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So viel lässt sich mit der Lidl-Rettertüte wirklich sparen

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Von: Michaela Ebert

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Der Inhalt von zwei Lidl-Rettertüten liegt ausgebreitet vor ihnen. Ananas, Äpfel, Brokkoli, Gurke, Kartoffeln, Mais, Mangos, Radiesschen, Zucchinis, Zwiebeln waren drin.
Die Lidl-Rettertüten versprechen viel Obst und Gemüse für wenig Geld. Für gerade mal drei Euro können Kunden die Tüte erwerben. echo24 macht den Test: Wie viel können Kunden wirklich sparen? © Michaela Ebert/echo24.de

Dass der Discounter Lidl auf kleine Preise setzt, ist wohlbekannt. Seit Neuestem können Kunden die „Rettertüte“ erwerben und damit etwas für die Umwelt tun.

Der Wocheneinkauf kann derzeit ganz schön ins Geld gehen. Gerade Obst und Gemüse kosten aktuell wegen der regionalen Wasserknappheit und den andauernden Lieferschwierigkeiten mehr als je zuvor. Laut Lidl können Kunden mit der Rettertüte gerade jetzt ein richtiges Schnäppchen machen und einen ganzen Einkauf für nur drei Euro ergattern. Eigentlich ein unschlagbarer Preis – oder? echo24.de macht den Preisvergleich.

Nur was ist eigentlich in der Lidl-Rettertüte drin? Teurer Bio-Müll oder doch brauchbare Früchte? Meist kommt rein, was sonst als schimmeliger Ladenhüter enden würde. Die zu krumme Gurke oder der angedrückte Apfel zum Beispiel. Laut Lidl sollen jedoch alle Produkte noch genießbar sein. Das deckt sich allerdings nicht mit den Erfahrungen der Tüten-Tester.

echo24.de packt aus: Das war drin in der Rettertüte

Nach einer ersten Inspektion mussten bereits erste Verluste hingenommen werden: der Spinat beispielsweise, der laut einer Testerin „einen beißenden, fischigen Geruch“ hatte. Auch ein ganzes Bündel Radieschen war nicht mehr genießbar. Zudem musste ein Brokkoli, der nicht sofort verwertet werden konnte, nach nur wenigen Tagen weggeschmissen werden. Besonders an warmen Sommertagen sollte daher darauf geachtet werden, dass das Obst und Gemüse aus der Rettertüte schnell verzehrt wird.

Lidl-Rettertüte im Preisvergleich – das können Kunden wirklich sparen

Zwei der vier Test-Tüten wirkten auf den ersten Blick nicht besonders gut gefüllt, weshalb hier zuerst davon ausgegangen wurde, dass das Ersparnis nicht besonders hoch wäre. Allerdings sorgte die Hochrechnung der regulären Preise für Verwunderung. Bei allen Rettertüten konnte mehr als die Hälfte vom ursprünglichen Preis gespart werden.

Die regulären Preise der einzelnen Tüten aus dem echo24.de-Testkauf zusammengerechnet:

Ist die Lidl-Rettertüte ein echter Spar-Tipp?

Für gerade mal drei Euro kann, besonders mit Blick auf die aktuell steigenden Lebenshaltungskosten, mit der Rettertüte wohl nicht allzu viel falsch gemacht werden. Die Erfahrungen zeigen jedoch, dass hin und wieder einzelnes Obst oder Gemüse weggeschmissen werden muss, was die Tüte unter Umständen sehr teuer machen kann. Mit Glück können Kunden allerdings ein echtes Schnäppchen schlagen und, wie im Fall der Rettertüte 4, mehr als sechs Euro sparen.

Für alle, die auf mehr Auswahl und dennoch kleine Preise hoffen, lohnt sich eventuell auch ein Einkauf an bestimmten Tagen. Auch die Uhrzeit kann entscheidend sein. Oftmals reduzieren Discounter vor allem gegen Abend, etwa ein bis zwei Stunden vor Ladenschluss, die Preise von Obst und Gemüse um bis zu 50 Prozent.

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