Was bislang dazu bekannt ist

Neue Omikron-Varianten gehen um: Die Symptome rechtzeitig erkennen

  • VonMadlen Trefzer
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Das Coronavirus entwickelt neue Omikron-Subvarianten. Die ersten Fälle wurden in Deutschland bereits registriert. Droht eine weitere Corona-Welle? Auf diese Symptome sollten Sie achten:

Weltweit sind gleich drei neue Omikron-Subvarianten im Umlauf. Südafrika berichtet von exponentiell steigenden Infektionszahlen durch die beiden Varianten BA.4 und BA.5. Die Behörden sprechen von einer fünften Corona-Welle. Auch die Vereinigten Staaten sind betroffen. Insbesondere BA.2.12.1 macht sich in den USA breit. Alle drei Subvarianten sind mit der L452R-Mutation gekennzeichnet. Virologen sind besorgt. 

Coronavirus-VarianteOmikron
Erste Probe9. November 2021
Andere BezeichnungB.1.1.529

Neues zum Coronavirus: Omikron-Subvarianten kommen auch nach Deutschland

Dass das Coronavirus sich weiterentwickelt, sei laut Virologen normal. Die neuen Subvarianten tragen allerdings genetische Veränderungen in sich, die sie noch hartnäckiger machen, als ihre bisher bekannten Vorgänger. Sie würden besser an menschliche Zellen andocken und seien somit ansteckender, berichtet die Neue Zürcher Zeitung (nzz). In einem Interview mit ntv äußert sich der Virologe Hendrik Streeck (44).

Wichtig sei, sich auf Herbst und Winter vorzubereiten, meint Steeck. Er rechne im Herbst mit einer Variante des Coronavirus, die noch leichter übertragbar ist. Hinzu kommt, dass unser Immunsystem in kalten Wintermonaten etwas schwächer ist. Laut nzz könne eine vollständige Impfung kaum den neuen Virusvarianten entgegenwirken, da die dadurch gebildeten Antikörper diese Omikron-Variante nicht gut erkennen würden. 

Symptome der neuen Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5

Für die drei neuen Omikron-Subvarianten gelten die üblichen Symptome. Wer Fieber und Halsschmerzen hat, sollte dringend einen Coronatest machen. So geht übrigens die richtige Anwendung eines Corona-Selbsttests. Im Verlauf der Krankheit können unterschiedliche Symptome hinzukommen, die sich auch unterschiedlich stark entwickeln. Bei einer Omikron-Infektion drohen auch Long-Covid-Symptome. Doch es gibt auch gute Nachrichten. 

Es lässt sich nämlich laut nzz vermuten, dass eine Erkrankung mit einer der neuen Varianten vor einer Wiederinfektion mit Omikron schützen könnte. Darüber hinaus stufen Fachleute die neuen Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 nicht gefährlicher ein als die bereits bekannten Mutationen des Coronavirus. Daher erntete Gesundheitsminister Karl Lauterbach Kritik, als er die neuen Mutationen als „Killervarianten“ betitelte.

Immer mehr Corona-Subvarianten – RKI rät weiterhin zur Vorsicht

Immerhin sind mehr und mehr Subtypen von Corona in Deutschland im Umlauf. Das RKI rät weiterhin zur Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen. Denn: „Eine zielgerichtete Therapie steht noch nicht zur Verfügung“, veröffentlicht das Institut am 04. Mai 2022.

Die hohe Übertragbarkeit von SARS-CoV-2 und die Tatsache, dass ein relevanter Teil der Bevölkerung immer noch keinen ausreichenden Immunschutz gegen das Virus hat, kann immer noch zu einem rasanten Anstieg Fallzahlen führen. Schwere Erkrankungen, Todesfälle und eine Belastung des Gesundheitswesens sind nach wie vor das Risiko des Coronavirus.

Weitere Symptome von COVID-19-Erkrankungen

64,4 Millionen Menschen in Deutschland sind nun vollständig geimpft. Laut Infektionsschutz bestehe eine vollständige Impfung gegen das Coronavirus, wenn drei Einzelimpfungen vollzogen wurden. Die Zahlen Genesener steigen ebenfalls immer wieder an. Dennoch schätzt das RKI den Anteil der immunen Bevölkerung als „nicht ausreichend“ ein. Bestätigt wird das durch die ständig schwankenden Fallzahlen.

Symptome wie Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen oder ein Kratzen im Hals können auf eine Infektion hindeuten. Einige Patienten verlieren Geruchs- und Geschmackssinn. Die Ursache dafür bleibt bislang Gegenstand der Forschung. Auch Lungenentzündungen mit Kurzatmigkeit können aufkommen. Wie bereits bekannt ist, verlaufen die meisten COVID-19-Erkrankungen aber eher mild, viele davon gar symptomlos.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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