Vergleichen lohnt sich

Mietwagen im Urlaub: Typische Kostenfallen vermeiden – mit diesen Tipps

  • Sebastian Oppenheimer
    VonSebastian Oppenheimer
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In diesem Jahr können Mietwagen so richtig teuer werden. Wer typische Kostenfallen meidet, kann dennoch ein gutes und einigermaßen günstiges Angebot erhalten.

Die Deutschen fliegen in diesem Jahr wieder vermehrt in den Auslandsurlaub. Um vor Ort mobil zu sein, werden sich viele am Ziel außerdem einen Mietwagen gönnen, der in diesem Jahr allerdings ziemlich teuer werden kann. Während der Corona-Jahre 2020 und 2021 haben Fahrzeugvermieter ihre Kontingente deutlich verkleinert und seither nicht wieder auf Vor-Corona-Niveau aufgestockt. Entsprechend treibt mancherorts das knappe Angebot den Preis nach oben – ähnlich wie aktuell beispielsweise auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Doch wer ein paar Kniffe beachtet, kann auch jetzt noch einen smarten Deal an Land ziehen.

Mit einem Mietwagen sind Urlauber mobil – doch Autofahrer sollten beim Ausleihen ein paar Dinge beachten.

Mietwagen im Urlaub: Typische Kostenfallen meiden – so können Autofahrer sparen

Die einfachste und in der Regel günstigste Möglichkeit an ein Ferien-Fahrzeug zu kommen, ist die Online-Reservierung, wie 24auto.de berichtet. Wer in den klassischen Urlaubsmonaten Juli und August verreisen will, sollte sich frühzeitig um ein Fahrzeug bemühen, denn je näher der Urlaub rückt, desto kleiner werden die verfügbaren Kontingente, was sich in der Regel auch auf den Preis durchschlägt. Idealerweise wird ein Fahrzeug drei bis vier Monate vor der eigentlichen Anmietung reserviert. Kurzentschlossene, die erst bei Ankunft am Flughafen ein Auto anmieten, müssen mit einer kleineren Auswahl und höheren Preisen rechnen.

Automieten für den Urlaub: So finden Verbraucher das günstigste Angebot

Wer für seine Vorab-Buchung nicht zahllose Webseiten von Vermietern abklappern will, kann sich über die Angebote von Vergleichsportalen wie www.billiger-mietwagen.de, Check24 oder die Autovermietung des ADAC einen Marktüberblick verschaffen. Meist finden sich hier Angebote diverser Vermieter, die sich außerdem leicht vergleichen lassen. Dank Sortierfunktionen ist das beste Angebot schnell gefunden, welches allerdings nicht immer das vermeintlich preiswerteste sein muss. Beim Vergleich der Angebote ist es deshalb entscheidend, deren wichtigste Konditionen genauer zu prüfen.

Mietwagen im Urlaub: Fahrer unter 25 Jahren müssen mit Preisaufschlägen rechnen

In der Regel errechnen sich die Mietgebühren aus Wagenklasse und Mietdauer. Bei einigen Verträgen ist eine limitierte Anzahl Freikilometer inkludiert. Wird dieses Kilometer-Limit überschritten, werden für Zusatzkilometer zum Teil deftige Aufpreise aufgerufen. Sofern hinsichtlich der zu fahrenden Kilometer Unsicherheit besteht, empfiehlt sich der Alle-Kilometer-inklusiv-Vertrag. Sparen kann man außerdem, wenn nur eine Person als Fahrer eingetragen wird, denn weitere Fahrer kosten Aufpreis. Bei den meisten Autovermietern gibt es eine Altersuntergrenze von 25 Jahren, einige lassen auch schon 18-Jährige ans Steuer, verlangen dann aber ebenfalls einen Preisaufschlag.

Auto mieten im Ausland: Achtung, Kostenfalle! Extras können teuer werden

Besonders deftig können Aufschläge für Extras ausfallen. Wer das Geld für eine aufpreispflichtige Navigation einsparen will, sollte das eigene Handy als digitalen Wegweiser einsetzen. Wer eine Kindersitzerhöhung benötigt, sollte diese am besten von zu Hause mitbringen. Einen zur Mitnahme im Flieger ungeeigneten Kindersitz muss man beim Autovermieter ordern. Diese sollte unbedingt bei der Vorab-Buchung geschehen, sonst könnte es passieren, dass man vor Ort leer ausgeht. Generell ist zu empfehlen, sich vor Antritt der Reise über die Verkehrsregeln im Urlaubsland zu informieren – denn oft unterscheiden sich diese im Detail von den deutschen Vorschriften. Unwissenheit kann in so einem Fall teuer werden.

