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Lidl mit großen Expansions-Pläne – Studie gibt eindeutige Prognose

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Von: Christina Eppel

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Verbraucherpreise
Lebensmittel, Energie und Kraftstoffe haben sich deutlich verteuert, die Einkommen können mit der Preisentwicklung aber nicht Schritt halten. (Symbolbild) © Fabian Sommer/dpa

Lidl ist nicht nur in Deutschland einer der beliebtesten Discounter, auch in anderen Ländern ist die Supermarktkette erfolgreich – was eine aktuelle Untersuchung beweist.

Der Discounter Lidl mit Sitz in Bad Wimpfen kommt gut an – nicht nur in Deutschland ist die Supermarktkette eine der größten, auch Urlauber finden im Ausland immer wieder Lidl-Filialen. Denn die Tochter der Schwarz-Gruppe in Neckarsulm punktet nicht nur mit Nachhaltigkeitskonzepten wie neuartigen Verpackungen, Hybrid-Fleisch oder neuerdings Tierwohl-Initiativen – Lidl schneidet auch in anderen Bereichen gut ab.

So aktuell auch in Großbritannien. Hier kann sich der deutsche Discounter auch unter zahlreichen Wettbewerbern durchaus sehen lassen. Gemeinsam mit Aldi gehört der Neckarsulmer Lebensmittelhändler zu den Siegern einer Studie der Verbraucherschutzorganisation „Which?“. Am Mittwoch gab die Organisation in London die Ergebnisse ihrer Untersuchungen unter allen Supermärkten in Großbritannien bekannt.

Lidl: Riesiger Erfolg in Großbritannien – wieso der Discounter so gut abschneidet

Das Fazit: Lebensmittel sind 2021 bei den beiden deutschen Discountern Lidl und Aldi am günstigsten gewesen. Demnach kostete ein bestimmter Warenkorb bei Aldi in sechs Monaten am wenigsten, in fünf Monaten war Lidl am günstigsten und im Januar 2021 gab es zwischen beiden Unternehmen keinen Unterschied. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur dpa.

In den vergangenen Jahren konnte Lidl, genauso wie Aldi, seinen Marktanteil im Vereinigten Königreich stark ausbauen. Zuletzt kamen beide deutsche Discounter gemeinsam auf 14,3 Prozent. Das liebt laut „Which?“ besonders an einem bestimmten Faktor: Die Lebenshaltungskosten in Großbritannien steigen aktuell rasant. Das begünstigt natürlich preiswerte Discounter, die den Kunden mehr Ware für weniger Geld bieten.

Lidl/Aldi: Deutsche Discounter mit großem Potenzial in Großbritannien

„Which?“-Expertin Ele Clark erklärte in London, einige Supermärkte würden ihre Kosten stärker an die Kunden weitergeben als andere – hier seien die Discounter klar im Vorteil, denn: „Niemand möchte für Grundnahrungsmittel zu viel bezahlen, insbesondere, wenn die Haushaltsbudgets durch knappe Lebenshaltungskosten zusätzlich unter Druck geraten.“

Die Lebensmittelpreise stiegen im vergangenen Jahr um geschlagene neun Prozent – könnte hier also unter diesen Umständen noch mehr Marktanteil für Lidl herausspringen? Denn Lidl und Aldi haben den Marktführer Tesco noch lange nicht eingeholt. Deshalb haben der Neckarsulmer Discounter und sein Konkurrent beide angekündigt, bis 2025 in ganz Großbritannien „zahlreiche neue Filialen“ eröffnen zu wollen.

Doch auch Discounter können nicht immer günstiger werden – was einige aktuelle Beispiele aus deutschen Filialen zeigen. Ein Produkt bei Aldi ist aktuell teurer geworden – die Rede ist von Frischmilch. Sie kostet jetzt pro Liter drei Cent mehr. Außerdem hat Lidl hierzulande eine bestimmte Sorte Billigfleisch aus seinem Sortiment verbannt und setzt stattdessen auf die sogenannte 5xD-Regel.

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