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Änderungen gelten jetzt: Corona-Regeln, Mindestlohn und Führerschein

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Von: Michaela Ebert

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Im Oktober 2022 kommen viele Änderungen: Ob Corona-Regeln, die Anhebung des Mindestlohns oder andere Fragen bei der Führerscheinprüfung – es ist viel Neues dabei.

Schon im September gab es einige Änderungen, auf die sich die Bürger Deutschlands einstellen mussten: Mindestlohnerhöhungen im Pflegebereich, 300 Euro Energiepreispauschale für Arbeitnehmer und neue technische Updates für iPhone-Nutzer waren nur einige von ihnen. echo24 gibt einen Überblick, was nun auf die Bürger ab Oktober zukommt.

Was sich im Oktober ändert: Der Herbst bringt neue Corona-Regeln

Es wird wieder Herbst: Der Wind bringt nasskaltes Wetter, die Blätter fallen - und die Infektionszahlen steigen? Das versucht die Bundesregierung mit dem „Gesetz zur Stärkung des Schutzes der Bevölkerung und insbesondere vulnerabler Personengruppen vor COVID-19“ zu verhindern. Das Gesetz macht es möglich, dass im Oktober 2022 viele bekannte Corona-Regeln geändert werden. Wie sieht das aus?

Ab dem 1. Oktober 2022 gilt dann beispielsweise in Fernzügen die FFP2-Maskenpflicht. Auch in Arztpraxen, Kliniken und Pflegeheimen heißt es weiterhin: Maske tragen. In die beiden Letztgenannten kommt man allerdings nur noch mit einem negativen Test rein. Den braucht man übrigens auch, wenn das Kind unter Infektionsverdacht steht: Für den Besuch von Schule und Kita reicht dann der negative Test aus. Ob die Kinder in der Schule Masken tragen und regelmäßig getestet werden müssen, entscheiden jedoch die jeweiligen Länder für Schüler ab der 5. Klasse.

Corona-Maßnahmen an Schulen
Ab Oktober ändern sich die Corona-Regeln. Auch Schulkinder sind von den Maßnahmen betroffen. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Allerdings stößt das Gesetz bereits auf einige Kritik: Einige Maßnahmen seien wenig nachvollziehbar. So gilt zum Beispiel in den Flugzeugen keine Maskenpflicht mehr. Eine Regel, die auf Betreiben der FDP hin entstanden ist, da einige Fluggesellschaften Bedenken geäußert hatten, die Maskenpflicht eventuell nicht mehr durchsetzen zu können.

Es soll damit eine Angleichung an die Regeln im Ausland geschaffen werden. Dennoch hat sich die Bundesregierung aber noch ein paar Hintertürchen offengehalten: Per Verordnung kann die Maskenpflicht ohne Zustimmung des Bundesrats eingeführt werden. Generell können die Maßnahmen auch im Land - je nach Corona-Lage - angepasst werden.

Mindestlohn und Verdienstobergrenze werden angehoben: Mehr Geld für Minijobs ab Oktober

Wer derzeit beispielsweise in einem Minijob zum Mindestlohn-Tarif arbeitet, verdient aktuell noch 10,45 Euro pro Stunde. Das ändert sich allerdings zum 1. Oktober 2022: Arbeitnehmer können sich dann über mindestens 12 Euro pro Stunde freuen. Wichtig zu wissen: Der Tarif gilt auch für Tarifverträge, die niedrigere Gehaltsstufen vorsehen. Einige Schlupflöcher wurden in diesem Zusammenhang beseitigt. So drohen beispielsweise Arbeitgebern, die weniger auszahlen, saftige Bußgelder von 500.000 Euro und Nachzahlungen von Sozialversicherungsbeiträgen.

