Corona-Pandemie in Deutschland

Wann bekomme ich einen PCR-Test? Rote Warn-App reicht nicht mehr – neue Regeln

  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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Ab sofort gelten neue Corona-Test-Regeln. Nur noch nach einem positiven Antigenschnelltest soll es kostenfreie PCR-Tests geben.

Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen in Baden-Württemberg* – und auch in ganz Deutschland – soll der Einsatz der genaueren PCR-Labortests stärker konzentriert werden, wie echo24.de* berichtet. Für den Anspruch auf kostenlose Corona-Tests greifen ab heute (12. Februar) nun neue Regeln: Die besonders genauen PCR-Tests gibt es künftig nur noch nach einem positiven Antigen-Schnelltest von einer Teststelle.

Die angepasste Teststrategie der Bundesregierung tritt damit in Kraft. Ziel sei es, die Testkapazitäten aufgrund der aktuell stark steigenden Infektionszahlen noch gezielter als bislang einzusetzen.

PCR-Test-Regeln: Ab sofort reicht rote Warm-App nicht mehr aus – Anspruch erst nach positivem Schnelltest

Zuvor reicht eine rote Warnmeldung auf der Corona-Warn-App – nach den neuen Regeln reicht diese nicht mehr aus, um einen PCR-Test zu bekommen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Auf dem Höhepunkt der Pandemie setzen wir PCR-Tests gezielter ein.“

Sie sollen laut Ministerium im Kern auf Fälle konzentriert werden, bei denen gerade mit positiven Ergebnissen zu rechnen ist. Ziel sei, so das Pandemiegeschehen im Blick zu behalten, gefährdete Gruppen besonders zu schützen und Menschen Gewissheit zu geben, die positive Schnelltests haben.

Wer Gewissheit über eine Infektion benötigt, bekommt sie.

 Gesundheitsminister Karl Lauterbach

Neue PCR-Test-Regeln: Corona-Tests von Risikopatienten und Co. haben Vorrang

Wer sich vorzeitig aus einer Isolierung als Infizierter oder einer Quarantäne als Kontaktperson von Infizierten „freitesten“ möchte, benötigt laut neuen Regeln lediglich einen Schnelltest. Bei Labor-Auswertungen sollen PCR-Tests von Risikopatienten und Menschen in Einrichtungen wie Pflegeheimen, Praxen, Kliniken und Rettungsdiensten vorrangig zum Zuge kommen. Auch sie müssen aber zunächst einen positiven Antigen-Schnelltest haben.

Die neuen Regelungen gehen aus einem Entwurf für eine geänderte Testverordnung und aus Anpassungen der Teststrategie hervor, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Hintergrund ist, dass Laborkapazitäten in der Omikron*-Welle knapper werden. Die neuen Regeln der Testverordnung könnten nicht die einzigen sein, die sich bald ändern. Denn: Beim nächsten Bund-Länder-Treff am Mittwoch (16. Februar) möchte Bundeskanzler Olaf Scholz* einen ersten „Öffnungsschritt“ in der Corona-Pandemie angehen. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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