Mietwagen-Angebote gibt es viele – einen guten Überblick bieten in der Regel Vergleichsportale. (Symbolbild)

Auto mieten: Unbedingt die Allgemeinen Geschäftsbedingungen durchlesen

Sind alle Parameter für die Fahrzeuganmietung definiert, sollte am Ende der Buchung ein Gesamtpreis mit allen Versicherungen und Gebühren ausgewiesen sein. Andernfalls könnten vor Ort noch weitere Zusatzkosten anfallen. Mit der Online-Reservierung erhält man in der Regel einen Voucher, der Vertrag mit dem Vermieter wird hingegen am Ort der Fahrzeugübergabe abgeschlossen. Wer auf Nummer sichergehen will, liest sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen durch. Wie teuer es einen beispielsweise zu stehen kommen kann, wenn man entgegen der Vorgaben im Mietwagen raucht, zeigt ein Fall aus den USA.

Kleiner Tipp: Idealerweise ist die Fahrzeugbuchung bis 24 Stunden vor Abholung kostenlos stornierbar. Außerdem sollte der Mieter die No-Show-Vertragsklausel achten. Erscheint ein Mieter aufgrund einer Verspätung seines Fliegers erst nach dem vereinbarten Termin zu Fahrzeuganmietung, kann der Vermieter die Buchung stornieren und vorausgezahlte Gelder einbehalten. Der Mieter steht zudem ohne Fahrzeug da.

Vor der Mietwagen-Übergabe werden gerne noch Zusatz-Versicherungen angeboten – nicht alle brauchen Autofahrer wirklich. (Symbolbild)

Mietwagen: Bei Zusatz-Angeboten sollten Urlauber genau hinschauen

An der Vermietstation werden vor der Fahrzeugübergabe gerne noch zusätzliche Versicherungen des Vermieters sowie ein Fahrzeug-Upgrade angeboten, was die Kosten meist unnötig in die Höhe treibt. Wirklich empfehlenswert ist lediglich eine echte Vollkaskoversicherung mit Diebstahlschutz ohne Selbstbeteiligung sowie eine Haftpflicht-Versicherungssumme von mindestens eine Million Euro. Die Vollkasko deckt die selbst verschuldeten Schäden am Mietwagen ab, meist verlangen die Vermieter aber eine Selbstbeteiligung. Gegen Aufpreis kann häufig eine Zusatzversicherung gebucht werden, die den Selbstbehalt ausschließt.

Auch Spezialversicherungen gegen Schäden an Reifen und Glas werden angeboten. Welche Versicherungsart man wählt, muss jeder für sich entscheiden. Die Haftpflicht ist am günstigsten, birgt aber das Risiko der Haftung gegenüber dem Vermieter bei einem Selbstverschulden. Der Vollkaskotarif ist der bessere Schutz. Die Kaskoversicherung ist übrigens auch wichtig, falls der Mietwagen gestohlen wird. Ohne sie bleibt der Kunde auf den Kosten sitzen. Auf eine zusätzliche Insassenversicherung oder eine Gepäckversicherung kann man hingegen verzichten.

Mietwagen am besten während der Geschäftszeiten zurückgeben

Idealerweise werden Mietwagen während der Geschäftszeiten des Vermieters abgegeben, damit ein Mitarbeiter die Übergabe protokolliert. Wird das Fahrzeug außerhalb der Geschäftszeiten abgestellt, besteht ein Risiko, dass nach dem Parken entstandene Schäden in Rechnung gestellt werden. Idealerweise wird das Auto außerdem im Rahmen der vereinbarten Mietzeit zurückgegeben. Bei Verspätungen stellen manche Vermieter für eine Überziehung von nur wenigen Minuten bereits einen weiteren vollen Tag in Rechnung. Und sofern man ein Mietvertrag mit praktischer voll-voll-Tankregelung hat, ist das Fahrzeug bei der Abgabe auch unbedingt vollgetankt. Auch die Abgabe des Schlüssels außerhalb der Geschäftszeiten kann teuer werden, denn nicht alle Anbieter arbeiten seriös. (Mario Hommen/SP-X)

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