Aber was heißt das dann für den Minijob? Aktuell liegt die Verdienstobergrenze dafür noch bei 450 Euro pro Monat - doch auch diese wird zum 1. Oktober angehoben und befindet sich dann bei 520 Euro. Damit orientiert sie sich dynamisch am Mindestlohn, sodass eine Wochenarbeitszeit von 10 Stunden weiterhin möglich ist. Zum Vergleich: Noch im Januar musste für 9,82 Euro pro Stunde circa 45 Stunden pro Monat gearbeitet werden, um auf die 450 Euro im Monat zu kommen - bei den aktuellen Bedingungen sind es rund 43 Stunden.

Gleiches gilt auch für die Gehaltsobergrenze bei Midijobs. Diese wird zum 1. Oktober von 1.300 Euro auf 1.600 Euro angehoben.

Die Gasumlage kommt - und sorgt für höhere Rechnungen beim Verbraucher

Da der Import von Gas aufgrund des Ukraine-Krieges derzeit immer teurer wird, soll ein neues Gesetz im Oktober 2022 für Abhilfe sorgen: Mit der Gasumlage soll eine Entlastung für den Staat geschaffen und die Energieversorgung gesichert werden. Durch sie werden die höheren Kosten für den Import umgelegt, was für Verbraucher einen Preisanstieg von bis zu 2,4 Cent pro Kilowattstunde bedeutet. Für einen durchschnittlichen Familienhaushalt könnte die Preissteigerung beim Gas mehrere hundert Euro pro Monat betragen.

Bisher ist ein Ende der Gasumlage für den 31. März 2023 geplant. Um die Kosten nicht ausufern zu lassen, hat die Bundesregierung für diesen Zeitraum eine Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent angesetzt. echo24.de hat bereits einige Tipps zusammengefasst, wie sich in der aktuellen Zeit am besten Gas und Energie sparen lassen. Zudem konnten bereits im September einige Arbeitnehmer einen Antrag auf eine 300-Euro-Energiepauschale stellen.

Ab Oktober: Änderungen bei der theoretischen Führerscheinprüfung

Wer aktuell für die theoretische Führerscheinprüfung lernt, sollte auf der Hut sein. Ab Oktober ändert sich dort nämlich einiges, das im Zweifelsfall sogar zum Nicht-Bestehen der Prüfung führen kann. Die Prüflinge, die gerade fleißig am Lernen sind, sollten nämlich vor allem darauf achten, dass sie auch für die richtigen Fragen lernen. Ab Oktober finden sich dann - über die gesamten Klassen verteilt - insgesamt 52 neue, beziehungsweise überarbeitete Fragen im Katalog.

Neuer GoGreen-Plus-Tarif und sicherer Ablageort bei DHL-Zustellungen

Bereits seit einiger Zeit wird das Verschicken von Paketen und Päckchen bei der DHL zunehmend teurer. Nun kommen auf Kunden ab Oktober 2022 auch weitere Regeln und Preiserhöhungen zu. Zum Beispiel gibt es einen Kostenzuschlag für einen klimaneutralen Versand. Beim GoGreen-Plus-Tarif können die Kunden dann für einen CO2-Ausgleich tiefer in die Tasche greifen.

Außerdem sollten Empfänger beim Wunsch-Ablageort ab Oktober sicherstellen, dass dieser einsehbar, wetterfest und für die Paketboten frei zugänglich ist. Sonst könnte unter Umständen die Zustellung verweigert oder eine Erstattung bei Diebstahl oder Schäden ausgeschlossen werden.

Außerdem wird es die Möglichkeit geben, die Annahme eines Pakets bereits im Voraus digital zu verweigern - allerdings nur, bis das Paket ins Zustellfahrzeug verladen wird.

WhatsApp läuft ab Ende Oktober auf alten iPhones nicht mehr

Wer ein altes iPhone mit dem Betriebssystem iOS 12 oder älter besitzt, sollte sich darauf einstellen, dass ab dem 25. Oktober WhatsApp auf dem Gerät nicht mehr unterstützt wird. Konkret heißt das, dass dies die iPhone 5 , 5c und ältere Modelle betrifft.

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