kitzVenture lässt „Schlecker„ wieder auferstehen

Schlecker: Unternehmer mit Comeback-Plan für Pleite-Drogerie

  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
    schließen

Der Unternehmer Patrick Landrock will die Drogerie-Markt-Kette „Schlecker“ wieder auferstehen lassen und zu neuer Größe führen.

Schlecker war ein Unternehmen mit rund 6,55 Milliarden Euro Jahresumsatz und beschäftigte europaweit rund 47.000 Mitarbeiter – es war somit das größte Drogeriemarkt-Unternehmen Europas. Anton Schlecker – Ex-Drogeriekönig – hat jahrzehntelang seine Branche europaweit dominiert. Doch dann passierte es – dem Höhenflug folgte im Jahr 2012 der tiefe Fall: Schlecker musste Insolvenz anmelden, wie echo24.de* berichtet.

Tausende „Schlecker-Frauen“ verloren ihren Job. Anton Schlecker wurde wegen vorsätzlichen Bankrotts zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren und einer Geldstrafe verurteilt. Seine Kinder Lars und Meike mussten wegen Beihilfe zum Bankrott sogar ins Gefängnis. Die Marke „Schlecker“ ist noch heute europaweit jedem ein Begriff und soll jetzt wieder zurückkommen. Dieses Mal noch größer, digitaler und innovativer. Laut dpa soll es der größte Angriff in der Geschichte des europäischen Handels werden.

Schlecker: Unternehmer Patrick Landrock mit Comeback-Plan für Pleite-Drogerie

Das Comeback und den Angriff plant kein Geringerer als der erfolgreiche Kitzbüheler Unternehmer und Selfmade-Millionär Patrick Landrock. Er gilt als einer der umstrittensten, streitbarsten und erfolgreichsten Persönlichkeiten der vergangenen Jahre. Über sein hartes Handeln gab es bereits die Schlagzeile: „Hart, Härter, Patrick Landrock: Der Kopf hinter kitzVenture führt das Unternehmen mit eiserner Hand!“

Momentan ist er mit seiner kitzVenture GmbH auf Erfolgskurs und bereits internationaler Markeninhaber von „Schlecker“. Seit Jahren bereitet Landrock den Marktangriff vor, welcher in den nächsten Monaten starten soll. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) teilte der kitzVenture-Geschäftsführer Patrick Landrock mit: „Schlecker wird in Zukunft kein reiner Drogeriemarkt mehr werden, sondern auch stark mit Produkten des täglichen Bedarfs wie z. B. Lebensmittel, Büro- und Geschäftsbedarfsprodukte sowie Baumarktartikel auftreten.“

Comeback von Schlecker: Mehr als nur ein Drogerie-Markt

Der Unternehmer plant zusätzlich einen sogenannten „Miet-Commerce“ für Unterhaltungs- und Haushaltsgeräte. Es müssen sich also nicht nur die bestehenden Drogeriemarktketten, sondern auch andere Händler warm anziehen, wenn der Schlecker zurückkommt.

Unsere innovative Technologie-Plattform wird uns sowohl online als auch im Filiale und Liefernetz einen Vorsprung ermöglichen, den der Wettbewerb nur schwer wieder aufholen wird.

Unternehmer und Selfmade-Millionär Patrick Landrock

Unternehmer lässt Schlecker zurückkehren und schafft Arbeitsplätze

Branchenkenner gehen davon aus, dass für einen solch aggressiven Markteintritt mehrere hundert Millionen Euro an Kapital benötigt werden. Auf dpa-Anfrage hierzu führte Patrick Landrock aus: „Wir stehen bereits mit verschiedenen einflussreichen, internationalen Family-Offices als auch mit institutionellen Investoren in fortgeschrittenen Gesprächen, bereits in diesem frühen Stadium steht eine Multi-Milliarden-Unternehmensbewertung im Raum. Schlecker wird so oder so zum Einhorn werden, also eine Unternehmensbewertung von mehr als einer Milliarde Euro erhalten.“

Doch welches Land wird vom Schlecker-Hauptsitz profitieren? „In den nächsten Wochen fällt erst einmal die Entscheidung, wo die Gesellschaft – welche langfristig mehrere tausend Arbeitsplätze schafft – angesiedelt wird, ob in Österreich oder eben in Deutschland“, so Patrick Landrock.

Auch die Stadt Heilbronn in Baden-Württemberg feiert ein Comeback: Dunkin‘ Donut kommt mit neuem Laden und einem neuen Konzept in die Innenstadt. So sieht man die Konkurrenz mit Starbucks. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Caroline Seidel/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema