Speiseöl soll weiterhin Mangelware bleiben

Streit um Sonnenblumenöl: Lidl-Mitarbeiterin kassiert Anzeige

  • Julia Cuprakowa
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Wegen des Ukraine-Kriegs ist Sonnenblumenöl in fast allen Supermärkten Mangelware. In einer Lidl-Filiale eskalierte ein Streit so sehr, dass sogar die Polizei anrücken musste.

In den Supermärkten ist Sonnenblumenöl schon seit Wochen weitgehend ausverkauft. Für Verbraucher, Gastronomie und Lebensmittelhersteller wird Sonnenblumenöl wegen des Ukraine-Kriegs auf absehbare Zeit Mangelware bleiben. Da die Ukraine der größte Lieferant ist, erwarten Fachleute vorerst keine Verbesserung der Situation. Kein Wunder also, dass die Kunden das Verlangen haben, gleich mehrere Flaschen zu kaufen und sich einen kleinen Vorrat anzulegen.

So ging es zumindest einer Kundin in einer Lidl-Filiale in Lüdenscheid. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, eskalierte dort ein Streit wegen Sonnenblumenöl so sehr, dass die Lidl-Mitarbeiterin mit einer Anzeige wegen Körperverletzung rechnen muss. Was war genau passiert?

Lidl-Filiale in Lüdenscheid: Streit um Sonnenblumenöl eskaliert – Polizei muss anrücken

Nach einem Streit um die Abgabemenge von Speiseöl hat eine Kundin in einem Supermarkt in Lüdenscheid Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Laut Mitteilung der Polizei des Märkischen Kreises gehen die Schilderungen des Vorfalls allerdings auseinander.

Zuerst hatten sich demnach zwei Kunden wegen Sonnenblumenöl gestritten, woraufhin eine 42-jährige Angestellte den Streit schlichten wollte. Dies sei der Mitarbeiterin jedoch nicht sonderlich gut gelungen, da sie und eine Kundin daraufhin in einen Streit gerieten. Es folgte ein heftiges Wortgefecht, wie auch merkur.de berichtet. Schließlich musste sogar die Polizei anrücken. Doch wie kam es zu einer Anzeige wegen Körperverletzung?

Streit um Sonnenblumenöl: Lidl-Mitarbeiterin wird wegen Körperverletzung angezeigt

Wie die dpa weiter berichtet, gab die Kundin offenbar an, von der Lidl-Mitarbeiterin am Arm gepackt und zum Ausgang geschubst worden zu sein. Die Mitarbeiterin will die 28-jährige Kundin dagegen nur leicht berührt und zum Ausgang geleitet haben, wie sie gegenüber der Polizei sagte. Beide Versionen des Streits sind jetzt Teil der noch laufenden Ermittlungen.

Rubriklistenbild: © Stefan Sauer/dpa

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