Cyberangriffe

Kaufland zahlt Millionen-Summe für Hacker-Angriff – der Grund überrascht

Kaufland-Filiale
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Kaufland macht einen gewagten Schritt und bezahlt viel Geld für Hacker-Angriffe. Was dahinter steckt. (Symbolbild)
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Die Schwarz Gruppe mit Sitz in Neckarsulm hat jetzt einen Schritt gemacht, der viele Kunden überraschen dürfte - doch der Grund klingt tatsächlich plausibel!

Die Schwarz Gruppe mit Sitz in Neckarsulm sorgt immer wieder für Überraschungen. Denn ihr Firmenkonzept ist nicht so durchschaubar, wie manch einer vielleicht denkt. Deshalb könnten Kunden nun auch über die jüngste Aktion der Lidl- und Kaufland-Mutter verwundert sein. Immerhin zahlt der Konzern Hunderte Millionen US-Dollar für eine recht ungewöhnliche Maßnahme.

Weil das Unternehmen immer weiter wächst und mit der Zerschlagung von real auch Kaufland immer größer wird - der Neckarsulmer Lebensmitteleinzelhändler übernimmt einige Filialen der ehemaligen Supermarktkette - ergreift die Schwarz Gruppe jetzt die Initiative. Immerhin wurde der Online-Marktplatz von real.de bereits zu einem Teil der Kaufland-Homepage - das Angebot für Kunden erweitert sich durch diese Aktion enorm, doch auch die Sorge vor Cyberattacken und Hacker-Angriffen nimmt zu.

Kaufland zahlt hunderte Millionen für Hacker-Angriff: Was dahinter steckt

Deshalb hat die Schwarz Gruppe nun ein weiteres Unternehmen gekauft. Es handelt sich dabei um das israelische Cybersicherheitsunternehmen „XM Cyber“, wie t3n.de berichtet. Der Konzern mit Sitz in Neckarsulm soll für die neue Firma 700 Millionen US-Dollar gezahlt haben. Doch diese hohe Summe ist anscheinend schlicht eine Investition in die Sicherheit des Onlinehandels von Kaufland und Lidl.

UnternehmenSchwarz-Gruppe
HauptsitzNeckarsulm
Gründung1930
TochtergesellschaftenLidl, Kaufland, PreZero

Denn XM Cyber hat sich auf die Verhinderung von Cyberangriffen spezialisiert. Wie t3n.de weiter berichtet, geht das Unternehmen dazu im Stil eines White-Hat-Hackers vor. Das bedeutet: Angriffe von außen werden simuliert, um mögliche Schwachstellen und Lücken in den Sicherheitssystemen eines Onlineshops aufzudecken - und dann eben zu schließen, bevor bösartige Hacker die Sicherheitslücken ausnutzen können.

Kaufland zahlt hunderte Millionen für Hacker-Angriff: Schwarz Gruppe mit mega Investition

Christian Müller, der IT-Chef der Schwarz Gruppe, freut sich über die geballte Kompetenz aus dem XM Cyber-Team: „Der Ansatz, aus Angreifer-Sicht Wege ins Unternehmen zu finden und zu schließen, ist ein zukunftsweisender, zusätzlicher Baustein, mit dem wir unsere Kunden, Partner und uns als Unternehmen schützen“, erklärt er in einer Mitteilung des Unternehmens.

Besonders, weil Kaufland und Lidl ihre Online-Angebot immer weiter ausbauen, ergänze die Zusammenarbeit mit XM Cyber die bisherigen Sicherheitskomponenten optimal, fährt Müller fort: „Wir erweitern permanent unser digitales Angebot für unsere Kunden, wie beispielsweise unser Lidl Online-Shopping, den Marktplatz kaufland.de oder unsere Treueprogramme Kaufland Card und Lidl Plus. Durch die Lösungen von XM Cyber bieten wir unseren Kunden noch mehr Mechanismen, um das digitale Einkaufs- und Kundenerlebnis ganzheitlich weiterzuentwickeln.“

Dass die Schwarz Gruppe, deren Hauptgeschäftsfelder im Bereich von Lidl und Kaufland liegen, schon länger über den Tellerrand hinaus blickt, zeigt auch ihre Recycling-Tochter PreZero. Für die innovativen Verpackungen, die hier entwickelt werden, hat die Schwarz Gruppe bereits Preise gewonnen. Und auch die neue Kaufland-App landete in den App-Stores gleich enorme Erfolge.

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