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Heizen in der Energiekrise: Diese günstigen Alternativen können gefährlich werden

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Von: Kathrin Kuna

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Energiekosten
Die Heizkosten steigen derzeit enorm. Viele Menschen suchen daher nach Alternativen. © Jens Büttner/dpa

Die Kosten fürs Heizen gehen durch die Decke und viele Menschen suchen nach möglichst günstigen Alternativen. Doch das kann mitunter übel enden.

Die Energiekosten sind derzeit enorm teuer. Viele Menschen informieren sich daher über Tipps zum Energiesparen und versuchen möglichst wenig zu heizen. In einer kalten Wohnung möchte aber auch niemand sitzen: Immerhin können zu niedrige Temperaturen ebenfalls gesundheitsschädlich sein. Immer häufiger hört und liest man deshalb von Heiz-Alternativen. Doch viele davon können durchaus lebensgefährlich enden.

Vergiftungen und Lebensgefahr: Holzkohlegrill als Heiz-Alternative?

Ein Holzkohlegrill als Heiz-Alternative? Das hat erst vor kurzem zu einem folgenschweren Unfall geführt. Wie die Polizei mitteilt, hat ein 50-jähriger Mann aus Oberbayern den Grill benutzt, „weil die Stromrechnung so teuer“ sei. Seine Frau und seinen Neffen musste er daraufhin ins Krankenhaus bringen. Beide hatten eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten. Wie die Polizei weiterhin erklärt, werde nun gegen den Mann wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Holzkohle- und Gasgrills sollten niemals in geschlossenen Räumen betrieben werden. Das farb- und geruchlose Kohlenmonoxid verbreitet sich unbemerkt und führt schnell zu Lebensgefahr. Das Gas wird beim Einatmen nicht wahrgenommen. Die Folgen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Bewusstlosigkeit. Sie kann schlussendlich zum Tod durch Ersticken führen.

Teelichtofen ist keine Heiz-Alternative: Brandgefahr und wenig Wärme

Ein Teelichtofen ist in fünf Schritten einfach gebaut. Eine echte Heiz-Alternative stellt der selbst gebaute Ofen aber nicht dar, da er nur wenig Wärme ausstrahlt. Doch der Teelichtofen ist nicht nur ineffektiv, sondern kann auch schnell gefährlich werden, da die Kerzen Feinstaub und CO2 im Raum verteilen. Bei Kerzen gilt außerdem: Brandgefahr! In jüngster Zeit häufen sich Meldungen über Einsätze der Feuerwehr aufgrund von Bränden, die von einem Teelichtofen ausgegangen sind.

Explosionsgefahr: Ethanol-Kamine als Heiz-Alternative?

Ethanol-Kamine sind ein beliebtes Deko-Element und sorgen für Gemütlichkeit an kalten Tagen. Ohne Rauch und ohne Ruß und zudem mobil stellen sie für viele Menschen eine heimelige Möglichkeit dar, den Herbst gebührend einzuläuten. Doch der Ethanol-Kamin birgt große Risiken und ist häufig Ursache von gefährlichen Explosionen. Eine echte Heiz-Alternative ist der Kamin auch nicht.

Ursache für Gefahren sind in der Regel menschliche Fehler. So darf ein Ethanol-Kamin niemals nachgefüllt werden, wenn der Kamin noch heiß ist. Dann kommt es zu einer Stichflamme oder einer Explosion. Und auch zum Aufwärmen des Raumes taugen die Ethanol-Kamine nicht. Sie sorgen lediglich für ein teures Designfeuer.

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