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Infrarot-Heizkörper als Alternative beim Heizen? So teuer ist die Anschaffung

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Von: Tom Markert

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Die Nachfrage nach alternativen Heizmöglichkeiten steigt und elektrische Heizgeräte sind entsprechend in aller Munde. Dazu gehören auch Infrarotheizkörper. Ob sich die Anschaffung lohnt und was dabei zu beachten ist, erfahrt ihr hier.

In Zeiten von steigenden Gaspreisen wird die Frage nach alternativen Heizmöglichkeiten immer relevanter. Wenig oder gar nicht zu Heizen kommt dabei nicht in Frage, da Experten bereits davon ausgehen, dass der Winter kälter werden könnte, als vermutet. Auch der Wegfall der für Anfang Oktober geplanten Gasumlage mildert die finanziellen Sorgen in Punkto Heizen nicht wirklich.

Die naheliegende Alternative zur Wärmegewinnung mit primären Energieträgern wie Gas oder Öl sind Geräte, die mit herkömmlichem Haushaltsstrom betrieben werden. Dabei denken die meisten Verbraucher in erster Linie an eine klassische Elektroheizung, bei welcher der elektrische Strom den Heizkörper direkt erwärmt und die Energie in Form von Wärme an die Luft abgegeben wird. Wie zum Beispiel bei mobilen Radiatoren.

Funktionsweise von Infrarotheizkörpern unterscheidet sich von der eines klassischen Heizlüfters

Doch es gibt noch weitere Methoden, Wärme aus elektrischem Strom zu verteilen. Dazu gehören zum Beispiel Infrarotheizkörper. Eine Infrarotheizung ist eine moderne Form der Elektroheizung. In den meisten Fällen ist sie als Infrarot Flachheizung, also in Form eines Paneels, ausgeführt. Der entscheidende Unterschied zu Heizlüftern liegt darin, dass bei Infrarotstrahlung nicht die umliegende Luft, sondern die bestrahlten Flächen erwärmt werden.

Die Wärme dieser Heizungsart wird daher ähnlich der eines Kachelofens und als sehr angenehm empfunden. Je nachdem, wo Infrarotheizungen zum Einsatz kommen, können Sie sich laut kesselheld.de als mehr oder weniger effizient erweisen. In schlecht gedämmten Altbauten ist ihr Energieverbrauch recht hoch und sie sind deswegen nicht zu empfehlen. In Passivhäusern hingegen, die sehr gut gedämmt sind, ist eine Infrarotheizung durchaus empfehlenswert und kann mit anderen Heizungsarten in puncto Heizkosten durchaus mithalten. Sie ist wartungsfrei und neben den Stromkosten werden keine Folgekosten verursacht.

Infrarotheizungen dienen eher zur Unterstützung der vorhandenen Zentralheizung

Allgemein sind elektrische Heizkörper in Sachen Kosten genau zu prüfen. Denn aufgrund der hohen Energiekosten von Elektroheizungen eigenen sich diese nur bedingt als Ersatz für eine Zentralheizung.

Doch aufgrund der positiven Eigenschaften wird die Infrarotheizung gerne als Heizungsunterstützung beispielsweise im Bad eingesetzt. Um dort einen anhaltenden Wärmeeffekt zu erzielen, können Wärmeträgermaterialien sowohl am Heizkörper als auch in der Umgebung eingesetzt werden. Deren Speicherfähigkeit hält nach dem Ausschalten der Infrarotstrahlung Wärme vor. Typische Speichermedien sind Naturstein und Kacheln.

Infrarotheizkörper haben niedrige Anschaffungskosten und sind einfach zu installieren

Infrarotheizungen lassen sich sowohl an Wänden als auch an der Decke installieren. In der Regel erfolgt der Anschluss direkt an eine Schutzkontakt-Steckdose. Verwendet werden können Infrarotheizungen nach Bedarf und für einzelne Räume, da sie im Normalfall nicht zentral gesteuert werden. Es werden weder ein separater Heizraum noch ein Lagerraum für Brennstoffe benötigt und durch die geringen Maße lassen sie sich sogar in kleinsten Räumen mit Stromanschluss einfach und platzsparend installieren.

Da die Geräte kostengünstig in der Anschaffung sind, liegt der Gedanke nahe, sich gleich mehrere Heizer anzuschaffen und diese in diversen Räumen zu verteilen. Allerdings erzeugt das Heizen mit Strom mit Abstand die höchsten Verbrauchskosten aller Energieträger. Daher empfiehlt es sich, den Stromverbrauch für die Geräte im Auge zu behalten.

Laufende Kosten im Augen behalten - Strompreise berechnen

Bei Infrarotheizkörpern kann als Faustregel von einer benötigten Leistung von etwa 50 Watt pro Quadratmeter Raumfläche ausgegangen werden. Dieser Quadratmeterwert steigt mit zunehmender Fläche. Für einen Raum mit 20 Quadratmetern muss eine Leistung von etwa 1.500 Watt erbracht werden, um als Alleingerät ausreichende Heizkraft zu entwickeln. Durch „Stückelung“ in 2 oder mehrere Einzelgeräte kann die tatsächlich benötigte Gesamtleistung gesenkt werden.

Um den Verbrauch für einen Infrarotheizkörper zu berechnen, muss die verbrauche Leistung in Kilowattstunden (kWh) umgerechnet werden. 100 Watt entsprechen 0,1 kWh. Dieser Wert muss mit dem Preis für Strom multipliziert werden.

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