Beim Tierarzt nicht versäumen

Hunde sterben an dieser Krankheit! Impfung dürfen Halter nie vergessen

Hund beim Tierarzt
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Wer seinen Hund gegen Staupe schützen will, sollte rechtzeitig impfen.
  • Anna-Maureen Bremer
    VonAnna-Maureen Bremer
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Für Hunde gibt es einige wichtige Impfungen, die nicht vergessen werden sollten und regelmäßig beim Tierarzt aufgefrischt werden müssen. Denn: Einige Krankheiten können sogar tödlich verlaufen.

Für ihren Hund würden viele Menschen durchs Feuer gehen. Dem Vierbeiner soll es an nichts fehlen. Es werden Spielsachen, Leckerli in allen Ausführungen, besondere Leinen und Geschirre gekauft. Aber: Viele vergessen etwas viel Entscheidenderes. Eine Impfung gegen eine Krankheit, die für Hunden richtig gefährlich werden kann. Wie echo24.de* berichtet, endet diese oft sogar tödlich.

Die Rede ist von Staupe. Unter nicht geimpften Tieren kann sie sich epidemiologisch verbreiten. „Bei der Staupe handelt es sich um eine durch ein Paramyxovirus (RNA-Virus) hervorgerufene, hoch ansteckende Infektionskrankheit bei Hunden und anderen terrestrischen Carnivoren wie Fuchs, Wolf, Dingo, Kojote, Schakal, Frettchen, Nerz, Wiesel, Waschbär und Seehund. Hauskatzen lassen sich zwar mit dem Virus infizieren, zeigen jedoch keine Symptome“, schreibt MSD Tiergesundheit, die einen Impfstoff gegen die Krankheit herstellen.

Staupe-Impfung für Hunde: Hoch ansteckende Infektionskrankheit endet ohne Impfung oft tödlich

Was passiert, wenn sich ein Tier mit Staupe infiziert? Zooplus Magazin erklärt: „Bei gesunden Hunden mit unbeeinträchtigtem Immunsystem verläuft die Staupe in den meisten Fällen ohne jegliche Symptomatik. Ist das Immunsystem jedoch bereits stark geschwächt, kommt es nach einer Inkubationszeit von etwa zwei Wochen häufig zu schweren Verläufen.“ Deshalb sind Welpen generell und eben diese, die in ihren ersten Lebenswochen nicht die Chance hatten, ein gutes Immunsystem aufzubauen, besonders in Gefahr.

Hunde-Krankheit Staupe: Symptome der Infektionskrankheit rechtzeitig erkennen

Mit der Staupe-Erkrankung einher gehen folgenden Symptomen:

  • Starkes Fieber und schlechtes Allgemeinbefinden
  • Magen-Darm-Beschwerden: Erbrechen, Durchfall, Austrocknung (Dehydratation), Appetitlosigkeit, Abmagerung
  • Atemwegsbeschwerden: Niesen und Husten, Augenausfluss, Nasenausfluss, Mandelentzündungen und Lungenentzündungen mit Atemnot
  • Zentralnervöse Beschwerden: Kopfschiefhaltung, Lahmheiten, Krämpfe, Blindheit und regelmäßiges Muskelzittern (Staupetick), Gehirnentzündung (Altersenzephalitis)
  • Augenbeschwerden: Augenentzündungen und Bindehautentzündungen
  • Hautbeschwerden: übermäßige Bildung von Haut am Nasenspiegel und Ballen (Hyperkeratose, Hartballenkrankheit) sowie Hautentzündungen
  • Zahnprobleme: Infiziert sich ein Welpe vor dem Zahnwechsel, ist die Bildung des Zahnschmelzes beeinträchtigt. Der Hund entwickelt infolgedessen das sogenannte Staupegebiss.

Staupe: Hunde-Krankheit durch hohe Ansteckungsgefahr besonders gefährlich

Ja, man muss nicht immer vom Schlimmsten ausgehen und es gibt verschiedene Stämme der Staupeviren. Diese unterscheiden sich sowohl in der Ansteckungsfähigkeit als auch bei den auftretenden Symptomen. Nicht jeder Hund erwischt also den schlimmsten Fall und alle Symptome treten auf. Klar ist aber: Die Krankheit ist definitiv potenziell tödlich. Dazu kommt, dass erkrankte Hunde hoch ansteckend sind und damit auch andere Tiere gefährden.

Seinen Hund vor einer Erkrankung vorbeugend zu schützen, ist im Prinzip simpel: impfen. Bei Zooplus heißt es dazu: „In seiner achten, zwölften und 16. Lebenswoche bekommt der Hund jeweils eine Impfung und dann noch einmal mit 15 bis 16 Monaten. Danach ist die Grundimmunisierung abgeschlossen und die Impfung muss alle drei Jahre wiederholt werden.“

Hunde-Krankheit Staupe: Impfung unbedingt auffrischen - Tierarzt berät

Gegen Staupe kann einzeln oder auch in Kombination gegen andere Krankheiten geimpft werden. Ist die Grundimmunisierung abgeschlossen, muss die Impfung nur alle drei Jahre aufgefrischt werden. Der behandelnde Tierarzt kann dazu die beste Empfehlung geben, da er das Tier vor einer Impfung immer untersucht und dessen Lebensumstände kennt.

Wer die Gesundheit seines Tieres schützt, tut sich und dem Hund einen Gefallen, wenn er außerdem im gemeinsamen Zusammenleben drei wichtige Regeln* beachtet. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.