Preissteigerungen bei Lebensmitteln, Kosmetik und Gas?

Lidl, Rewe, Aldi und Co: Viele Produkte werden im Herbst teurer - eine Übersicht

 Lebensmittel liegen auf dem Band an einer Kasse in einem Supermarkt in Berlin im Jahr 2019.
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Viele Produkte werden in den nächsten Wochen teurer. (Symbolbild)
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Ob Kaffee, Nudeln oder Shampoo - in den nächsten Wochen kommen auf Verbraucher in Deutschland massive Preissteigerungen zu. Doch wie kann auch weiterhin gespart werden?

Deutsche Verbraucher müssen in den nächsten Wochen stark sein - denn viele Hersteller von Lebensmitteln, Drogerieartikeln oder gar Strom haben kürzlich angekündigt, ihre Preise anheben zu wollen. Das wirkt sich besonders auf den Geldbeutel jedes einzelnen Bundesbürgers aus, wie echo24.de* berichtet. Doch welche Produkte sind überhaupt besonders betroffen, und wie können Verbraucher ihren Geldbeutel schonen?

Ein in Deutschland extrem beliebtes Produkt, das sogar zu den Grundnahrungsmitteln gezählt werden kann, könnte den Deutschen in der nächsten Zeit erhebliche Mehrkosten verursachen. Die Rede ist von Nudeln. Wie auch ruhr24.de* berichtet, könnten die Preise für jegliche Art von Pasta explodieren*. Ein Experte schätzt, die Kosten für Nudeln könnten sich teilweise sogar verdreifachen. Das liegt allerdings nicht an einem kürzlichen Nudel-Rückruf bei Lidl wegen krebserregender Stoffe*, über den auch echo24.de* berichtete.

Preis-Explosion droht im Herbst: Beliebte Lebensmittel könnten sogar aus Regalen verschwinden

Vor allem werden die Nudeln deshalb teurer, weil über den verregneten Sommer die Hartweizenernte gelitten hat. Wie ntv erklärt, kann die ohnehin schon geringere Menge an geerntetem Getreide zusätzlich von Schimmel befallen werden. Doch die Missernte beschränkt sich nicht nur auf Deutschland. Auch in Kanada, dem wichtigsten Exporteur für Hartweizen, wurde laut chip.de zu wenig Hartweizen produziert. Deshalb könnten nicht nur die Preise für Nudeln namhafter Hersteller wie Barilla, Birkel oder Zabler in die Höhe schnellen - auch No-Name-Produkte der Discounter wie Lidl oder Aldi sind höchstwahrscheinlich betroffen.

Die Produkte der Coca-Cola-Company sollen ebenfalls teurer werden - um bis zu sieben Prozent. Nicht nur Coca-Cola selbst, sondern auch Fanta und Sprite sollen die Verbraucher in Zukunft tiefer in die Tasche greifen lassen. Besonders betroffen sind hier die Produkte, die man in Dosen zu kaufen bekommt. Andere Coca-Cola-Marken wie Fuze-Eistee oder die Energy-Drinks von Monster sollen laut stern.de dagegen nur leicht im Preis steigen.

Preis-Explosion droht im Herbst: Diese Produkte sind bereits teurer geworden

Die Besonderheit hier: In der Ankündigung des Konzerns findet sich kein Hinweis auf eine Rohstoffknappheit, die zu Lieferengpässen führen könnte. Deshalb könnte es sogar sein, dass die Markenprodukte von Coca-Cola aus einigen Discountern wie Lidl mit Sitz in Neckarsulm oder Aldi komplett verschwinden, falls der Hersteller zu viel Geld für seine Produkte möchte. Bereits in der Vergangenheit mussten Markenprodukte wie Haribo oder Barilla wegen Preisstreitigkeiten zwischen Herstellern und Discountern aus den Regalen weichen.

Der Kaffee dagegen ist dieses Jahr schon teurer geworden. Ende Mai hatte Tchibo angekündigt, seinen Kaffee künftig teurer zu verkaufen. Auch andere bekannte Marken zogen daraufhin die Preise an - das hatte zur Folge, dass der beliebte Muntermacher im Schnitt um bis zu einen Euro pro Kilo teurer geworden ist. Grund ist auch hier, wie bei den Nudeln, die schlechte Ernte. Die Rohstoffpreise sind rasant in die Höhe geschossen. Dasselbe gilt für Apfelsaft. Hier liegt die durchschnittliche Preissteigerung bei etwa 15 Cent pro Liter.

Preis-Explosion droht im Herbst: Nicht nur Lebensmittel betroffen - diese Produkte werden teurer

Doch nicht nur für Lebensmittel müssen deutsche Verbraucher in den nächsten Wochen und Monaten mehr Geld in die Hand nehmen. Laut der Lebensmittel Zeitung müssen auch Kosmetik-Artikel dran glauben. Der Konzern Kneipp beispielsweise hat wegen höherer Rohstoffkosten sein Sortiment bereits teurer gemacht. Außerdem erwarten Experten bei Strom und Gas im Winter Preissteigerungen und auch Obst und Gemüse sind mittlerweile teils extrem viel teurer, als noch vor einem Jahr.

Doch was tun, wenn der Geldbeutel die Last der vielen Preiserhöhungen bald nicht mehr aushält? Hier lässt sich vor allem sagen: Preise regelmäßig zu vergleichen und einen Blick in die Prospekte der Discounter und Supermärkte zu werfen, lohnt sich. Es gibt immer wieder Sonderangebote - auch wenn es Dinge gibt, die Verbraucher in einem Supermarkt auf gar keinen Fall tun sollten*, weil ihnen sonst ernsthafte Strafen drohen. *echo24.de und *ruhr24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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