, die nicht im Schnee festgefahren sind. Dann kann das Auto, das feststeckt, mit einem Abschleppseil aus dem Schnee gezogen werden. Doch Eis und Schnee bringen für Autofahrer auch noch ganz andere Gefahren mit sich. Deshalb gibt der ADAC Tipps, die Autofahrer im Winter dringend beachten sollten.

Rubriklistenbild: © Yang Qing/dpa

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