Zwischenbilanz der Umwelt-Ziele

Kaufland und Lidl: So nachhaltig ist die Schwarz Gruppe tatsächlich

Die Schwarz Gruppe hat sich Ziele für Umweltschutz und Nachhaltigkeit gesetzt. (Collage)
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Die Schwarz Gruppe hat sich Ziele für Umweltschutz und Nachhaltigkeit gesetzt. (Collage)
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Die Schwarz Gruppe mit Sitz in Neckarsulm setzt sich immer wieder neue Ziele in Sachen Nachhaltigkeit. Jetzt zieht die Kaufland-Mutter Zwischenbilanz.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit werden in den Köpfen vieler Menschen immer wichtiger. Nicht zuletzt durch Fridays For Future fand in großen Teilen der Bevölkerung ein langsames Umdenken statt. Doch während der Fokus häufig auf Elektroautos von Daimler oder Audi liegt, kann auch im Kleinen schon viel getan werden, um nachhaltiger zu leben. Beispielsweise sind Recycling und Mülltrennung schöne Möglichkeiten - durch diese vermeintlich kleinen Schritte kann schon enorm viel getan werden.

Dieser Philosophie hat sich auch die Schwarz Gruppe mit Sitz in Neckarsulm 2018 angeschlossen. Die Kaufland-Mutter hat sich Ziele gesetzt, um ihre Plastikstrategie „REset Plastic“ umzusetzen. Jetzt zieht der Konzern eine Zwischenbilanz zu ihren Fortschritten - und zeigt sich sichtlich zufrieden.

Kaufland und Lidl: Schwarz Gruppe Neckarsulm stolz auf Nachhaltigkeit

In einer Mitteilung erklärt die Schwarz Gruppe, zahlreiche nachhaltige Optimierungsmaßnahmen hätten dazu beigetragen, „dass in den Eigenmarkenverpackungen der Handelssparten Lidl und Kaufland über alle Länder hinweg durchschnittlich 13 Prozent weniger Plastik eingesetzt werden.“ Dabei werden laut Mitteilung Einwegplastikdeckel bei 500-ml-Joghurtbechern weggelassen. Außerdem verwendet der Konzern im Obst- und Gemüsebereich statt Plastikbeuteln recyclingfähige Sticker.

Diese Initiative führte laut Schwarz Gruppe bisher dazu, dass bei Lidl 38 Prozent aller Obst- und Gemüseartikel unverpackt verkauft werden - bei Kaufland sind es demnach sogar 57 Prozent. Außerdem will Kaufland immer mehr recyceltes Plastik für die Produkte der Hausmarken verwenden. Bis 2025 sollen die Verpackungen somit zu 25 Prozent aus Rezyklat bestehen. Bisher sind es bei Lidl 19 und bei Kaufland 16 Prozent.

Kaufland und Lidl: Preis für Nachhaltigkeit - aber nicht alles ist positiv

Außerdem schreibt sich die Schwarz Gruppe auf die Fahne, Einwegpfandflaschen aus ihren Lidl- und Kaufland-Eigenmarken seit Juni 2021 zu 100 Prozent aus recyceltem Plastik herzustellen. Zusätzlich forscht das hauseigene Recycling-Unternehmen PreZero an Verpackungen aus nachhaltigen Rohstoffen. Erst kürzlich gab es für die neuartige Silphie-Verpackung einen Preis. Zusätzlich sind Lidl und Kaufland - genauso wie Rewe, Penny, Edeka oder Netto - dabei, auf Eier ohne Kükentöten umzustellen.

Doch nicht immer machen Kaufland und Lidl nur positive Schlagzeilen. So zeigten sich Kunden erst kürzlich schockiert über ein rechtsextremes Magazin in den Regalen bei Kaufland und auch die neue Kaufland-Card sorgte bei einigen Kunden für Unmut.

Um aber zum Thema zurückzukommen: selbstverständlich ist in Sachen Nachhaltigkeit immer noch sehr viel Luft nach oben, doch jede Anstrengung in dem Bereich trägt dazu bei, die Erde etwas sauberer und lebenswerter zu machen.

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