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Kaufland in Neckarsulm: Die Entwicklung zum Supermarkt-Giganten

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Von: Julia Cuprakowa

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Kaufland mit Sitz in Neckarsulm hat sich mit rund 1.450 Filialen in Europa zu einem Supermarkt-Giganten entwickelt. Inzwischen setzt das Unternehmen stark auf Nachhaltigkeit und Tierwohl.

Kaufland ist ein Lebensmitteleinzelhändler mit Sitz in Neckarsulm, einer Stadt im Norden des Landes Baden-Württemberg. Die Supermarktkette gehört, wie auch die Unternehmensschwester Lidl, zur Schwarz-Gruppe.

LebensmitteleinzelhandelKaufland Stiftung & Co. KG
Gründung1968
SitzNeckarsulm, Deutschland
Mitarbeiterzahl148.000 (Stand: August 2022)
Umsatz27,3 Milliarden Euro
Webseitewww.kaufland.de

Derzeit betreibt die Supermarktkette rund 1.450 Filialen und über 148.000 Mitarbeitern in acht Ländern Europas vertreten. Neben Deutschland sind das Polen, Tschechien, Rumänien, die Slowakei, Bulgarien, Kroatien oder die Republik Moldau. Alleine in Deutschland kommt der Lebensmittel-Gigant auf über 750 Filialen. Insgesamt sind dort 84.000 Mitarbeiter angestellt.

Kaufland Deutschland mit Zentrale in Neckarsulm: Fleischtheke in 200 Filialen

Kaufland, dessen Zentrale sich in Neckarsulm im Landkreis Heilbronn befindet, hat seinen Kunden einiges zu bieten. Durchschnittlich führt das Unternehmen in seinen Filialen in Deutschland 30.000 Artikel an. Das Sortiment umfasst alles von Lebensmitteln bis hin zu Produkten für den täglichen Bedarf.

Besonders großen Wert legt das Unternehmen Kaufland auf seine Frischeabteilungen für Obst und Gemüse, Molkereiprodukten sowie Fleisch, Wurst, Käse und Fisch. Um den Kunden das bestmögliche Fleisch bieten zu können, hat Kaufland ein Wertschätze-Programm ins Leben gerufen. Dieses Programm soll jedoch nicht nur den Kunden zugutekommen. Denn: Das Programm sieht außerdem einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren und eine faire Bezahlung der Lieferanten vor, schreibt die Supermarktkette auf der offiziellen Internetseite.

Kaufland: Tankstelle in Neckarsulm - Spritpreise, Adresse und Öffnungszeiten

Ein weiteres Angebot, das Kaufland seinen Kunden zur Verfügung stellt, ist eine Tankstelle. Kaufland-Tankstelle gehören laut eigener Angaben meist zu den günstigeren Tankstellen in den Regionen. Die Preise können die Kunden auf unterschiedlichen Internetseiten vorab in Erfahrung bringen, wie zum Beispiel auf ich-tanke.de und benzinpreis-blitz.de.

Kaufland in Deutschland: Prospekte - in gedruckter Form oder online blättern

Und wie informiert die Supermarktkette Kaufland seine Kunden über die neusten Angebote in seinen Filialen? Zum einen gibt es die Prospekte in gedruckter Form. Zum anderen können interessierte Kunden alle Prospekte auch online auf verschiedenen Internetseiten abrufen. Darunter sind Seiten wie die offizielle Homepage vom Kaufland, kaufland.de, oder auch externe Anbieter wie, prospektangebote.de, kaufda.de, jedewoche-rabatt.de.

Kaufland mit Zentrale in Neckarsulm: Online-Shop und Lieferdienst - 2016 in Berlin

Als Zuge der Coronavirus-Pandemie gewinnt der Online-Service und der Lieferdienst immer mehr an Bedeutung. Doch beim Kaufland war das Thema Lieferservice schon lange vor Corona bereits Thema. Denn im Jahr 2016 reihte sich Kaufland in die Gruppe der Supermärkte ein, die ihre Kunden direkt belieferten. Allerdings gab es den Lieferservice zunächst nur in Berlin - als ein Testprojekt.

Aber anders als die Konkurrenz ließ Kaufland die Bestellungen nicht einer Filiale zusammentragen und liefern, sondern in einem sogenannten Dark Store. Worum handelt es sich hierbei genau? Der Dark Store ist ein Lieferlager, das im Süden Berlins gebaut wurde. Nachdem die bestellten Produkte in dieser Lagerhalle zusammengetragen worden waren, lieferten Kauflands eigene Kühlfahrzeuge die Bestellung aus. Dabei ähnelte das Design der Wagen dem des Konkurrenten Rewe: rote Schrift auf weißem Grund mit frischen Lebensmitteln.

