Fleischpreise steigen

Lidl/Kaufland: Fleisch wird immer teurer – so können Kunden trotzdem sparen

  • VonJulian Kaiser
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Wegen gestiegener Energie- und Düngerkosten steigen die Fleischpreise in den Supermärkten weiter an. Verbraucher können dennoch Geld sparen.

Wer beim Einkauf am Tiefkühlregal vorbeikommt, dem werden die steigenden Preise für viele verschiedene Fleischsorten wohl bereits aufgefallen sein. Die hohe Inflation sorgt momentan dafür, dass Fleischliebhaber, aber auch Vegetarier bei einigen Produkten im Supermarkt und im Discounter nun deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen. Es gibt einen Trick, mit dem Verbraucher beim Fleischkauf bei Aldi, Lidl und Edeka Geld sparen können, berichtet RUHR24.

Rotes FleischRind-, Kalb-, Schweine-, Schaf-, Lamm-, Kaninchenfleisch
Weißes FleischGeflügelfleisch
Fleischkonsum in Deutschland Rund 55 Kg pro Kopf (2021)

Lidl, Kaufland und Co.: Preise steigen für Fleisch und pflanzliche Ersatzprodukte

Ob Schnitzel, Hähnchenbrust oder Wurst-Artikel – Discounter und Supermärkte wie Lidl, Kaufland, Aldi und Co. haben in den vergangenen Wochen die Preise für Lebensmittel, darunter viele Fleischprodukte, drastisch angezogen. Doch auch Vegetarier schauen momentan bedröppelt auf die Preise für Ersatzprodukte aus Soja, Erbsen, Rote Beete oder anderen pflanzlichen Lebensmitteln.

Um ganze 30 Prozent sind die Preise laut chip.de für viele vegane Produkte im Vergleich zum vergangenen Dezember angestiegen. Hier gibt es eine beispielhafte Auflistung einiger Fleischprodukte, die bei Aldi, Lidl und Edeka teurer geworden sind:

  • Mittlerweile bezahlen Fleischliebhaber für die „Deutschländer Würstchen“ von Meica bei Edeka und Rewe ganze 3,89 Euro für ein Glas. Im April waren es noch 3,59 Euro, im Februar gar 3,39 Euro.
  • Auch der Preis für das bei Curryfans beliebte Fertigprodukt „Curry King“ von Meica ist in den letzten zwei Wochen bereits um 20 Cent angestiegen. Über 2,39 Euro kostet die Packung Currywurst mit Gewürz.
  • Hähnchen-Liebhaber werden beim Blick auf den Preis von Geschnetzeltem der Firma „Wilhelm Brandenburg“ bei Rewe in München wohl schwer schlucken. Statt 4,59 Euro wie noch vor ein paar Wochen zahlen Kunden jetzt 5,29 Euro für eine Packung.
  • Der Discounter-Vorreiter Aldi hat den Preis für die Bockwurst der Marke „Gut Drei Eichen“ auf 7,16 Euro gesetzt. Noch am 26. April kostete das Glas 5,99 Euro.

Steigende Fleischpreise: Massiver Anstieg der Produktionskosten

Die Liste an Preiserhöhungen für Fleischprodukte ließe sich noch weiter führen. Entscheidend sind demgegenüber aber vielmehr die Ursachen für die bereits vonstatten gegangenen und auch zukünftig zu erwartenden Erhöhungen.

Denn die Produktionskosten für die Landwirte sind in die Höhe geschossen. Ursächlich dafür sind die gestiegenen Energiekosten und der hohe Düngerpreis, der sich laut Andreas Köhr vom Bauern- und Winzerverband Rheinand-Pfalz Süd „im Vergleich zum vergangenen Jahr verdreifacht bis verfünffacht“ hätte.

Fleischpreise bei Lidl, Kaufland und Co. steigen: Landwirte sind auf Preiserhöhungen angewiesen

Hinzu komme ein Anstieg der Tierfutter-Preise. Das liege infolge des Ukraine-Kriegs an den Lieferengpässen von Raps und Sonnenblumen für die Herstellung von Öl, erklärt Köhr. Ein wichtiges Nebenprodukt dieses Herstellungsprozesses sei hochwertiges Eiweißfutter für die Tiere.

Und so fehlt nicht nur den Verbrauchern die Ölprodukte in den Supermärkten, sondern den Landwirten eben auch das Tierfutter. Deshalb seien Preiserhöhungen für Fleischprodukte die einzig mögliche Konsequenz für die Landwirte, um überhaupt wirtschaftlich überleben zu können, erklärt Ute Bauer, Vize-Bereichsleiterin für die Beratung von Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften beim Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband.

Steigende Fleischpreise: Rabatte bei Kaufland, Lidl und Co. – Einfrieren als Spartipp

Damit Fleischliebhaber bei Lidl, Kaufland, Aldi und Co. nicht zu tief in die Tasche greifen müssen, sollten diese stets auf Aktionsangebote achten, die Supermärkte und Discounter besonders im Mai bei Fleischprodukten einführen. Wenngleich die Rabatte wegen der gestiegenen Preise niedriger ausfallen könnten als sonst.

Um trotzdem zu Sparen empfiehlt chip.de, rohes und frisches Fleisch direkt nach dem Kauf einzufrieren und es nur aus den vakuumierten Verpackungen zu nehmen, wenn das Fleisch portioniert werden soll. Nachdem das Fleisch in diesem Fall mit Einweghandschuhen und einem Küchenpapier abgetupft wurde, sollte es direkt in einen mit Einfrierdatum und Fleischsorte notierten Gefrierbeutel gepackt und im Gefrierfach verstaut werden.

Rubriklistenbild: © Malte Christians/dpa

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