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Wenn’s im Auto zu heiß wird: Einfach mal ohne Kleidung hinters Steuer?

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Von: Anna-Maureen Bremer

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Wenn die Temperaturen wieder steigen, überlegt vielleicht mancher, auf wie viel Kleidung er im Straßenverkehr verzichten kann. Aber was ist erlaubt?

Mein Auto – meine Regeln? Ganz so einfach haben es Autofahrer in Deutschland nicht. Auch wenn das Fahrzeug zum eigenen privaten Raum gehört, herrscht hier nicht völlige Narrenfreiheit. Einige Dinge sind erlaubt, aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Aktuell kommt es vielleicht aufgrund winterlichen Temperaturen eher weniger Menschen in den Sinn, aber im Sommer stellt sich der ein oder andere die Frage: Darf ich ohne Kleidung mit dem Auto fahren?

Die Antwort auf die Frage, ob fahren ohne etwas anzuhaben erlaubt ist, ist ein deutliches „Jein“. Erlaubt ist es nämlich schon. Und anders als beim Schuhwerk spielt die Wahl (oder Nicht-Wahl) keine Rolle in Bezug auf die eigenen Fahrkünste. web.de schreibt allerdings: „Da das eigene Fahrzeug einen privaten Raum darstellt, ist es nicht verboten, sich nackt hinters Steuer zu setzen. Einziger Haken: Fühlt sich ein anderer Verkehrsteilnehmer dadurch belästigt, kann es für den Fahrer ein Bußgeld setzen.“

Auto fahren ohne Kleidung? Das ist erlaubt – kann aber trotzdem Probleme und Bußgelder bedeuten

Nicht nur in diesem Fall ist vielen die genaue Gesetzeslage nicht klar. Das Stopp-Schild erklärt sich auch augenscheinlich von selbst – allerdings machen hier viele einen Fehler, für den es sogar Punkte in Flensburg geben kann. Und auch rund um die Gelblichtphasen einer Ampel sind die Regeln durchaus komplizierter als gedacht.

„Es gibt kein Gesetz und keine direkte Vorschrift gegen nacktes Auto fahren. Beeinträchtigungen im Straßenverkehr sind nach §33 Straßenverkehrsordnung (StVO) definiert, ohne Kleidung zu sein, kommt dort nicht vor“, schreibt allianzdirect. Der Versicherer rät aber generell davon ab, unbekleidet hinterm Steuer zu sitzen.

Denn: Wer in der Öffentlichkeit unbekleidet ist, könnte die Aufmerksamkeit anderer auf sich ziehen und muss „mit einer Anzeige wegen Belästigung der Allgemeinheit nach §118 Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG) rechnen. Die Strafe dafür liegt zwischen fünf und 1.000 Euro.“

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