Gesetzesnovelle bringt Erleichterung für Kunden

Lidl, Kaufland und Co.: Dieses neuen Recht haben Kunden seit diesem Jahr

  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Ab dem ersten Januar gilt bei großen Supermärkten und Discountern eine neue Regel, die für viele Kunden spannend sein könnte.

Der Jahreswechsel steht mittlerweile kurz bevor – aus 2021 wird 2022, und mit dem neuen Jahr kommen für Deutschland auch neue Regeln. Unter anderem sind davon auch Supermärkte und Discounter betroffen. Die Neckarsulmer Schwarz-Gruppe mit ihren Töchtern Lidl und Kaufland bleibt davon nicht unberührt, auch hier ändert sich 2022 eine ganz entscheidende Regelung, die für Kunden Erleichterung bringen kann.

Denn Lebensmitteleinzelhändler wie der Supermarktriese Kaufland verkaufen häufig auch Handys, Computer, Fernseher oder auch Küchenmaschinen. Deswegen müssen sie ab dem 1. Januar 2022 auch Altgeräte zurücknehmen. Dafür tritt ein neues Gesetz in Kraft. Doch wer muss alles Elektroschrott entgegennehmen, und welche Geräte können abgegeben werden?

Lidl und Kaufland: Änderung 2022 - dieses Recht haben Kunden jetzt

Zunächst gilt: Jeder Händler, der mehrmals im Jahr Elektrogeräte anbietet, muss künftig auch Altgeräte zurücknehmen. Davon sind neben Lidl und Kaufland auch Rewe, Edeka und etwa Netto betroffen. Doch auch Läden, die nicht regelmäßig Elektrogeräte anbieten, sind unter einer bestimmten Voraussetzung ab dem 1. Januar 2022 grundsätzlich dazu verpflichtet, Elektroschrott anzunehmen – die Bedingung ist, dass ihre Ladenfläche über 800 Quadratmeter groß ist.

Zu den Geräten, die ab Januar in Discountern und Supermärkten wie Lidl und Kaufland abgegeben werden können, zählen Glühbirnen, Toaster, Kaffeemaschinen, Mixer oder auch Smartphones – die Kleingeräte dürfen aber nicht größer als 25 Zentimeter sein. ruhr24.de berichtet darüber, in welchem Umfang Aldi, Edeka und Rewe künftig den neuen Service anbieten*.

Regeländerung 2022 bei Kaufland und Lidl – auch Online-Händler ab 2022 in der Pflicht

Und auch Online-Händler dürften ab 2022 mehr Verantwortung tragen, denn auch sie sollen ihren Kunden bei jedem Kauf von neuen Elektrogeräten einen kostenlosen Abhol- und Entsorgungsservice für alte Geräte anbieten. Doch schon jetzt ist dieses Vorgehen gerade im Onlinehandel nicht mehr unüblich – beispielsweise bietet otto.de bereits einen Abholservice für Altgeräte an.

Doch wieso kommt diese neue Regelung nun bundesweit einheitlich nach Deutschland? Das begründet das Bundesumweltministerium so: Man geht davon aus, dass sich die Recyclingquote in Deutschland durch den neuen Sammel- und Abholservice signifikant erhöhen wird. So heißt es vonseiten der ehemaligen Umweltministerin Svenja Schulze, bisher würden Altgeräte im Keller, in der Garage oder in den Schubladen landen.

Neue Regelung ab 2022: Wieso Kunden jetzt ihre Altgeräte abgeben können

Was aber noch schlimmer ist: Häufig lande der Elektromüll auch einfach in der Restmülltonne. Das solle in Zukunft durch die neue Altgeräte-Regelung 2022 vermieden werden. Wie Schulze erklärt, sind leicht erreichbare Sammelstellen „die beste Voraussetzung, um alte Elektrogeräte richtig zu entsorgen. Werden Altgeräte ordentlich gesammelt, können Schadstoffe verlässlich ausgeschleust und wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen werden“, heißt es weiter.

Geschäfte, deren Ladenfläche größer als 800 Quadratmeter ist und die selbst mehrmals im Jahr Elektrogeräte verkaufen, müssen künftig alte Geräte wie elektrische Zahnbürsten oder Handys annehmen.

Deshalb will die Bundesregierung die Rückgabe alter Elektrogeräte auch so einfach wie möglich für Verbraucher machen. Alle Discounter und Supermärkte – auch Lidl und Kaufland – erhalten mit Inkrafttreten der Gesetzesnovelle eine einheitliche Kennzeichnung. Die durchgestrichene Tonne wird bereits bei Elektrohändlern wie Media Markt oder Saturn genutzt.

Kaufland und Lidl: Schwarz-Gruppe im Wandel – was sich alles ändert

Es kann allerdings sein, dass Kunden mit Lidl, Kaufland und Co. noch Geduld haben müssen – denn die Gesetzesänderung zur Rücknahme von Altgeräten, die ab Januar 2022 gelten soll, bekommt eine Übergangsfrist. Die erlaubt es den Discountern und Supermärkten, ihr Rücknahmesystem in Ruhe zu entwickeln. Spätestens zum 1. Juli 2022 muss dann endgültig jeder dieser Läden Elektrogeräte kostenlos zurücknehmen.

Doch die Elektrogeräte-Rücknahme ist nicht die einzige Änderung zum Jahr 2022. Seit Montag gilt auch ein neues Verbot bei Lidl, Kaufland und Co. Dieses bezieht sich auf Plastiktüten, die teilweise nicht mehr verkauft werden dürfen. Doch wie mannheim24.de* berichtet, gibt es von dem Plastiktüten-Verbot auch Ausnahmen.

Übrigens haben sich Kaufland und Lidl für 2022 noch ganz eigene Ziele gesteckt. Zunächst will die Schwarz-Gruppe mit Sitz in Neckarsulm weiter an ihren Nachhaltigkeitszielen arbeiten, aber auch in Sachen Tierwohl soll viel passieren. Nicht nur, dass Lidl und Kaufland ab 2022 auf Frischfleisch aus Haltungsstufe 1 verzichten wollen - Lidl kündigte beim „Lidl Tierwohl-Dialog in Berlin“ eine weitere Maßnahme an, die deutsche Schweinehalter unterstützen soll. Der sogenannten 5xD-Regel schloss sich nun auch Kaufland an. *echo24.de, mannheim24.de und ruhr24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Andreas Gebert / dpa

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