1. echo24
  2. Leben
  3. Verbraucher

Lidl wirft Vittel von Nestlé raus – neue Wasser-Alternative schockiert

Erstellt:

Von: Anna-Maureen Bremer

Kommentare

Plastikdeckel von Getränkeflaschen werden in Hohenholte eifrig gesammelt.
Lidls Vertrag mit Vittel wurde im November nicht verlängert. © dpa

Ein Raunen ging durch die Medien, als sich Lidl dieses Jahr von Vittel trennte. Die Alternative, die nun statt des Nestlé-Wassers ins Regal kommt, schockiert vor allem Umweltschützer.

Manch einer wird sich fragen, was den Mega-Discounter Lidl bewegt. Der Umweltschutz wird‘s eher nicht sein. Kürzlich hatte Lidl noch das Wasser von Vittel (Nestlé) aus den Regalen verband, nun verpasst es das Unternehmen allerdings auf eine umweltfreundlichere Alternative umzustellen.

Lidl trennt sich von Vittel: Statt Nestlé gibt‘s nun einen anderen Abfüller im Regal

Die Kontroverse, die seit Jahren um die Wasser-Produkte von Nestlé tobt, sei laut dem Konzern nicht der Grund dafür gewesen, dass Lidl den Vertrag nicht verlängert hatte. „Nachdem Medien und Umweltverbände über die Gründe des Vertrags-Aus gemutmaßt haben, äußerte sich Nestlé: Sie reduzieren das Geschäft mit dem Wasser völlig freiwillig, das Ende des Vertrags sei einvernehmlich“, schreibt Utopia.

Was Lidl jetzt allerdings ins Sortiment aufnimmt, legt nahe, dass auch der Umweltgedanke nicht der Beweggrund für das Vertragsende war. Statt des Nestlé Wassers verkauft Lidl ab sofort Danones Mineralwasser Volvic – dieses kommt ebenfalls aus Frankreich und in gleichermaßen klimaschädlichen Einwegplastikflaschen. Die Chance, jetzt auf Mehrwegflaschen umzustellen, wollte Lidl wohl noch nicht wahrnehmen.

Bei Lidl gibt‘s künftig Wasser von Volvic – es kommt genau wie Vittel in Einwegflaschen

Viele mögen sich fragen „Würde es denn DEN großen Unterschied machen?“. Dazu schreibt Utopia weiter: „Laut der Deutschen Umwelthilfe könnten sich jährlich 1,4 Millionen Tonnen CO2 einsparen lassen, wenn alle alkoholfreien Getränke in Deutschland ausschließlich in Mehrwegflaschen verkauft würden.“

„Geht es nach der Deutschen Umwelthilfe, hat das Management aber bei der Entscheidung für das Danone-Wasser Volvic nicht genau genug hingeschaut“, berichtet BW24* zur Wasser-Debatte beim Discounter Lidl. „Denn das Wasser müsse „sogar noch 400 Kilometer weiter transportiert werden“ als das von Vittel, lautet die Kritik. Ein längerer Weg bedeutet im Umkehrschluss natürlich einen höheren CO2-Ausstoß und damit Belastungen für das Klima.“ *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare