Diese Umstellung ist gleichzeitig ein Statement

Kaufland setzt auf 5xD-Regel – neue Änderungen betrifft auch die Kunden

Schweine
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Schweine in Auslaufhaltung stehen unter freiem Himmel.
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Kaufland führt, genau wie Lidl, jetzt ein neues Konzept ein – und das hat es in sich.

Die Schwarz Gruppe mit Sitz in Neckarsulm hält für ihre Kunden immer wieder Neuerungen bereit. Erst vor Kurzem startete der Supermarktriese Kaufland ein neues Bezahlsystem, das aktuell in einer ersten Filiale in Sinsheim getestet wird. Jetzt wollen sowohl Kaufland als auch Lidl ein weiteres spannendes Konzept umsetzen, das dann so gut wie alle Kunden treffen wird.

Gestartet hatte Lidl – auf dem „Lidl TIerwohl-Dialog“ in Berlin kündigte die Discounter-Schwester von Kaufland an, künftig auf die sogenannte 5xD-Regel zu setzen, wenn es um Schweinefleisch-Produkte geht. Dieses Konzept stellt ein Bekenntnis zur deutschen Landwirtschaft dar und besagt, dass die Frischfleisch-Waren, sowie Wurst der Kaufland-Eigenmarkt K-Wertschätze, künftig vollständig in Deutschland produziert sein müssen.

Kaufland: 5xD-Regel wird eingeführt – was das für die Kunden bedeutet

Die fünf „D“ stehen dabei für den kompletten Prozess der Schweinefleisch-Produktion in Deutschland. Die Tiere werden in der Bundesrepublik geboren, aufgezogen, gemästet, geschlachtet und verarbeitet. Doch laut einer aktuellen Pressemitteilung von Kaufland ändert sich eigentlich für die Kunden recht wenig. Denn bereits heute stammen laut Kauflands eigener Aussage 80 Prozent des gesamten Schweinefrischfleischs sowie 100 Prozent der Fleisch- und Wurstwaren der Eigenmarkt K-Wertschätze aus deutscher Herkunft.

UnternehmenKaufland
HauptsitzNeckarsulm
Gründung1984

„Jeder Schritt der Wertschöpfungskette, von der Geburt der Tiere über die Aufzucht bis hin zur Mast, der Schlachtung und der anschließenden Verarbeitung in den Kaufland-Fleischwerken findet ausschließlich in Deutschland statt“, heißt es vonseiten Kauflands und weiter: „Im kommenden Jahr wird Kaufland das gesamte Sortiment an Schweinefrischfleisch aus deutschem Ursprung anbieten.“

5xD bei Kaufland: Das Konzept soll langfristig deutschen Landwirten helfen

Dabei geht es Kaufland vor allem um die Unterstützung der deutschen Schweine- und Ferkelmäster. „Mit der konsequenten und vollständigen Umstellung im kommenden Jahr zeigen wir unser klares Bekenntnis zur deutschen Landwirtschaft“, erklärt Stefan Rauschen, der bei Kaufland der Geschäftsführer für den Bereich „Einkauf Frische“ ist.

Außerdem schreibt sich Kaufland auch das Tierwohl auf die Fahne – und belohnt seine Lieferanten für besonders positive Haltungsbedingungen der Schweine. Bei den Wurstwaren aus der Eigenmarke K-Wertschätze wird beispielsweise für Schweinefleisch aus Haltungsform Stufe 3 Außenklima ein Bonus an die Produzenten gezahlt – auch die gentechnikfreie Fütterung wird mit einem Bonus belohnt.

Schon seit Längerem setzt die Schwarz Gruppe mit Sitz in Neckarsulm, zu der auch Lidl und Kaufland gehören, immer mehr auf Nachhaltigkeit. Deshalb wurde auch das Recycling-Unternehmen PreZero gegründet. Außerdem forschen die Neckarsulmer beispielsweise an nachhaltigen Verpackungsformen und in Sachen Schweinefleisch wurde bereits vor einiger Zeit beschlossen, ab 2022 nur noch Waren ab Haltungsstufe 2 zu verkaufen.

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