Haltungsform wird ausgeweitet

Lidl/Kaufland: Wichtige Änderung bei Alltagsprodukt – das sollten Kunden wissen

  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Immer wieder passen Discounter und Supermärkte ihr Sortiment an – so auch aktuell. Das hat auch Auswirkungen auf Verbraucher.

So langsam kommt Fahrt in die Nachhaltigkeits- und Tierwohl-Bewegung in deutschen Discountern und Supermärkten. Immer mehr Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass Verbraucher einen transparenten Einblick in die Produktpalette erhalten und selbst entscheiden können, ob und wie viel Geld sie in Umweltschutz oder Haltungsformen investieren möchten.

Bei Lidl und Kaufland beispielsweise gibt es jetzt ein sogenanntes 5xD-Logo auf Frischfleisch. Das zeigt an, dass das Tier in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, hierzulande geschlachtet und verarbeitet wurde. Außerdem gibt es seit Kurzem sogenanntes „Hybridfleisch“ bei Lidl und anderen Discountern. Dieses soll den Kunden dabei helfen, ihren Fleischkonsum zurückzuschrauben, ohne gänzlich darauf verzichten zu müssen. Nun haben die Supermärkte allerdings noch etwas ganz anderes eingeführt.

Kaufland, Lidl und Co.: Tierwohl wird jetzt größer geschrieben – mit dieser Maßnahme

Konkret geht es um die Ausweitung der Haltungskennzeichnung – schon seit einiger Zeit wird Frischfleisch in Deutschland häufig mit der sogenannten „Haltungsform“ gekennzeichnet. Die Kategorien Eins bis Vier zeigen an, unter welchen Bedingungen das Tier gelebt hat. Vier ist die beste, Eins die schlechteste Haltungsform. Dieses Siegel finden Verbraucher bei Lidl, Kaufland und Co. seit diesem Jahr auch auf Milch und Milchprodukten.

Das „Haltungsform“-Label, das bisher schon auf Frischfleisch-Produkten in Deutschland zu finden ist, soll jetzt auch auf Milchprodukte. (Symbolbild)

In einer Pressemitteilung schreibt Lidl mit Sitz in Bad Wimpfen, dass im Laufe des Jahres nach und nach alle Milchprodukte der Eigenmarken mit der Haltungskennzeichnung versehen werden sollen. Wörtlich heißt es weiter: „Damit schafft das Unternehmen als Erfinder des Haltungskompasses und Initiator der aktuellen Haltungsform nach Frischfleisch und Wurst in einer weiteren Warengruppe über alle vier Haltungsstufen eine vollständige Transparenz, sodass Kunden sich beim Kauf bewusst für mehr Tierwohl entscheiden können.“

Zunächst kommt das Haltungsform-Label jetzt auf die Verpackung der Trinkmilch. Diese stammt schon jetzt zu 100 Prozent aus Deutschland. Die Haltungsform soll dabei nicht nur den Kunden nützen, sondern auch den heimischen Landwirten, die so beim Verbraucher direkt kennzeichnen können, wieso beispielsweise ihre Biomilch teurer ist. Denn: Je höher die Haltungsstufe, desto mehr Platz und Auslauf haben die Milchkühe im Stall.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

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