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Wichtige Änderungen im November: Netflix-Abo, Tierarztkosten und mehr

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Streaming
Im November ändert sich wieder einiges – und Verbraucher werden sich nicht über alles freuen. © Daniel Reinhardt/dpa/Symbolbild

Höhere Tierarztkosten, Shopping-Angebote, ein neues Netflix-Abo und vieles mehr: Der November hält wieder viele Änderungen bereit. Die Wichtigsten gibt‘s im Überblick.

Zum Oktober hat sich bereits vieles geändert: neue Corona-Regeln, ein erhöhter Mindestlohn oder Änderungen der Führerscheinprüfung sind nur drei der vielen Dinge, auf die sich Verbraucher einstellen mussten. Doch auch der November hat einige Neuerungen im Gepäck. Das müsst ihr wissen:

Ab 22. November wird es beim Tierarzt deutlich teurer

Massive Änderungen bei Tierärzten lassen einen Besuch für Haustierbesitzer ab 22. November deutlich teurer werden. Der Bundesrat hat der Neufassung der Tierärztegebührenordnung zugestimmt. Konkret bedeutet das eine Preissteigerung von 20 bis über 100 Prozent.

Tierarzt
Eine allgemeine Untersuchung bei Hunden soll beim Tierarzt bald das Doppelte kosten. © Nicolas Armer/dpa/Archivbild

Wo eine allgemeine Untersuchung bei Katzen momentan noch um die neun Euro kostet, müssen Besitzer ab 22. November 23,60 Euro auf den Tisch legen. Tierschützer fürchten wegen der steigenden Tierarztkosten Einbußen beim Tierwohl.

Netflix erweitert sein Abo-Angebot mit einem Abo für 4,99 Euro - mit Werbung

Der US-amerikanische Streaming-Dienst Netflix sieht im November ein neues Basis-Abo vor. Ab 3. November startet das werbe- unterstützte Abo für 4,99 Euro im Monat. Für Kunden, die ein Basis-, Standard- oder Premium-Abo nutzen und Bestandskunden sind, ändert sich, laut Konzern-Angaben, nichts.

Was können Verbraucher vom 4,99-Euro-Abo erwarten? Netflix spielt für die 3 Euro, die man im Vergleich zum regulären Basis-Abo für 7,99 Euro im Monat spart, mit zielgerichteter Werbung ein. Dafür werden vereinzelt Werbespots mit einer Länge von 15 oder 30 Sekunden vor oder während einer Serie oder eines Films gezeigt. Auf die Kinderprogramme im Angebot soll das nicht zutreffen.

Alle Jahre wieder: Black Friday und Cyber Monday entfachen den Kaufrausch

Die Inflation macht Verbrauchern zu schaffen. Größere Anschaffungen werden derzeit bei vielen lieber hinten angestellt. Die Shopping-Tage im November dürften da einigen gelegen kommen. Am „Singles Day“ (11. November), dem „Black Friday“ (25. November) und dem „Cyber Monday“ (28. November) jagt ein Schnäppchen das nächste. Neben etlichen Onlinehändlern bietet der Einzelhandel ebenso günstige Angebote für seine Kunden.

Black Friday
Besonders Amazon erzielt an den Spar-Tagen im November jährlich Rekordumsätze © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Die ARD schrumpft die Sender-Liste - diese vier müssen gehen

Im vergangenen Jahr beendete die ARD die SD-Verbreitung des Senders ARD alpha via Satellit und Kabel. Am 25. November folgen nun vier weitere Programme in SD-Qualität. Mit dem Stichtag beendet die ARD die Ausstrahlung von ONE, tagesschau24, phoenix und ARTE. Die ARD begründet die Abschaltung mit der verstärkten HD-Nutzung der Fernsehzuschauer. Deshalb sei auch lediglich ein kleiner Teil der TV-Haushalte von der SD-Abschaltung betroffen.

Google wirft rund 900 000 Apps aus Play-Store raus

Rund 900 000 Apps im Google Play Store werden ab November von Google gelöscht, sofern sie die Vorgaben nicht einhalten. Mit der Änderung im November 2022 will Google aktualisierte Standards der Sicherheit und Privatsphäre durchdrücken. Viele Apps setzen die Neuerungen der jüngsten Android-Versionen, die Sicherheit der Nutzer zu erhöhen und ihre Privatsphäre zu schützen, noch nicht um. Die Konsequenz - Rauswurf.

App-Entwickelnde haben die Möglichkeit, bis November 2022 Anpassungen vorzunehmen und die neuen Standards zu erfüllen. Wer mehr Zeit dafür benötigt, kann bei Google eine Verlängerung der Frist um sechs Monate beantragen. Bereits installierte Apps sind für Android-User trotzdem weiterhin nutzbar.

Krankenhaus­begleitung von Menschen mit Behinderung wird erstattungsfähig

Wie aerzteblatt.de informiert, können ab 1. November Krankenhausbegleitungen Krankengeld beantragen und so eventuelle Verdienstausfälle kom­pensieren. Krankenhausbegleitungen unterstützen Menschen mit Behinderung, die stationär in deinem Krankenhaus behandelt werden müssen. Die neue Krankenhausbegleitungs-Richt­linie des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) legt dabei Anforderungen fest, welche für eine Erstattung erfüllt werden müssen.

Begleitpersonen können laut Gesetz nahe Angehörige wie zum Beispiel Eltern, Geschwister und Lebenspartner sein. Auch Personen aus dem engsten persönlichen Umfeld, zu der die gleiche persönliche Bindung wie zu einem nahen Angehörigen besteht, kommen infrage.

Nicht vergessen: Bis 31. Oktober die Steuererklärung abgeben.

Nachdem die Einreichfrist der Steuererklärung vom 31. Juli aufgrund der Corona-Pandemie auf den 31. Oktober 2022 verlängert wurde, muss diese spätestens bis zum Stichtag beim Finanzamt abgegeben sein. Da in manchen Bundesländern der 31. Oktober als Feiertag gilt, ist die Frist dort um einen Tag verlängert worden - nämlich bis zum 1. November.

Bundesländer, in denen der 31. Oktober Feiertag ist: Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen.

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