Daten von 1,2 Millionen Menschen analysiert

Gegen Corona geimpft und trotzdem infiziert: 8 Gründe, warum das passiert

  • Anna-Maureen Bremer
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Menschen, die gegen Corona geimpft sind, können sich trotzdem anstecken. Jetzt sind acht Gründe bekannt, die eine Infektion trotz Impfung begünstigen.

Immer mehr Impfgegener machen ihrem Unmut an der Corona-Politik Luft. Aktuell gibt es immer wieder Corona-Demonstrationen. Wasser auf die Mühlen derer, die den Vakzinen gegen Erkrankungen an Covid-19 ohnehin nicht trauen ist es, dass durchaus Menschen am Virus erkranken trotz Impfung. Aber wie kann das überhaupt passieren? Dafür gibt es mehrere Gründe.

Geimpfte bekommen trotzdem Corona: Aber was sind die Gründe?

Bild.de schreibt aktuell darüber, wie es sein kann, dass Menschen, die bereits gegen Corona geimpft sind, trotzdem mit schweren Verläufen auf den Intensivstationen der Krankenhäuser landen: „National Institut of Health, die amerikanische Gesundheitsbehörde, hat Daten von 1,2 Millionen Erwachsenen ausgewertet und analysiert, welche Faktoren TROTZ Impfung einen schweren Verlauf begünstigen.“

Begünstigende Faktoren für einen Impfdurchbruch sind demnach:

  • Alter über 65 Jahre (Risikofaktor 3,2)
  • Immunsuppression (Risikofaktor 1,9)
  • chronische Lungenerkrankung (Risikofaktor 1,7)
  • chronische Lebererkrankung (Risikofaktor 1,7)
  • chronische Nierenerkrankung (Risikofaktor 1,6)
  • neurologische Krankheiten (Risikofaktor 1,5)
  • Diabetes (Risikofaktor 1,5)
  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (Risikofaktor 1,4)

Corona-Infektion trotz Impfung: Daten von 1,2 Millionen Menschen ausgewertet

Untersucht wurden demnach Fälle, bei denen die erkrankten Patienten ihre Impfung zwischen Ende 2020 und Ende 2021 bekommen hatten. Von den 1,2 Millionen Personen waren insgesamt 2.246 trotz Impfung erkrankt, 189 davon hatten wiederum einen schweren Krankheitsverlauf, 36 Menschen starben.

Jetzt stellt sich vielen die Frage, wie sich trotz der Risikofaktoren vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen können. Experten raten vor allem zu zwei Dingen: Auffrischungsimpfungen und eine gute Überwachung der bereits bestehenden Krankheiten und Vorbelastungen.

Auch die Hygiene- und Schutzmaßnahmen, die im Laufe der Pandemie bei vielen wieder in den Hintergrund gerückt sind, sollten auf jeden Fall Beachtung finden. Es heißt abschließend im Bericht: „Komme es dennoch zu einer Infektion, empfehlen die Forscher die Behandlung mit neutralisierende Antikörpern oder antiviralen Medikamenten wie Molnupiravir oder Paxlovid. Diese können schwere Verläufe unter Umständen verhindern.“

Rubriklistenbild: © Bodo Schackow/dpa