Clip mit wüster Pöbelei

Corona-Hamsterkäufe: Lidl-Verkäuferin wütet über Angsthasen - Welle der Entrüstung folgt

Die Coronakrise hat Deutschland im Griff und manche Menschen befürchten apokalyptische Zustände. Eine Verkäuferin hat genug von den Hamsterkäufen und macht ihrer Wut freien Lauf.

  • Aus Angst vor dem Coronavirus üben viele Menschen Hamsterkäufe aus.
  • Dies sorgt zum Teil für leergefegte Supermarktregale - und genervtes Verkaufspersonal.
  • Eine (vermeintliche) Lidl-Mitarbeiterin erntet mit einer Videobotschaft großen Shitstorm.

“Moinsen an alle Corona-Hosenscheißer“: Wenig schmeichelhaft beginnt eine Videobotschaft, die eine junge Verkaufsangestellte in die Welt des Internets entsendet. Begrüßung und Dialekt lassen darauf schließen, dass es sich um eine Dame aus der nördlichen, deutschen Region handelt. 

Wütende Lidl-Angestellte richtet Botschaft an Corona-Angsthasen

In den folgenden Sekunden richtet die Frau emotionale und auch vorwurfsvolle Worte an jene Menschen, die aus Angst vor dem grassierenden Coronavirus Hamsterkäufe tätigen. Diese führen laut ihren Schilderungen nämlich dazu, dass die ganzen Läden leergekauft werden und man sich ständig dafür rechtfertigen müsse, warum kein Klopapier mehr da ist, keine Nudeln, Butter, etc. Offenkundig hat die Dame ein Problem mit den ständigen Nachfragen der Konsumenten und möchte ihrem Ärger ein wenig Luft verschaffen. Im zweiten Teil des Videos wird es ein Stückchen pathetisch, weil sie verspricht, dass früher oder später „alle in die Kiste kommen werden, ob mit Corona oder ohne“:

Besonders an dem Clip ist auch die Tatsache, dass sie erkennbar ein Emblem des Discounters Lidl trägt und dieser wohl wenig Interesse an einer derart negativen Publicity besitzt. Ob es sich jedoch wirklich um eine Mitarbeiterin des bekannten Discounters handelt, ist nicht überliefert.

Ansage von Lidl-Mitarbeiterin: Shitstorm und Grundsatzdebatte folgen

Eine Woche nach der Veröffentlichung wurde das Video schon weit über 250.000 mal angesehen und wenig überraschend bricht über den selbstbewussten Auftritt der vermeintlichen Lidl-Angestellten ein regelrechter Shitstorm herein. Über 2.000 Kommentare umfasst der kritische Post. Doch es geht nicht nur um die Ansage der Lidl-Frau: Darüber hinaus ist auch eine Grundsatzdebatte über die Sinnhaftigkeit von Hamsterkäufen entbrannt, die im Zuge der Viruserkrankung Sars-CoV-2* stattfinden.

Angst vor der Apokalypse? Viele Kunden decken sich mit Hamsterkäufen ein (Symbolbild).

Ob es vielleicht auch die Art der Schutzsuche war, welche die Lidl-Verkäuferin so auf die Palme brachte? Eine Kundin der Discountkette entdeckte kürzlich etwas Unglaubliches und fühlt sich an einen Alien-Film erinnert. Währenddessen entdeckte eine andere Einkäuferin, dass in einer Wuppertaler Filiale tatsächlich die Kondome ausverkauft waren. Viele Menschen haben vor dem Coronavirus große Angst - doch ist die Sorge berechtigt? Statistiken zeigen, wie die Faktenlage wirklich aussieht*.

„So werden die Menschen in Kanada informiert“ - So oder ähnlich beginnen Kettenbriefe zum Coronavirus, vor denen Verbraucherschützer nun eindringlich warnen.

*Merkur.de ist ein Angebot des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © dpa / Claudio Furlan

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