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Krankmacher? Foodwatch verbannt diese Knorr-Produkte aus Regalen und lässt nachricht da

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Von: Anna-Maureen Bremer

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Der Schriftzug des Lebensmittelherstellers „Knorr“ steht auf dem Firmengebäude in Heilbronn in Baden-Württemberg.
Knorr-Produkte stehen in der Kritik. Foodwatch fordert Konsequenzen. © Sebastian Gollnow/dpa

Knorr bekommt eine klare Ansage: „Produkte sind gesundheitsschädlich“. Und Foodwatch lässt die Produkte verschwinden.

Es ist jetzt nicht die neuste Erkenntnis im Jahr 2022, dass Fertiggerichte, Tütensuppen und einige Gewürzmischungen weit weniger gesund sind als selbst gekochtes Essen. So weit, noch so tragbar. Wenn‘s allerdings nicht mehr weniger gesund, sondern gesundheitsbelastend wird, reagieren Vereine wie Foodwatch. Knorr aus Heilbronn bekommt jetzt einen klaren Dämpfer, nachdem das Unternehmen zuvor überhaupt nicht auf Kritik und den Hinweis auf gefährliche Stoffe in ihren Produkten reagiert hatte.

Rückstände von Mineralöl werden immer wieder in Lebensmitteln gefunden. Dabei handelt es sich um Verbindungen wie etwa Benzin oder chemische Lösungsmittel. „Bereits Ende 2021 wurde gefährliches Mineralöl in Lebensmitteln entdeckt. Damals ergaben Labortests, dass von 152 überprüften Lebensmitteln jedes achte Produkt mit sogenannten aromatischen Mineralölen (MOAH) belastet war. Und diese stehen unter dem Verdacht, erbgutverändernd und krebserregend zu sein“, schreibt Bild der Frau. Auch Knorr mit Sitz in Heilbronn wurde offiziell aufgeforderte bestimmte Produkte deshalb umgehend aus dem Verkauf zu nehmen.

Knorr-Produkte gesundheitsschädlich? Foodwatch alarmiert

Und wie reagiert Knorr? Kaum bisher, es gibt allerdings Begründungen der getesteten Firmen, wie es zur Mineralöl-Belastung kommt. Die Politik schaute bislang auch nicht hin oder forderte gar zu Handlungen auf. Nur in Frankreich gab es immerhin einen Rückruf.

Konkret geht es um Brühwürfel und Bratensoßen. Sie werden weiterhin verkauft. Jetzt hat die Organisation Foodwatch reagiert und kaufte in Deutschland, Belgien, Österreich sowie den Niederlanden potenziell belastete Suppenwürfel und Saucen der Firma einfach auf.

Knorr-Produkte fliegen raus! Foodwatch warnt vor diesen Krankmachern

Damit Kunden informiert werden, hinterlässt die Organisation Nachrichten in den leeren Regalen. Darauf findet sich auch ein QR-Code, der direkt zur Online-Petition für ein grundlegendes Verbot von Mineralöl in Lebensmitteln führt. Und was bringt das alles? Jetzt sollen Foodwatch-Erkenntnisse auf EU-Ebene diskutiert werden.

Knorr - eine deutsche Traditionsmarke steht vor dem Aus.
Foodwatch hat potenziell belastete Produkte einfach aufgekauft. © picture alliance/dpa / Sebastian Gollnow

Das ist nicht die einzige Negativ-Meldung, mit der sich Knorr jüngst konfrontiert sieht: Erneut wurde die Mogelpackung des Jahres ausgezeichnet. Kunden werden dabei ganz schön übers Ohr gehauen. Ein Knorr-Produkt schafft es unter die Top 5.

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