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Preisschock beim Parken: Worauf Autofahrer in BW ab jetzt achten müssen

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Von: Julia Cuprakowa

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Parkscheinautomat
Vor etwa einem halben Jahr hatte die Landesregierung den Weg frei gemacht, dass Städte die Gebühren erhöhen dürfen. (Symbolbild) © picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa

Vor allem die Großstädte in Baden-Württemberg erhöhen die Gebühren für Anwohnerparkausweise massiv. Heilbronn, Wertheim und Bad Mergentheim bilden eine Ausnahme.

Vor einem halben Jahr hat die Landesregierung den Weg frei gemacht: Städte dürfen fürs Anwohnerparken mehr Gebühren verlangen. Viele Kommunen in Baden-Württemberg setzen das in diesem Jahr 2022 um. Einige Städte und Gemeinde – wie Heilbronn, Schwäbisch Hall und Wertheim – halten nichts davon und erhöhen die Preise für Anwohnerparkausweise nicht.

Nicht nur die Tübinger müssen fürs Parken ab diesem Jahr 2022 tiefer in die Tasche greifen. Auch andere Städte in Baden-Württemberg – unter anderem auch die Landeshauptstadt Stuttgart – machen Ernst und wollen das Parken deutlich verteuern. Vor allem für SUVs wird das Parken in Tübingen richtig teuer, denn je schwerer das Auto, umso teuer wird das Parken, wie echo24.de bereits berichtete.

Baden-Württemberg: Anwohnerparkausweise werden im 2022 teuer

Auch in Freiburg kostet ein Anwohnerparkausweis ab April 2022 im Schnitt 360 Euro pro Jahr (bislang 30 Euro). Diese Regelung soll laut einem Sprecher gelten, bis technisch eine feinere Abstimmung nach Kriterien möglich ist. Bis dahin werden die Preise nach Fahrzeuglänge und sozial gestaffelt. Für Autos, die kürzer sind als 4,21 Meter, werden 240 Euro im Jahr fällig, für Autos zwischen 4,21 und 4,70 Meter sind es 360 und für Autos mit mehr als 4,70 Meter Länge sind es 480 Euro.

Andere Städte Baden-Württembergs – wie zum Beispiel Heilbronn, Wertheim und Bad Mergentheim – planen dagegen keine Erhöhung der Gebühren für Anwohnerparkausweise, wie der SWR berichtet. In Öhringen (Hohenlohekreis) gibt es einen solchen Ausweis gar nicht. Dort ist das Parken auf öffentlichen Stellplätzen in Wohngebieten kostenlos und soll es auch 2022 bleiben. Doch warum erhöhen Heilbronn, Schwäbisch Hall und Co. nicht die Gebühren fürs Parken?

Keine Gebührenerhöhung fürs Anwohnerparken in Heilbronn – aus diesem Grund

Ihre Entscheidung, die Gebühren nicht zu erhöhen, begründen die Kommunen in Heilbronn-Franken unterschiedlich. Laut SWR will die Heilbronner Stadtverwaltung die Anwohner und Gewerbetreibende mitten in der Corona-Pandemie nicht zusätzlich mit erhöhten Gebühren belasten. Ein Anwohnerparkausweis in Heilbronn kostet derzeit 30,70 Euro pro Jahr – außer in der Zone im Wohngebiet am Gesundbrunnen, wo es nur etwa 10 Euro sind.

In Baden-Württemberg: Wertheim und Bad Mergentheim haben keine Probleme mit Anwohnerparken

Auch Bad Mergentheim im baden-württembergischen Main-Tauber-Kreis will die Preise für etwa 530 Parkausweise derzeit nicht erhöhen. Wie in Heilbronn kosten die Anwohnerparkausweise dort 30 Euro. Das Ordnungsamt Bad Mergentheim hat laut des Stadtsprechers eine Umfrage unter großen Kreisstädten durchgeführt, wie sie mit dem Thema umgehen. Diese Umfrage soll in nächster Zeit ausgewertet werden.

Aus Wertheim, einer baden-württembergischen Kommune in Main-Tauber-Kreis, heißt es, dass Anwohnerparken kein Problem sei. Nur im recht eng bebauten Quartier „Links der Tauber“ gebe es dafür Ausweise, sie kosten 30 Euro pro Jahr. 2021 wurden 99 Ausweise ausgegeben. Eine Preiserhöhung im Jahr 2022 sei nicht vorgesehen.

Anwohnerparkausweise: Gesetzesänderung ermöglicht massive Gebührenerhöhung in Baden-Württemberg

Den Weg für Erhöhungen hatte das Land im Juli per Verordnung für die Kommunen freigemacht. Ermöglicht wurde dies durch eine Gesetzesänderung auf Bundesebene. Zuvor waren Gebühren für Anwohnerparkausweise gedeckelt auf 30,70 Euro. Das gilt nun nicht mehr, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

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