Auswirkungen spürbar

Knappe Lebensmittel beim Einkauf: Diese Produkte oft vergriffen – und teurer

  • Anna-Maureen Bremer
    VonAnna-Maureen Bremer
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Der Import aus Russland und der Ukraine ist verringert oder eingestellt – ausgerechnet bei Produkten, welche viele Verbraucher sich gern als Vorrat anlegen.

Natürlich sind die Auswirkungen, die wir in Deutschland vom Krieg in der Ukraine abbekommen, vergleichsweise mild, dennoch sind sie deutlich spürbar. Die Spritpreise sind extrem gestiegen – aber wer zur richtigen Uhrzeit tanken geht, kann sparen. Einzelne Lebensmittel werden bei Lidl und Kaufland bereits begrenzt verkauft, weil vermehrt Hamsterkäufe eingesetzt haben. Vor allem bei Speiseöl haben viele Verbraucher Bedenken, dass durch gestoppte Importe aus der Ukraine und Russland bald nichts mehr oder weniger verfügbar ist. Aber es sind noch ganz andere Produkte betroffen.

Die Wirtschaft bekommt die Auswirkungen zu spüren und der Verbraucher wird sie bezahlen. Auch die Fleisch-Industrie sieht eine Krise kommen. Vorm Back-Regal ist das Zusammenspiel mehreren Faktoren deutlich zu sehen: Menschen hamstern, um für den Notfall einen Vorrat zu Hause zu haben und es gibt zusätzlich bereits Verknappungen.

Krieg in der Ukraine macht unsere Produkte teurer

Merkur.de* schreibt: „Die Verknappung von Mehl und anderen Getreideprodukten hat mehrere Gründe. Die letzten Jahre sind bereits von einem deutlichen Preisanstieg beim Weizen gezeichnet. Laut Statistischem Bundesamt waren die Erzeugerpreise im Dezember 2021 bereits 40,6 Prozent teurer, als im Jahr zuvor. Laut Bundesamt spielten hierbei vor allem hohe Nachfragen und geringe Erntemengen entscheidende Rollen. Derartige Anstiege werden in der Folge an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben.“

Leere Regale wegen Ukraine-Krieg: Diese Produkte sind oft vergriffen

Natürlich gab und gibt es aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus auch immer wieder Probleme bei den Lieferketten – überall fallen Menschen krankheits- und quarantänebedingt aus. Ergebnis: weniger Ware im Regal. Logische Folge: Das Mehl ist in vielen Einkaufsmärkten bereits vergriffen – und wer glaubt, ein Déjà-vu zu haben: Ja, auch beim Hefe sieht‘s wieder mau aus.

Als völlig unbegründet kann man die Sorge der Verbraucher um steigende Preise nicht abtun. Viele Produkte bei Lidl sind bereits teurer seit Jahresbeginn. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied gibt zu: „Wir gehen davon aus, dass dieser Krieg die Preise noch weiter steigen lässt.“ *echo24.de und Merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/dpa/dpa-Bildfunk

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