Kaufland in Berlin: Online-Shop und Lieferdienst - 2017 wurde das Testprojekt wieder beendet

Nach nur einem Jahr musste der Kaufland-Lieferdienst in Berlin 2017 wieder eingestellt werden. Nach einer, wie das Unternehmen erklärt, erfolgreichen Pilotphase, in der positive Erfahrungen gemacht wurden, wie onlinehaendler-news.de berichtete. „Mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit, die Preis- und Marktentwicklung stellten wir allerdings fest, dass sich ein Lieferservice im Lebensmittelbereich auf Sicht nicht kostendeckend betreiben ließ“, erklärt das Unternehmen das Aus seines Lieferdienstes. Im Klartext heißt das: Die durch das Liefern entstandenen Kosten waren so hoch, dass die Preise im Online-Shop angehoben werden mussten - und das sei keine Option für die Supermarktkette Kaufland gewesen.

Kaufland-Kundenservice: So können sich die Kunden beschweren

Wie bei jedem Unternehmen, kann es auch bei Kaufland Gründe auftreten, über die sich Kunden beschweren möchten. Doch wo ruft man in einem solchen Fall an, damit man sich den Gang in die Filiale sparen kann? Unter der kostenfreien Rufnummer 08 00 / 1 52 83 52 steht Kaufland seinen Kunden von Montag bis Samstag zwischen 8 und 19 Uhr für Fragen, Anregungen und Beschwerden zur Verfügung. Außerdem hat jeder Kunde die Möglichkeit, auf kaufland.de/service/kontakt sein Anliegen schriftlich mitzuteilen. Dabei wählt man zwischen drei Kategorien: allgemeine Frage, Produkt, Zustellung Kaufland Prospekt.

Kaufland in Neckarsulm: Wiki - Gründung, Geschichte, Zahlen und Fakten

Die Geschichte von Kaufland geht zurück bis ins Jahr 1930. Damals war es der Heilbronner Kaufmann Josef Schwarz, der das Unternehmen „Lidl & Schwarz KG“ gründete. Als persönlich haftender Gesellschafter trat er damals in die Südfrüchte Großhandlung Lidl & Co. in Heilbronn ein. 1944 kam jedoch ein derber Rückschlag. Denn das Unternehmen sowie die gesamte Stadt Heilbronn wurden im Rahmen des Zweiten Weltkriegs völlig zerstört.

Josef Schwarz, der Vater des heutigen Inhabers Dieter Schwarz, hatte Lidl zu einer Lebensmittelgroßhandlung in der Region Heilbronn ausgebaut. Durch den Zweiten Weltkrieg kamen fast 7.000 Menschen ums Leben. Auch das Geschäft von Josef Schwarz lag in Trümmern, die Familie überlebte im Keller des Wohnhauses. Nach nur zehn Jahren gelang der Wiederaufbau in Heilbronn, sodass das Unternehmen 1954 in die „Handelskette A&O“ eintreten konnte.

Im Jahr 1968 eröffnete Lidl & Schwarz schließlich den ersten Verbrauchermarkt namens „Handelshof“ im Backnang etwa 30 Kilometer nordöstlich von Stuttgart. Erstmals wurde die Ware hier nach amerikanischem Prinzip auf 1.000 Quadratmeter in Selbstbedienung angeboten. Der damalige Markt mit etwa 70 Beschäftigten wurde auf den Endverbraucher, nicht mehr auf den Großhandel ausgerichtet.

Kaufland in Neckarsulm: Wiederaufbau und deutschlandweite Expansion

Nachdem Josef Schwarz 1977 im Alter von 74 Jahren verstorben war, übernahm dessen Sohn Dieter Schwarz die Leitung der Lidl & Schwarz KG. Laut Wikipedia eröffnete er 1984 das erste SB-Warenhaus unter dem Namen Kaufland in Neckarsulm, wo sich seit 1972 auch die Konzernzentrale befindet.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands erweiterte Schwarz sein junges Imperium und expandierte Kaufland in die neuen Bundesländer. Nur sechs Jahre nach „Gründung“ von Kaufland eröffnete das erste Warenhaus im Jahr 1990 in Ostdeutschland mit einem Zeltverkauf. Der Gebäudebau erfolgte zu einem späteren Zeitpunkt. Kaufland zählte damals bundesweit 51 Filialen. Das System des Unternehmens traf in Ostdeutschland den Kern der Zeit - und bereits 1993 eröffnete die 100. Kaufland-Filiale.

Kaufland besetzt Themenfelder wie Bio, Nachhaltigkeit, Tierwohl und Umweltschutz

Inzwischen hat auch Kaufland zahlreiche Themenfelder für sich besetzt. So gibt das Unternehmen an sich aktiv zu kümmern um: Klimaschutz, Artenvielfalt, weniger Platiskmüll soll produzeirt werden, man setzt auf Tierwohl und gentechnikfreie Produkte.

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