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Quarantäne, Schnelltests und Krankmeldung: Änderungen ab Oktober

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Corona-Schnelltests sollen künftig nur in Ausnahmefällen kostenlos bleiben.
  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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Auf die Verbraucher in Deutschland kommen ab Oktober 2021 einige Veränderungen zu. Die echo24.de*-Redaktion hat die wichtigsten zusammengefasst.

Verbraucher aufgepasst! Ab Oktober soll sich einiges ändern, unter anderem geht es um kostenpflichtige Schnelltests, elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Stalking, sowie Cyberstalking. Die echo24.de* Redaktion hat eine Übersicht der wichtigsten Änderungen ab dem 1. Oktober zusammengestellt.

Wichtige Änderungen für Verbraucher in Deutschland ab dem 1. Oktober: Quarantäne und Schnelltests

Keine guten Nachrichten für Personen in Deutschland, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind. Denn: Ungeimpfte werden für Verdienstausfälle* wegen einer angeordneten Corona-Quarantäne im Normalfall nicht mehr entschädigt. Einen bundesweit einheitlichen Starttermin gibt es nicht, aber die Bundesländer wollen diese Regelung im Laufe des Oktobers umsetzen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, ist der 1. November als Deadline im Bund-Länder-Beschluss vorgesehen.

Aber auch bei Schnelltests gibt es eine Änderung. Schon ab dem 11. Oktober müssen Schnelltests, die etwa beim Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen benötigt werden, von Ungeimpften in der Regel selbst bezahlt werden. Es gibt aber auch einige Übergangsregeln. So können Kinder von 12 bis 17 Jahren und Schwangere noch bis 31. Dezember mindestens einen kostenlosen Test pro Woche machen. Grund ist, dass für sie erst seit kürzerer Zeit eine allgemeine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) vorliegt*.

Änderungen für Verbraucher: „Gelber AU-Schein“ wird abgeschafft

Und auch bei dem sogenannten „gelben Schein“ gibt es ab dem 1. Oktober eine Änderung. Konkret: Der gelbe AU-Schein soll komplett abgeschafft werden. Stattdessen soll die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) starten. Was heißt das für den Verbraucher aber genau?

Laut rtl.de müssen dann nicht mehr die Versicherten selbst ihre Krankmeldung an die Krankenkassen übermitteln, sondern die Vertragsärzte. Bei dem Papier-Ausdruck für den Arbeitgeber bleibt aber alles gleich. Den müssen die Patienten weiterhin selbst an den Arbeitgeber übermitteln. Ob dieser dann noch gelb sein wird, ist fraglich – das bisherige AU-Formular wird durch einfache Ausdrucke für Versicherte und Arbeitgeber ersetzt, wie auch Merkur.de* zu diesem Thema berichtete. Doch auch in diesem Fall gibt es eine Ausnahmereglung.

Weil nicht alle Praxen die nötige technische Ausstattung für die eAU bereits im Oktober haben, hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung mit den Krankenkassen eine Übergangsregelung ausgemacht: Wo die Technik es nicht zulässt, dürfen Ärzte bis Ende 2021 weiterhin die gewohnten Papierformulare ausdrucken, unterschreiben und den Patienten mitgeben. Diese Ausnahmeregel gilt bis auf Weiteres auch für Patienten, die nicht gesetzlich versichert sind.

Deutschland: Wichtige Änderung in Fall von Stalking und Cyberstalking – Strafmaß wird verschärft

Wer einer anderen Person regelmäßig auflauert oder sie wiederholt belästigt, landet ab Oktober schneller vor Gericht als bisher, berichtet die dpa weiter. Zuletzt musste den Tätern „beharrliches“ Stalking-Verhalten nachgewiesen werden, das das Leben des Opfers „schwerwiegend“ beeinträchtigt. Ab Oktober reicht es schon aus, jemanden „wiederholt“ zu belästigen und dessen Leben damit „nicht unerheblich“ zu beeinträchtigen.

Verschärft wird außerdem das Strafmaß: Konnten bisher wegen Stalkings maximal drei Jahre Gefängnis verhängt werden, sind nun auch fünf Jahre Freiheitsstrafe möglich. Darüber hinaus steht ab Oktober auch das digitale „Cyberstalking“ ausdrücklich unter Strafe – etwa wenn jemand auf die Social-Media-Konten oder die Bewegungsdaten seines Opfers zugreift.

Wichtige Gesetz-Änderung in den sozialen Medien

Auch die sozialen Medien sind von einer wichtigen Änderung betroffen. Konkret geht es um ein „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“, das Hass und Hetze im Netz bekämpfen soll. Denn dazu wird nun ein „Gegenvorstellungsverfahren“ eingeführt. Im Klartext heißt es: Soziale Netzwerken wie Facebook müssen ihren Nutzern die Möglichkeit geben, sich außergerichtlich gegen die Sperrung vermeintlich illegaler Inhalte zu wehren. So können die Betroffenen etwa eine individuelle Begründung für die Löschung ihrer Beiträge verlangen. *echo24.de und *Merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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