Wenn‘s klirrt und scheppert in der Filiale

Produkt versehentlich kaputt – müssen Kaufland-Kunden dafür bezahlen?

  • Anna-Maureen Bremer
    VonAnna-Maureen Bremer
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  • Olaf Kubasik
    Olaf Kubasik
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Manchmal passiert es einfach: Ein Kunde lässt Ware fallen oder schrammt ein Regel - etwas geht kaputt. Müssen Kaufland-Kunden das Produkt dann zahlen?

Über dem Einkauf von Lebensmitteln hängt seit jeher ein Schatten. Denn im Gegensatz zum Shopping in den Innenstädten – was aufgrund der Corona-Pandemie in Baden-Württemberg und ganz Deutschland momentan ausfällt – ist der Besuch im Supermarkt stets mit einer gewissen Hektik verbunden. Vor allem, wenn der Wocheneinkauf am Samstag stattfindet, sind Kunden oft gereizt. Und weil Kaufland und Co. als Grundversorger laut aktueller Corona-Verordnung ohne 2G-Regel weiterhin geöffnet haben dürfen, legen die Kunden auf ihre Gereiztheit noch eine Schippe drauf. Und das kann Folgen haben.

Kaufland: Muss ich zahlen, wenn mir etwas kaputt geht?

Die zur Schwarz-Gruppe mit Sitz in Neckarsulm gehörende Supermarktkette weiß um das Problem. Vor allem im Kassenbereich ist deshalb die Devise: Es muss schnell gehen für König Kunde. Deswegen hat Kaufland im Gegensatz zu vielen Discountern nicht nur ein ganz besonderes Kassen-Beobachtungssystem in seinen Filialen, sondern gibt gleichzeitig auch ein Versprechen ab. Und zwar an alle Kunden, die länger auf die Bezahlung ihrer eingekauften Waren warten müssen – wenn gewisse Bedingungen nicht gegeben sind.

UnternehmenKaufland
RechtsformStiftung & Co. KG
SitzNeckarsulm
Gründung1968
BrancheLebensmitteleinzelhandel

Die beim Lebensmittel-Einkauf augenscheinlich ständig anwesenden Begleiter Hektik und Gereiztheit sind jedoch keine gute Gesellen – DENN: Unter ihrem Einfluss stehenden Kunden passieren zumeist irgendwann Missgeschicke. Ein Fehlgriff beim Joghurt-Einkauf und den Becher daraufhin achtlos in ein vielleicht ohnehin reparaturbedürftiges Kühlregal bei Kaufland zurückgestellt – peng. Eine Glasflasche schnell aus dem Kasten gezogen, dabei verhakt – klirr. Der Artikel ist kaputt, der gestresste Kunde geschockt. Drohen ihm jetzt Konsequenzen?

Kaufland und Co.: Wer bezahlt das Missgeschick beim Einkauf?

Eine Unternehmenssprecherin von Kaufland, das seine Kunden manchmal immer wieder aufs Neue verblüfft, klärt gegenüber echo24.de auf: „Natürlich kann es vorkommen, dass einem Kunden beim Einkauf aus Versehen etwas herunterfällt und zu Bruch geht. Im Sinne unserer Kunden müssen diese Artikel nicht bezahlt werden.“ Mit einer Einschränkung: „Wir würden uns jedoch freuen, wenn die Kunden in einem solchen Fall einen unserer Mitarbeiter darauf aufmerksam machen, so können wir das kleine Missgeschick gleich beheben.“

Rubriklistenbild: © Gerald Matzka/dpa/picture alliance

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